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Unternehmens Steuerreform 3

Dieses Thema im Forum "Initiativen / Abstimmungen / Wahlen" wurde erstellt von Beat, 17. 01. 2017.

Unternehmens Steuerreform 3 4 5 3votes
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  1. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Wie bereits gesagt: Selbst wenn diese Behauptung zutreffen würde (was zu bezweifeln ist), dann wäre dies die volle Verantwortung der Bürgerlichen, welche den Hals nicht genug voll kriegen konnten und noch ihre Extra-Steuergeschenke durchdrücken wollten.

    Zu sagen "Volk, stimm unseren Selbstbereicherungstricks auf deine Kosten zu, sonst wird alles noch viel schlimmer!" ist nunmal keine Politik sondern Erpressung.

    Hätte man die Reform einigermassen "kostenneutral" aufgegleist, dann wäre sie zweifellos durchgegangen. Und falls nun einer kommt und sagt: "Eine Reform die unseren Standort attraktiv hält ist kostenneutral gar nicht möglich gewesen sondern muss zwangsweise zu massiven Steuerausfällen führen", dann sagt er damit gleichzeitig , dass das bisherige, von den Bürgerlichen protegierte, Steuersystem derart kriminell und unfair war, dass es kaum noch reformierbar ist. Wer so etwas behauptet stellt sich nämlich auf den Standpunkt, dass unser wirtschaftliches Erfolgsmodell primär darauf beruht, dass wir Dieben beim klauen helfen und dafür einen Teil des Diebesgutes einsacken. Und dass wir gar nicht erfolgreich wirtschaften können, ohne derartige Hehlerie. Kurzum: Wer so argumentiert, erklärt die Schweiz zu einem Schurkenstaat, der gar nicht(s) ander(e)s kann, als sich auf fremde Kosten unlauter zu bereichern.


    Auch der "Führer" wird nicht leugnen können, dass er zusammen mit den "Weichsinnigen" den Steuergeschenken zugestimmt hat. Manche werden sich daran hoffentlich erinnern.


    Natürlich wäre schnellere Rechtssicherheit besser.
    Aber es kann keine Lösung sein, sich zu unverschämten Zugeständnissen erpressen zu lassen, nur weil sich das Ganze sonst etwas verzögert.
    Bekanntlich fordern die meisten Erpesser nachher immer mehr und mehr, wenn man erst einmal auf ihre Forderung eingegangen ist.

    (Aus Frau Herzogs "baselzentrischer" Perspektive mag es vielleicht attraktiver erschienen sein, die Kröte zu schlucken. Aber für die ganze Schweiz gilt das offenbar nicht. Viele Städte haben sich ja vehement gewehrt.)
     
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  2. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Wenn man Vergleiche macht sollte man die Rechtssicherheit auch anschauen. Ungarn hat neu 5 % und andere osteuropäische Länder sind etwa bei 10 %. Aber die USA könnte Richtung 15 - 20 % gehen, die UK geht auf 15 % und Singapur ist ebenfalls bei etwa 15 %. Da können Kantone wie Zug, Schwyz etc. noch mithalten, für die großen Industriekantone wird es langsam schwierig. Ich hoffe nicht, dass Basel und Zürich auf die Schnauze fallen. Schulen, Infrastruktur etc. haben die genannten alle auch.

    C.
     
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  3. monokel

    monokel

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    Ja, die Osteuropäischen EU Länder sind nicht zu unterschätzen. Die werden sich aber nicht so stabil vehalten wie Asien. Bekanntlich werden die Osteuropäischen EU Länder mit viel EU Gelder unterstützt und irgendwann werden auch dort die Löhne ansteigen wie die ganzen Lebenfixkosten auch und das wissen die Multinationalen Firmen. Wir brauchen uns in der Schweiz nicht zu schämen, nebst der Präzision die wir anbieten, bieten wir ein recht hohes Mass an Arbeitsfrieden, Stichwort: Streiks. Wenn wir das weiterhin wollen, dann müssen wir unsere ArbeitnehmerInnen pflegen dh. müssen schauen dass sie nicht immer mehr bezahlen müssen auf Kosten der multinationalen Firmen. Firmen sollen und müssen Steuern bezahlen damit der Staat funktionieren kann. Dabei kommt mir Skandinavien, mit den hohen Steuersubstraten im Sinn, wie machen sie es dort? Und wie soll es Frankreich schaffen? Das würde mich interessieren. Nein, ich bin vollends überzeugt dass die Schweiz auch diesen Diskurs schaffen wird.

    Jetzt was anderes: Die Abstimmung lief letztes Wochenende. Warum eigentlich so spät? Waren sich die Wirtschaftsverbände, bürgerliche Parteien so sicher dass das Wählervolk Ja abstimmen würden? Oder war da Taktik dabei um die erpresserischen Forderungen noch besser durchzubringen? Das Volk jedenfalls hat sich nicht beirren lassen und das ist richtig so.
     
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  4. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Schweden hat 22 %, notabene 3 % weniger als Deutschland oder Österreich. Dazu müsste man jeweils immer noch genau die Abschreibungsmöglichkeiten beachten in den einzelnen Ländern, z.T. gibt es auch Freibeträge.
    Asien ist m.E. nur sinnvoll in Singapur. Alle anderen Länder sind zumindest für KMU's genauer anzuschauen, weil man Einheimische mit an Bord haben muss. Interessant wären ja nun die Emirate, 0 % und man braucht keinen Araber mehr als Sponsor. Konkurrenz für uns sind natürlich auch Holdingstrukturen innerhalb der EU, zum Bsp. Holland. Malta ist auch ganz recht interessant, aber ein bisschen kompliziert. Ich tippe eher auf Konkurrenz aus England oder den USA in Zukunft. Aber per Saldo ist die Schweiz schon sehr gut, weil moderat und politisch stabil, wenn Fluri & Co. nicht die Demokratie abschaffen würden.

    Ja, ist mir auch aufgefallen.
    Wenn man doch schon Anhaltspunkte hat von der OECD und EU für einen Termin, dann hätte man schneller sein müssen, weil verantwortungsvolle Politik würde auch heißen den Fall B einzukalkulieren. Insofern ist hier schon eine gewisse Unbekümmertheit oder gar Überheblichkeit festzustellen.

    C.
     
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  5. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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