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Zürich: Road Pricing kommt

Dieses Thema im Forum "Medien und Schlagzeilen" wurde erstellt von >driv3r>, 24. 01. 2007.

Zürich: Road Pricing kommt 4.4 5 5votes
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  1. >driv3r>

    >driv3r> Guest

    Neuer Benutzer
    Zürich: Road Pricing kommt
    Zürich soll mittelfristig ein Gebührensystem für Autofahrten in die Stadt erhalten. Dies hat der Kantonsrat im Verkehrsplan festgeschrieben - auf Antrag der Grünen und nach einem Patt.

    Für die Existenzen mit kleineren Einkommen finde ich dies einigermassen tragisch, werden so doch de facto finanziell privilegiertere Personen bevorzugt. Ich frage mich, wie so etwas ernsthaft von
    Parteien mitgefordert werden kann, das ist meiner Meinung nach eine ziemliche Bedrohung für den sozialen Frieden.

    Mich persönlich als gut verdienenden betrifft das weniger, der Pöbel wird dann gezwungen, sich dann ins Tram zu quetschen oder wohl eher noch mit dem Fahrrad zu gehen (lol) und ich habe mehr Platz auf der Strasse; die dabei anfallenden Kosten werde ich einfach durch Minderausgaben und Optimierungen bei anderen sozialen Kosten an die Gesellschaft kompensieren. Aus liberaler und aus Sicht der individuellen Freiheit und Gleichstellung eines jeden Bürgers finde ich das einfach nur inakzeptabel und eine Schande.
     
  2. felixkohl

    felixkohl

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    Die Lebensqualität? Das Resultat wird sein, dass die Agglomeration davon profitieren wird. Eine Firma, die sich im Raum Zürich niederlassen möchte, wird das in Wallisellen oder Schlieren realisieren.

    nd Marcel Burlet (SP, Regensdorf) hielt Manser entgegen: «Das Proletariat geht zu Fuss und fährt Velo, nicht Auto, weil das nämlich zu teuer ist.»

    Klingt schon nach Zynismus. In die gleiche Richtung gehen Vorschläge in der Bildungspolitik. Gebührenerhöhungen, Eliteinstitute etc.
    Ein PKW ist längst kein Luxusartikel mehr sondern oftmals eine berufliche Notwendigkeit. Und längst nicht jeder kauft sich einen schweren Boliden sondern einen funktionalen Kleinwagen. Aber man lässt sich zu gerne blenden von den Protzern.

    Im Endeffekt wird damit
    geschaffen, nämlich bei den weniger Begüterten.

    Solchen Zynikern würde ich einen Spaziergang in bestimmte Quartiere Zürichs empfehlen, den Flohmarkt im Kanzleiareal und andere Orte. Sie wären entsetzt wieviele arme Schlucker sich mehr schlecht als recht über Wasser halten.
     
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  3. Pirelli

    Pirelli

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    Ich zitiere mich selbst.
    Ein Tram befördert auf der Fläche von 10, 12 Autos bis zu 300 Personen. Das ist Effizienz! Weswegen ausgerechnet Paris jetzt massiv in modernste Strassenbahnen investiert, Auto- zugunsten von Busspuren aufhebt und die Metro komplett modernisiert. Bereits jetzt, da das Projekt erst angelaufen ist, wurde der MIV laut MTW bis jetzt um fast 20 Prozent reduziert. Und obwohl die Busspuren nur 5 Prozent der Strassenfläche ausmachen, werden darauf über 30 Prozent der Personen transportiert.

    In Paris also geschieht die Reduktion des MIV nur schon über die Verbesserung des ÖV. Ist das Bedürfnis, jede Fahrt mit der eigenen Kiste zu machen, also tatsächlich so gross?
    Mich deucht, ihr seid in eurem Weltbild etwas eingeschränkt.

