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Wer reagiert eigentlich die Vereinigten Staaten?

Dieses Thema im Forum "Internationale Medien und Schlagzeilen" wurde erstellt von felixkohl, 28. 11. 2013.

Wer reagiert eigentlich die Vereinigten Staaten? 4.3 5 3votes
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  1. felixkohl

    felixkohl

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    Lassen wir die Nebenschauplätze. Die Geschichte zum 2. WW wär bestimmt interessant.

    Ich bleibe bei meiner Meinung: Interventionen in ein fremdes Land
    1. sind nur in extrem seltenen Fällen
    .
    2. müssen zumindest von der UNO beschlossen werden.

    Der Vergleich mit Teppichbombardements (was in der Tat absoluter Horror ist) macht aber die Drohnen nicht harmloser.
    Man halte fest:
    1. Es werden Menschen liquidiert, die in einem fremden Land leben, also unter der Hoheit eines anderen Staates mit seinem Rechts- und Polizeiwesen.
    2. Es werden Menschen liquidiert, ohne Anklage und Recht auf Verteidigung.
    3. Die Hinrichtungen erfolgen ohne Bedrohung durch die Taliban sondern lediglich aufgrund ideologischer Differenzen.
    Friedensnobelpreisträger Obama unterschreibt regelmässig die Todeslisten (ein Bush würde das natürlich auch).
    4. Man nimmt dabei bewusst in Kauf, dass Unbeteiligte (im folgenden Video vermutet man bis zu 90%!) umkommen oder schwerstens verletzt werden - ohne jeden Anspruch auf eine Wiedergutmachung.
    5. Es wird fremdes Eigentum in fremden Ländern zerstört (ironischerweise ohne eigentliche Kriegserklärung)

    http://www.youtube.com/watch?v=G90SvYuMVos

    Sehr empfehlenswerte Doku

    Die vorübergehende Beruhigung zwischen den Vereinigten Staaten und Iran kann in der Tat mehrere Gründe haben. Ich glaube auch, dass der Preis gegenwärtig zu hoch ist und dass der allgemeine Imageschaden (z.B. bei den Partnern in Europa, aber auch bei Russland und China) nicht grad förderlich ist, eine neue Front zu eröffnen.

    Was Syrien angeht, so erinnere ich mich noch lebhaft daran, wie Hillary Clinton in der UNO aggressiv eine Absetzung Assads forderte um einen Eingriff abzuhalten (auch bei ihren Auftritten in Fernsehsendungen).
    Nun spielt Kerry wieder die etwas versöhnlichere Karte...erinnert mich an Bad Cop & Good Cop - Strategie.
    Die wahren Beweggründe, wie auchdie Intervention Russlands im Streit mit Assad wären interessant auszuleuchten.
    Nicht zuletzt bezweifelten zu viele die anfängliche Urheberschaft des Giftgas-Anschlags in Syrien.

    Und wir haben längst nicht alle Herde diskutiert.
     
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  2. Zocker

    Zocker

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    Obama ist in meinen Augen zuerst Amerikaner (US-Bürger) und als solcher so nationalistisch wie unsere SVPler. Er bedient somit das Militär so wie es bei uns die SVP auch machen würde, wenn sie könnte. Obama sieht die Welt durch diese Brille, da hat kein Pazifismus platz, sowie bei der SVP auch nichts anderes platz hat.
    Ich glaube auch, dass jedes Land einen bestimmten Nationalismus braucht um die unreflektierteren Leute im Staat bei der Stange zu halten. Dieser Nationalismus hält zwar die Staaten zusammen führt aber immer wieder in der Übertreibung zu Katastrophen.

