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Unternehmens Steuerreform 3

Dieses Thema im Forum "Initiativen / Abstimmungen / Wahlen" wurde erstellt von Beat, 17. 01. 2017.

Unternehmens Steuerreform 3 4 5 3votes
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  1. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Du hast recht, "Schlpflöcher" ist ein etwas unglücklicher Begriff. Deswegen habe ich ihn in meinen vorherigen Beiträgen jeweils auch versucht mit etwas sperrigen Umschreibungen wie "Selbstbereicherungs-Tricks" zu umschreiben.

    Was gemeint ist, dürfte hingegen klar sein: Die zusätzlichen "Instrumente" welche für nicht kompensierte Steuerausfälle führen (zinsbereinigte Gewinnsteuer) bzw. der Verzicht auf notwendige Gegenfinanzierung (Dividendenbesteuerung). Auszuarbeiten war eine Reform, bei der die Steuerlast _kostenneutral_ fairer verteilt wird, nicht eine Reform, bei der am Ende die grossen Konzerne auf Kosten der Staatshaushalts und der Allgemeinheit Steuern sparen. Dieses von den Bürgerlichen gezielt eingebaute Ungleichgewicht wurde vom Volk heute verworfen.
     
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  2. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Die zinsbereinigte Gewinnsteuer ist aber eine Kleinigkeit auf den gesamten Betrag. Im Übrigen sollte es auch nicht ein Privileg der Konzerne sein zu forschen und zu entwickeln unter besseren Bedingungen als die KMU's. Natürlich kann man die Dividendenbesteuerung erhöhen. Unter dem Strich gibt dies wegen dem internationalen Steuerwettbewerb aber nicht Mehreinnahmen, sondern Finanzlöcher im Steuersubstrat. So einfach ist die Rechnung eben nicht.

    C.
     
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  3. monokel

    monokel

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    Die Aussage von Frau Martello-Blocher vor der USR III Abstimmung war auch so ein Witz. Ich komme mir vor wie ein Schulkind nach dem Motto: Sagst du nicht ja, bekommst du auch nichts.
     
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  4. razzar

    razzar

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    Kinder muss man noch zur Gerechtigkeit erziehen. Aber frag mal die Erwachsenen, wie die sich mit den ständigen Erpressungen und Drohungen, was alles andere als Gerechtigkeit ist, fühlen müssen.
     
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  5. Vox borealis

    Vox borealis Parteilos

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    Die SP hat dem Stimmvolk vorgegaukelt, dass es wegen den "Abzockern" ungeschoren davon komme. Fakt ist: über eine Milliarde Steuereinnahmen gehen Bund, Kantonen und Gemeinden verloren, so der so. Darüber ist man sich auch bei der SP einig. Weil von den von der OECD und EU kritisierten Steuerprivilegien für Firmen vor allem die Personenbesteuerung profitiert, wird es auch hauptsächlich sie sein, die diese 1,1 Milliarden CHF Steuerausfälle stemmen muss.Oder dann hat der Wirtschaftsstandort Schweiz im Wettbewerb ausgedient:mad:.

    Verwirrung hat u.a. BR Maurer in der SRF-Arena mit einer sehr schwachen Nummer gestiftet. Er hätte besser die federführende Kraft der USR III, nämlich die sozialdemokratische Finanzdirektorin des Kantons BS Eva Herzog auftreten lassen. Sie hätte überzeugend kommunizieren können, dass die meisten der von ihrer eigenen Partei kritisierten Abzugsmöglichkeiten mit genügend vielen Auflagen verbunden waren, so dass sie sich nur wenige Unternehmen hätten leisten können. Oder meinst du, hat Eva Herzog, im Herbst 2016 mit dem besten Resultat als Regierungsrätin im grünrot regierten BS wiedergewählt, ihre sozialdemokratische Seele an die behaupteten Abzocker verkauft?

    Wenn ja: verzell das bitte dem Fährima, wie wir in Basel sagen!:D
    Ja, ich bin jetzt ein schlechter Verlierer, aber einer der es wenigstens jetzt wagt, die SPS Linkspopulisten zu nennen.
     
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  6. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Derlei Behauptungen scheint das Volk offenbar diesmal nicht mehr geschluckt zu haben.
    Könnte evt. daran liegen, dass es sich doch noch knapp daran erinnert hat, wie krass es von den Bürgerlichen seinerzeit bei der USR II verarscht wurde ;)

    Vorhin am Radio haben sie übrigens eine Umfrage in der Beiz von Albert Röstis Berner SVP-Dorf gemacht. Von den Stammtisch-SVPlern da hat keiner für die USR III gestimmt. Die fanden, dass diese volksfernen Eliten in Bern doch sowieso nur wieder zu den Grosskonzernen schauen würden. Dass die "Hochfinanz" alles geschenkt bekommt. Und dass am Ender der Mittelstand und die Büezer dafür zahlen, was den Reichen geschenkt wird. Ooops! Ist das Vertrauen zwischen SVP-Propagandaabteilung und SVP-Wahlvolk erstmal (endlich!) angeknackst, schlagen die "populistischen Geister die man rief" offenbar genüsslich zurück. Alles lässt sich eben auch der SVP-Wähler von seinen "Führern" nicht mehr gefallen.


    Es dürfte allerdings klar sein, dass in unserem Land keine realistische Aussicht auf eine Steuerreform ganz nach SP-Gusto besteht.
    Insofern: Was hättest du denn erwartet? Hätte die SP eine völlig kompromisslose Haltung einnehmen sollen und jede Massnahme torpedieren, die einen Steuerausfall beinhaltet hätte?

    Was Eva Herzog angeht: Ich vermute mal, sie hat vor allem in ihrer Rolle als Finanzdirektion von Basel Stadt gedacht. Einer Stadt ohne Land-Anhang, dafür mit einer hohen Dichte an internationalen Konzerne. Wollte Frau Herzog unbedingt diese USR III, oder wollte sie einfach vor allem möglichst schnell eine USR III, bevor die Pharma einen Schnupfen kriegt?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. 02. 2017
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  7. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    RR Eva Herzog hätte sicherlich gut argumentiert, jedoch hätte sie kaum linke Stimmen überzeugen können, auf jeden Fall nicht genügend um diesen Abstand einzuholen. Mit BR Maurer hat man jemand gehabt, der viel Vertrauen in der SVP Basis genießt. Trotzdem hat dies nicht überzeugt, weil die meisten ohnehin keine Fachkenntnisse diesbezüglich haben und nur auf Vertrauen zustimmen könnten. Entscheidend war natürlich, dass die Hälfte der SVP Wähler dem Votum die Reform abzulehnen zugestimmt haben. Dies ist zu einem Großteil darauf zurückzuführen, dass das Parlament einen offenen Verfassungsbruch bei der MEI zelebrierte und die "Institution Volksrechte" aufs Übelste verhöhnte. Ausgerechnet die, welche demokratische Institutionen vordergründig immer hochhalten. Ich kann die Sprüche von Rechtsstaat, Menschenrechten, Respekt vor der Verfassung gar nicht mehr hören, weil verlogen bis zum geht nicht mehr. So gibt es halt Gegenreaktionen "gegen die da oben" und man glaubt gar nichts mehr. Der Schaden ist enorm, sehe ich auch so.

    C.
     
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