    Driv3r, was genau leistest du an
    ? Hast du da tatsächlich noch Spatzig, oder ists nicht vielmehr doch nur ein blöder Spruch?

    Ich selbst zöge statt administrativ aufwendigem Road Pricing die Regulierung über den Treibstoffpreis vor: Es liegt so viel eher in den Händen des Einzelnen, was er für die Kiste ausgeben will. Und es käme Felix'
    entgegen. Wir dürfen nicht vergessen, dass laut einer Umfrage 06 für 80 Prozent der Männer immer noch Grösse des Wagens und Kraft des Motors die Hauptfaktoren für die Autowahl sind.

    Eines aber ist klar: Autofahren wird teurer werden (müssen), es ist jetzt geradezu lächerlich billig.
     
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  4. Zocker

    Zocker

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    Es ist fast schon rührend wie die liebenswerten Autofahrer sich für die Armen einsetzen und das Road Pricing verhindern wollen.

    Sie sollten sich freuen, wenn die Strassen leerer und die Innenstädte für ihre Boliden ungehindert zugänglich sind. Zusätzlich zu ihrem Statussymbol können sie der Algemeinheit noch zeigen, dass sie sich eine Fahrt in die Stadt leisten können. Für diesen Mehrwert sind sie sicher und gerne bereit etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Das Image darf auch etwas kosten.
    Und der arme Schlucher wird dann den Einkauf in der Bahnhofstrasse vermeiden müssen und ohne Road Pricing zu Aldi oder Lidl fahren.

    Endlich hat der Reiche etwas was er sich sichtbar für alle leisten kann und der Andere darf (muss aber nicht) ihn bewundern.
     
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  5. gion

    gion Guest

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    @ Zocker
    Beim Road-Pricing geht es nicht darum, den Autofahrern das Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern die bestehenden Autosteuern durch eine Nachfrage-relevante Tarifierung zu ersetzen. Autofahrer, die nicht zu Stosszeiten fahren, werden von dieser Regelung profitieren, die anderen eben nicht.
     
  6. Sindbad_

    Sindbad_

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    finde ich gut. in london funktionierts. wir sind wieder mal hintendrein aber kommt schon, kommt schon.

    wegen den firmen mache ich mir weniger sorgen. immer dieses blösde argument, dass uns die firmen davonlaufen. die sind angewiesen auf gute infrastruktur (kann auch mit ÖV bewerkstelligt sein, das ist der firma gleich) und zufriedene und ungestresste mitarbeiter.

    auf die lebensqualität wird es für diejenigen positiv sein, die sich nicht ihren ganzen freiheitsbegriff auf einen haufen blech und ein bischen geschwindigkeit reduzieren lassen. die werden wieder etwas besser durchathmen und sich freier bewegen können.

    stosszeiten müssen mit ÖV's bewerkstellig werden können, weil ÖV gegenüber PW's diesbezüglich um ein vielfaches effizenter sind.

    Sindbad
     
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  7. driver

    driver

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    Der Tagi ist da wohl etwas voreilig mit seinem Titel. Insbesondere wäre für die Einführung von Road-Pricing eine Verfassungsänderung notwendig. Die Zustimmung von Volk und Ständen zu erreichen dürfte schwierig werden...

    Grundsätzlich wäre gegen ein nachfrageabhängiges Roadpricing nicht viel einzuwenden, sofern der Datenschutz gewährleistet ist und die anfallenden Daten nicht zweckentfremdet, d.h. für andere als Abrechnungszwecke missbraucht werden.
    Ausserdem müsste das ganze fiskalneutral erfolgen, d.h. die Mehrbelastung müsste anderweitig, z.B. durch Reduktion oder Abschaffung der Motorfahrzeugsteuer ausgeglichen werden.
    Weiter müsste sichergestellt werden, dass die Einnahmen für Unterhalt und Bau von Strassen verwendet und nicht für die Quersubventionierung des ÖV missbraucht werden.
     
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