    Dazu kommt bei vielen Leuten immer noch die innere Überzeugung, durch Krieg, durch die Vernichtung des Gegners etwas gewinnen oder erhalten zu können. Die Überlegung, dass Krieg keine Möglichkeit zur Überwindung von Konflikten darstellt, bzw. immer die schlechteste aller Lösungen ist, fehlt noch in grossen Teilen der Menschheit. Dieser Zustand ist natürlich die Geschäftsgrundlage der Rüstungsindustrie und diese macht nicht nur in den USA alles, um den Leuten einzureden, dass es ein gut gerüstetes Heer braucht, dass es immer eine Verteidigungsarmee braucht. Und die Armee weiss dann, dass Angriff die beste Verteidigung ist und rüstet entsprechend auf.
    Das gut gerüstete Heer, der Stolz der Leute (Nationalismus), sind dann die Grundlage, dass man sich nichts gefallen lassen muss, dass man seine Machtansprüche ausdehnen kann und will. Und dann sind nur noch ein paar kurzsichtige Politiker nötig wie Bush und Konsorten und es geht los. Und man hat das stärkste Militär, ist die grösste Macht und kassiert eine Niederlage. Wer z.B.das Machtgehabe Chinas verfolgt, der kann sehen, dass sie immer mehr in den Vorkriegszustend gleiten. Und China hat intern genügend Konflikte, die man durch eine angebliche Bedrohung von aussen zu entschärfen versucht.

    Nach diesem Schema läuft ein Teil der Politik nicht nur in den USA ab. Und da ist ein Präsidend der
    mit Drohnen Kollateralschäden verursacht, und keinen neuen Krieg vom Zaune bricht, schon ein wesentlicher Fortschritt. Und wenn er sich erfolgreich gegen die Kriegstreiber aus Israel stemmt und dadurch einen neuen Krieg gegen Iran verhindert, dann ist das in meinen Augen eine Leistung.

    Die Überlegung, dass die heutigen Bedrohungen nicht mehr von anderen Ländern ausgehen, sonder die anderen Länder unter den gleichen Bedrohungen sind und mit der Vernichtung der anderen diese Bedrohungen nicht kleiner werden, kann ein Militarist nicht nachvollziehen. Er will am Bewährten festhalten, ohne je zu fragen, wie hat sich die Konfliktlösung durch Krieg bewährt.

    Obama ist nur eine Figur, die 8 Jahre in einem System als Präsident irgendetwas bewirkt oder auch nicht. Er wird und will das System nicht verändern, er schustert wie alle Politiker nur an den Symptomen herum.
     
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  3. felixkohl

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    Obama ist nur eine Figur....

    Meine Rede.
    Wer regiert denn also die USA?
     
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  4. Zocker

    Zocker

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    Die USA wird durch eine Gruppe von Leuten mit Hilfe des kapitalistischen Systems regiert. Wieviel Hundert oder Tausend man zu dieser Gruppe zählt ist weniger die Frage. Was zählt ist das verwendete System. Denn an dieses System müssen auch die Regierten glauben. Sie müssen es nicht nur zulassen sondern auch aktiv wollen, dass sie mit diesen Regeln regiert werden.
    Dass sich die Regierenden nur bedingt an die Regeln halten, jedoch die Regierten glauben, die Regeln gelten für alle gleich, ist ein anderes Thema.

    Dass die Regierenden selbst in dem System gefangen sind, zeigt der US-Präsident sehr deutlich. Die Regierung eines Landes kann heute nur noch in Diktaturen personifiziert werden. Staaten mit demokratischen Strukturen müssen die Macht verteilt haben. Das System dieser Machtverteilung ist der Kapitalismus in einer mehr oder weniger ausgeprägten Form.

    Ich betrachte es als Fortschritt, dass die Regierung nicht durch eine Person repräsentiert wird bzw. wir nicht von den Marotten eines einzelnen Menschen und seinen Einflüsterern abhängig sind.
     
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  5. San Pellegrino

    San Pellegrino FDP

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    Zocker, der
    hat gesprochen.
     
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  6. Loser

    Loser Parteilos

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    Richtig, reden wir doch mal um die, die religiösen Eifer vor Demokratie stellen.

    Aber Zocker hats kapiert: wo früher der grobe Klotz bemüht wurde, wird heute mit der Fernsteuerung reagiert. Kollateral ist immer schlecht und deshalb soll ja gerade der grobe Klotz im keller bleiben
     
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  7. Loser

    Loser Parteilos

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