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Was steht (IV-)Rentnern/ Arbeitslosen/Soziahlhilfebezüger zu?

Dieses Thema im Forum "Vorsorge- und Gesundheitspolitik" wurde erstellt von Lili, 17. 06. 2015.

Was steht (IV-)Rentnern/ Arbeitslosen/Soziahlhilfebezüger zu? 4.8 5 4votes
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  1. Lili

    Lili

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    Durch eine Diskussion über die Asylpolitik bin ich auf die Aussage gestossen, dass wenn wer (dasselbe für Asylanten wie für Schweizer) staatliche Hilfe bezieht, er sich mit einem Minimum zufrieden geben muss. Als Beispiele wurde genannt, dass das bedeutet, kein iPhone, kein Flachbildschirm und kein Auto.

    Also wollte ich gerne die Frage weitergeben, welchen Luxus sich Menschen erlauben dürfen?

    Z.b. bezüglich Nahrungsmittel (und auch Restaurantbesuche, Fleisch, Bio-Produkte...)
    Bezüglich Mobilität (Fahrrad, ÖV, Auto, Reisen...)
    Bezüglich Freizeitgestaltung (Vereine, Museen, Ausstellungen, Badi, Fitnesstudio, Kurse, Ferien...)
    Bezüglich Kleider (Second Hand, Marken, zu fairen Preisen...)
    Bezüglich Wohnung (Wohnungsgrösse, Ausstattung, Mietkosten...)
    Bezüglich Kommunikation (Computer, Internet, Fernsehen, Handy...)
    Bezüglich Gesundheit (Krankenkasse, alternative Medizin, Medikamente allgemein, Arztbesuche...)
    Bezüglich Begleiter im Alltag (Tiere...)
    Bezüglich Genussmittel (Rauchen, Alkohol...)
    Bezüglich Hygiene (Duschmittel, Hygieneprodukte, Kosmetiker, Solarium...)

    Lili
     
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  2. Rolf

    Rolf Guest

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    "Durch eine Diskussion über die Asylpolitik bin ich auf die Aussage gestossen, dass wenn wer (dasselbe für Asylanten wie für Schweizer) staatliche Hilfe bezieht, er sich mit einem Minimum zufrieden geben muss. (…)"

    Die unkorrekte Fremdbezeichnung "Asylant" ist herabwürdigend und demütigend. Mit Demütigungen fing im Dritten Reich die Ausgrenzung und Verfolgung an.

    Die offiziellen Bezeichnungen dieser Menschen sind: Zuerst Asylsuchender, dann Asylbewerber/in, dann ev. anerkannter Flüchtling.
     
  3. abc def

    abc def

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    Richtig. Gemäss Art. 12 der BV:
    “Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.“
    Die Antwort auf diese Frage ergibt sich aus dem obenstehenden Verfassungsartikel eigentlich von selbst. Natürlich gar keinen Luxus. Der Begriff Luxus im weitesten Sinn steht seht ja definitionsgemäss eben gerade für all das, was nicht unerlässlich ist...
     
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  4. abc def

    abc def

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    Zu ergänzen wäre vielleicht noch: Es muss natürlich nicht bloss subjektiv (also aus Sicht des Sozialhilfebezügers), sondern objektiv unerlässlich sein.
    Damit fällt schon mal von vornherein alles weg, worauf irgendjemand freiwillig verzichtet, obwohl er es sich leisten könnte.
    Als Beispiel:
    - Es gehen nicht 100% aller Leute ins Solarium, die sich das Solarium leisten können - sicher nicht objektiv unerlässlich
    - Es kaufen nicht 100% aller Leute Bio-Produkte, die sich Bio-Produkte leisten können - sicher nicht objektiv unerlässlich
    - Es haben nicht 100% aller Leute ein Auto, die sich ein Auto leisten können - etc...etc...
    Damit fällt schon vieles aus deiner Liste heraus.
    Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass die Dinge die jeder hat, der es sich leisten kann, automatisch "unerlässlich für ein menschenwürdiges Dasein sind". Wenn z.B. eine Wohnung auch mit dem Besen geputzt werden kann, ist ein Staubsauger natürlich nicht unerlässlich - obwohl aus Bequemlichkeit kaum jemand freiwillig darauf verzichtet...
     
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  5. Lili

    Lili

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    Wenn man nicht "Asylant" schreiben soll sondern "Asylbewerber" oder dergleichen, dann hat das ja ziemlich wenig mit dem Ursprung oder der wörtlichen Bedeutung zu tun, sondern wie wir es, die dieses Wort benutzen, bewerten. Auch das Wort "Asylbewerber" kann man in einem herabwürdigenden und demütigenden Zusammenhang gebrauchen. Übrigens ist "Asylant" lediglich eine Abkürzung von "Asylbewerber" und hatte ursprünglich nicht die Idee der Diskrimminierung.
    Das zeigt lediglich, dass der Mensch eher faul ist und aus vielem eine Abkürzung macht. So wird aus Nationalmanschaft Nati, was man wie Nazi ausspricht und keiner stört sich daran... Und die beiden haben dieselbe Wortherkunft.

