1. Willkommen auf POLITIK-FORUM.CH - der grössten interaktiven Politik-Plattform der Schweiz

    Über 3`600 registrierte Mitglieder, 6`800 Themen und 320`000 Beiträge!

    Folgen Sie uns auf Google+ / Twitter / Facebook
  2. Zutreffendes Statement von Benutzer Tapir mit 1800 Beiträgen an ein neues Mitglied:

    "Wenn du tatsächlich fundierte Kritik übst, dann hat wohl niemand etwas dagegen. Grundsätzlich üben wir hier eine Art "Selbstmoderation"
    Dieses Forum funktioniert, weil die User die Grenzen des Anstands kennen und (meist) wahren.
    Von Zeit zu Zeit geraten sich die User indes persönlich etwas in die Haare; sei davon nicht irritiert - man kennt und neckt sich hier teilweise schon ein Jahrzehnt."

Türkei reif für Europa?

Dieses Thema im Forum "Internationale Medien und Schlagzeilen" wurde erstellt von tapir, 29. 03. 2006.

Türkei reif für Europa? 4.3 5 4votes
4.3/5, 4 Bewertungen

  1. tapir

    tapir Parteilos

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    6. 01. 2006
    Beiträge:
    2.296
    Zustimmungen:
    71
    Geschlecht:
    männlich
    Ort:
    Zürich
    Ein Dauerbrenner: Ist die Türkei reif für Europa? Zweifel, die viele EU-Bürger seit langem hegen, werden nun von einer türkischen Studie genährt. In Fragen zur Toleranz und zur Gleichberechtigung belegt die Türkei im Vergleich zu den EU-Staaten meist einen der hintersten Ränge, gleichwohl sie nicht überall das Schlusslicht bildet.

    http://www.taz.de/pt/2006/03/30/a0102.1/text

    Es sei angemerkt, dass der TAZ-Artikel (und die zu Grunde liegende türkische Studie) hierbei nicht auf wirtschaftliche Eckdaten der Türkei eingeht. Doch auch darüber ist wohl zu debattieren...
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  2. sebi1742

    sebi1742

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    1. 02. 2006
    Beiträge:
    376
    Zustimmungen:
    0
    ja
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  3. felixkohl

    felixkohl

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    2. 02. 2006
    Beiträge:
    2.830
    Zustimmungen:
    0
    Auf der einen Seite ist die EU der grösste politische Wurf des ausgehenden 20.Jh. Bis heute sind eine Vielzahl politisch unabhängiger Staaten aus freien Stücken zusammengerückt. 350 Mio Menschen verschiedenster Kulturen, deren Vorfahren sich in unzähligen Kriegen gegenseitig abschlachteten.
    Ich denke, dass viele diese grosse Leistung kaum ermessen können.
    Die Ironie daran ist, dass die internationalen wirtschaftlichen Interessen (heute global) der treibende Motor waren und die traditionelle Nationalpolitiken eher versagt haben. Diesselben wirtschaftlichen Interessen sind aber auch gleichzeitig die Fallgrube für die Europäische Idee. Denn wenn die BürgerInnen und Regierungen nur die ökonom. Vorteile anstreben und gleichzeitig die europäische kulturelle Identität negieren, bleibt die EU ein Papiertieger aus Verträgen.
    Was hat das mit der Türkei zu tun?
    Die EU braucht eine Identität, von der Basis aus. Die Menschen müssen sich damit identifizieren können und einen kulturellen gemeinsamen Basiswert finden. Erst dann entscheidet sich, ob die Türkei und die Türken in so einem Europa auch zuhause sind, ob sie in ein solches Europa leben wollen und letztlich ob ein solches Europa nicht nur Forderungen stellt, sondern auch die Grösse hat, sich für eine
    Erweiterung zu öffnen.
    Geostrategisch wäre die Türkei für Europa interessant, da es eine Art Scharnier zum Arabisch-Persischen Kulturkreis böte. Eine Verbindung zu den uns doch so fremden muslimischen Ländern. Und ein Zugang zum Öl.
    Andererseits geht damit eine zunehmende Verfremdung einher. Bestimmt können Brücken geschlagen werden. Andererseits macht man aus Türken keine Schwaben.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  4. AlphaPapaGolf

    AlphaPapaGolf

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    2. 06. 2005
    Beiträge:
    2.179
    Zustimmungen:
    0
    Die Türkei kann keine
    übernehmen. Sie gehört zum islamischen Kulturkreis. Punkt.
    Alles schönreden hilft nicht über die Tatsache hinwegzusehen, dass Okzident und Orient niemals in ein gemeinsames Lotterbett steigen können.
    Der weitere Verlauf der bereits jetzt gestörten Beziehungen (Ursache bei der militanten Haltung der Muslime zu finden) wird auch Unbelehrbare, Gutmenschen und MultiKultis davon überzeugen.
    Wir müssen aus beiderseitigem Interesse getrennte Wege gehen.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  5. Sindbad_

    Sindbad_

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    28. 03. 2006
    Beiträge:
    1.732
    Zustimmungen:
    0
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  6. dany4

    dany4

    Benutzer
    Registriert seit:
    11. 03. 2006
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    0
    @felixkohl

    Ich teile Deine Einschätzung. Der Kulturelle Brückenschlag ist allerdings kein einfaches Unternehmen und wird zeitlich sicher nicht im nächsten Jahrzehnt zu schaffen sein. Diesbezüglich ist ein EU-Beitritt der Türkei kursfristig sicher eher heikel.

    @APG

    Ich hoffe, auch Du lernst es noch, dass es nicht nur schwarz und weiss gibt. Dies könnte dafür sorgen, dass Du auch über das nachdenkst was Du hier zum besten gibst.
    Bis dahin werde ich mich wohl damit abfinden müssen Deine rechtspopulistischen, aus irgendwelchen Naziblättern abgekupferten Meinungen ertragen zu müssen.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  7. tapir

    tapir Parteilos

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    6. 01. 2006
    Beiträge:
    2.296
    Zustimmungen:
    71
    Geschlecht:
    männlich
    Ort:
    Zürich
    Ich glabe, dass die EU mit dem Erweiterungskurs generell viel zu überstürzt gehandelt hat. Bulgarien und Rumänien sind meines Erachtens ebenfalls nicht reif für den Klub - derart kriminell und korrupt geht es dort zu und her.

    Ich empfand schon die Aufnahme Ungarns, der Slowakei und der baltischen Staaten als überhastet.

    Aber die Versprechen profilierungssüchtiger Gockel aus Brüssel und Strassburg wollen eingelöst sein. Auch wenn dadurch der Weiterbestand dieser guten Idee sehr ungewiss werden kann.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
Thema bewerten:
/5,

Diese Seite empfehlen