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Wie von der Industrie bezahlte "unabhängige Experten" unsere Gesundheit gefährden

Dieses Thema im Forum "Umwelt- und Energiepolitik" wurde erstellt von Alexander, 22. 10. 2016.

  1. Alexander

    Alexander Parteilos

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    "unabhängigen Experten" namens Greim, der seit Jahrzehnten verschiedenste Stoffe dir krebserregend oder sonstwie gesundheitsschädlich sind als harmlos deklariert.

    Hier ein kleiner Video-Bericht von unseren nördlichen Nachbarn über einen "unabhängigen Experten" namens Greim, der seit Jahrzehnten verschiedenste Stoffe dir krebserregend oder sonstwie gesundheitsschädlich sind als harmlos deklariert.
    Obwohl er bereits in den 90er Jahren dadurch aufgefallen ist, als "Sachverständiger" vor Gericht die Schäden durch das hochgiftigen PCB geleugnet zu haben (welches dann ein paar Jahre später weltweit verboten wurde), konnte er weiterhin mit grosser Regelmässigkeit sein Unwesen in irgendwelchen offiziellen Ausschüssen treiben, bei denen es beispielsweise im Rahmen von Zulassungsverfahren um die Gefährlichkeit verschiedener Stoffe ging. (In diese Ausschüsse berufen wurde er natürlich in der Regel von den Rechtskonservativen Parteien, aber das versteht sich ja von selbst.)
    Während er all diese diese Stoffe zu Gunsten der Industrie (aber natürlich immer ganz "unabhängig") für harmlos erklärte, liess er sich von den jeweiligen Akteuren auch immer gerne für firmeneigene Gutachten bezahlen und engagierte sich in verschiedenen Einrichtungen der Chemie- und Autobranche. Da einige dieser Engagments ein Hinderungsgrund gewesen wären, um beispielsweise bei der EU als Sachverständiger auftreten zu können, "vergass" er gelegentlich einfach seine Beziehungen zur Industrie, wenn er danach gefragt wurde.
    Aktuell erklärt Greim gerade Glyphosat für unbedenklich (er ist schliesslich Experte, er hat nämlich zusammen mit Glyphosat-Hersteller Monsanto bereits eine teure Studie dazu gemacht) und findet, dass auch diese Stickoxide aus den Dieselmotoren harmlos seien. Seine Stellung bei der "Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor" (einem Lobbyverein von VW, BMW etc.) kommt ihm da gerade recht ;)

    Sein Kommentar dazu, dass sich seine "Forschungsresultate" im Gegensatz zu derjenigen vieler anderer Forscher zufälligerweise immer mit den Interessen der Industrie decken: "Na und? Kann ja sein."
     
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  2. Trostpreis

    Trostpreis Parteilos

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    Die Erfahrung zeigt, dass sich von einem Gutachten immer ein Gegengutachten und vom Gegengutachten wiederum ein Gegengegengutachten usw machen lässt.

    Das liegt vermutlich daran, dass Gutachter eben auch sehr einseitig begutachten. Vermutlich liegt das daran, dass Gutachten nur einseitig geschrieben werden können.

    Fazit: Gutachten sind für die Füchse. Und es wäre gut, einen Chemiker hier in der Diskussion zu haben. Grein scheint ja auch ganz umtriebiger zu sein.
     
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  3. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Mal wieder was neues in diese Richtung.

    Und zwar sollte das dt. Bundesamt für Risikobewertung einen Bewertungsbericht über die Gefährlichkeit des Monsanto-Unkrautvernichters Glyphosat schreiben.

    So ein paar Umweltschützern kamen dann Textpassagen in dem Bericht seltsam bekannt vor, also haben sie den Bericht mal begutachten lassen.

    Resultat: Der Behördenbericht ist ein Plagiat des Zulassungsantrags von Monsanto. Gerade die zentralen Passagen sind fast wortwörtlich von Monsanto übernommen.
    D.h. dem Prüfbericht liegt gar keine Prüfung zu Grunde, man hat einfach das geglaubt (und abgeschrieben), was der Gifthersteller über sein eigenes Gift geschrieben hat.

    Und das Beste daran: Dieser gefälschte "Prüfbericht" ist die "wissenschaftliche Grundlage" aufgrund dessen die EU über die Zulassungsverlängerung des Produktes entscheidet...

    Was für ein absurder Zirkus.

    Ach ja, bevor hier über die EU gelacht wird: Bei uns in der Schweiz segnen Parlamentsmehrheit und Bund das Gift natürlich regelmässig ab.
     
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