    Und wenn du schon so korrekt bist, wieso wird dann das Wort "Invalide" noch benutzt? Auf Französisch bedeutet das Wort "invalide" ungültig.
    Das heisst, jeder, der Invalide ist, ist ungültig?

    Und zum Thema Luxus:
    Da gibt es zwei Definitionen von "Luxus". Zum einen der übliche Lebensstandard, zum anderen "das in einer Gesellschaft als notwendig oder sinnvoll erachtete Mass".
    Nun, laut dem Gesetzesartikel sollte hier die 2. Defintion angewendet werden.

    Für wen unerlässlich?
    Es gibt Einsiedler, die freiwllig auf fliessendes Wasser, auf Strom und auf ein richtiges Bett verzichten.
    Sollen wir uns die als Standard nehmen?

    Daraus resultiert, dass ein "menschenwürdiges Dasein" bedeutet, gerade genügend zu Essen zu haben ,
    ein "Dach über dem Kopf" und vielleicht noch ein Bett und ein Kochherd plus Geschirr (oder ist das dann auch schon wieder unerlässlich?)
    Und über Fernsehen und Internet müsste man da gar nicht erst diskutieren.

    Das ist meiner Meinung nach schon rein wirtschaftlich ein totaler Schwachsinn.
    Jemand, der IV bezieht, also von einer Sozialversicherung lebt, welche verstaatlicht ist, und ausser spatzieren zu gehen nichts machen kann/darf, dem wird es psychisch nicht unbedingt sonderlich gut gehen. Da ist die Gefahr gross, dass diese Person frustriert wird und seinen Frust an der Allgemeinheit rauslässt, indem er Straftaten begeht, oder aus Langeweile oder was weiss ich.
    Zudem wird diese Person zu Depressionen neigen, was dann wiederum Krankheitskosten verursacht und Wiedereingliederung hinauszögert.
    Genauso ist es, wie mit dem im anderen Thread von mir beschriebenen "50 jährigen, der arbeitslos geworden ist".

    Klar gibt es Menschen, die wollen nicht arbeiten. Und ich habe auch schon diverse Aussagen gehört in Richtung "arbeiten? Ich? nö... wieso? keine Lust... Die Anderen arbeiten ja". Aber das ist meiner Erfahrung nach nicht die Regel. Viele tun sich schwer damit, erstmal sich selbst einzugestehen, dass sie eben (zurzeit) nicht Erwerbsfähig sind, was dann nochmal schwerer ist, dies öffentlich zuzugeben.
     
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  6. abc def

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    Nicht wirklich. Eigentlich genau das Gegenteil :)
    http://www.duden.de/rechtschreibung/Luxus
    LUXUS: kostspieliger, verschwenderischer, den normalen Rahmen (der Lebenshaltung o. Ä.) übersteigender, nicht notwendiger, nur zum Vergnügen betriebener Aufwand; Pracht, verschwenderische Fülle
    Dafür gibt es Polizei, Gerichte und Haftanstalten. Der Versuch, Kriminelle mittels Luxusgütern zu besänftigen, ist gescheitert. Siehe der Fall Carlos, dem hat der Steuerzähler einen Deo für satte 46.- pro Stück (!!) bezahlt. Genützt hat es nix...
    Depressionen betreffen auch Leute, die im Luxus leben. Und Leute die arbeiten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. 06. 2015
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  7. Lili

    Lili

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    Öhm ja... es sollte richtig heissen, dass "Luxus" das ist, was folgendes übersteigt: Alles, was zu einem üblichen Lebensstandard zählt, zum anderen "das in einer Gesellschaft als notwendig oder sinnvoll erachtete Mass".

    Ja, wo dann der Steuerzahler wieder länger und intensiver und vollumfänglicher bezahlen muss. Und wohl auch länger.
    Denn ein Tag im Gefängnis kostet laut einer kurzen Google-Suchanfrage zwischen 300 und 400 Franken. Nehmen wir einmal an, es sind 300 Franken, dann kommt das den Steuerzahler auf 9000 Franken/Monat.
    Dies wiederum behindert seine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und verlängert die Dauer der Abhängigkeit von Sozial- und Versicherungsleistungen.
    Wo ist da die Wirtschaftlichkeit?

    Ja, die betreffen es auch, das ist mir klar. Aber was hat das damit zu tun, dass Menschen, die Sozialversicherungen/-Leistungen beziehen, durch diese Tatsache länger dem Arbeitsmarkt fernbleiben und dadurch "der Gesellschaft länger auf der Tasche liegen"?
    Wo ist da die Wirtschaftlichkeit?

    Ich habe jetzt einmal die sozialen Aspekte aussenvor gelassen, weil ich dich so einschätze, dass ich damit überhaupt nicht bei dir ankomme.
    Aber anscheinend interessieren dich auch nicht die wirtschaftlichen Aspekte, sondern es geht dir wohl einfach darum, "dagegen" zu sein?
     
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