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Stopp-Offroader-Initiative

Dieses Thema im Forum "Verkehrspolitik" wurde erstellt von Michael, 23. 08. 2008.

Stopp-Offroader-Initiative 4.3 5 4votes
4.3/5, 4 Bewertungen

?

Sind Sie für die Initiative "für menschenfreundliche Mobilität"?

  1. Ja, schwere PWs sind gefährlich und umweltschädlich

    33,3%
  2. Nein, diese Fahrzeuge sind zwar problematisch, aber ein Verbot ist der falsche Ansatz

    38,9%
  3. Nein, die Initiative greift zu stark in die persönliche Freiheit ein

    33,3%
Eine Auswahl mehrerer Antworten ist erlaubt.
  1. Michael

    Michael *********

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    Hallo zusammen,

    Am 25. August wird die Stopp-Offroader-Initiative (korrekt: Initiave für menschenfreundliche Mobilität) der Jungen Grünen der Bundeskanzlei übergeben. Es geht darum den Verkauf von Personenwagen mit einer gefährlichen Frontpartie, einem CO2-Ausstoss über 250g/km und einem Feinstaubausstoss über 2.5mg/km zu verbieten. Bereits gekaufte Fahrzeuge, welche unter diese Bestimmungen fallen, dürfen weiterhin gefahren werden, allerdings mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf der Autobahn.

    Bereits jetzt hat die Initiative kontroverse Diskussionen ausgelöst. Darunter geht es u. a. um die Frage der Freiheit des Einzelnen, die schon beim Thema Rauchverbote zur Debatte steht.

    Die Befürworter argumentieren, dass schwere Personenwagen eine unnötige Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen. Zudem wird die Umwelt durch diese Fahrzeug überdurchschnittlich stark belastet. Es sei keine Einschränkung der Mobilität auf andere sicherere und umweltfreundlichere Fahrzeuge umzusteigen.

    Die Gegner argumentieren, dass das Verbot ein zu grosser Einschnitt in die persönliche Freiheit sei. Die Menschen müssen eigenverantwortlich handeln. Das sei sinnvollere als staatliche Reglementierungen. Ausserdem werde am falschen Ort angesetzt. Ein Verbot von Offroadern und Sportwagen diene nicht den angestrebten Zielen der Initianten.

    Was ist eure Meinung zu diesem Thema?

    Diskussionen dazu gabs u. a. in der Rundschau und im Club.
    http://www.sf.tv/var/videos.php

    Grüsse, Michael
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. 08. 2008
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  2. Sam

    Sam fdp

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    AW: Stopp-Offroader-Initiative

    Ein Offroader Verbot stellt einen (zu!) krassen Einschnitt in die Freiheit des Einzelnen dar.
    Ich finde es unglaublich, wie die Jungen Grünen sich anmassen, uns ihren Lebensstil aufzudrücken.
     
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  3. fragile

    fragile Erfahrener Benutzer Keine_Parteiangabe

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    AW: Stopp-Offroader-Initiative

    Gegenfrage: Und wie anmassend ist es vom Benutzer eines viel zu grossen Autos, für sich und sein Hobby doppelt so viel Platz zu beanspruchen, die Umwelt doppelt so hoch zu belasten, und für alle anderen Verkehrsteilnehmer eine doppelt so grosse Gefahr darzustellen als nötig?

    WER ist anmassender: die 10% Offroader-Besitzer der anderen, vernünftigeren & bescheideneren Mehrheit gegenüber; oder diese Mehrheit jenen Besitzern gegenüber?

    WER drückt hier WEM "seinen Lebensstil" auf?
     
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  4. Beat

    Beat Parteilos

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    AW: Stopp-Offroader-Initiative

    :daumenobe Zwar stimmt die Stossrichtung, ein zusätzliches Verbot in der Verfassung ist aber dieser unwürdig. Ich möchte nicht aus der Verfassung ein Sammelsurium von Verboten machen (Offroaderverbot, Minarettverbot, etc.). :daumenunt

    :cool: Der aktuelle Trend der Erdölpreise wird den Unfug mit den Benzinfressern schon selbst regeln. Die Amerikaner, die total in Offroader vernarrt sind, steigen in Massen auf andere Fahrzeuge um. Das wird auch hier geschehen.

    :warnung: Es kommt dazu, dass der Initiativtext sehr unklar abgefasst ist. Es gibt Rechtsexperten, die sagen, dass man den Text auch im gegenteiligen Sinn interpretieren kann. Aber grundsätzlich hat ein solches Anliegen nichts in der Verfassung zu suchen.
     
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  5. Michael

    Michael *********

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    AW: Stopp-Offroader-Initiative

    Beim Benzinverbrauch wäre es besser beim Preis anzusetzen (der ja gemäss aktuellen Studien etwa bei 5-10 Fr.(!)/Liter liegen müsste), aber was die Sicherheit angeht, führt m. E. kein Weg an einem Verbot vorbei. Das Verbot wird ja über Umweltverträglichkeits- und Sicherheitskriterien definiert, es geht folglich eher um neue Standards als ein Verbot.

    Der Trend geht ganz klar in Richtung mehr Effizienz, was aus ökologischer und ökonomischer Sicht ganz klar Sinn macht. Solange solche Boliden (z. T. in rücksichtsloser Manier) auf den Strassen herumkurven, wird es aber schwierig sein kleinere, leichtere und spritsparendere Fahrzeuge zu verkaufen bzw. überhaupt erst zu entwickeln.

    Die Gegner der Initiative begreifen offenbar nicht, dass ihre persönliche Freiheit die Freiheit ihrer Mitbürger einschränkt und zwar unverhältnismässig stark.
     
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  6. fragile

    fragile Erfahrener Benutzer Keine_Parteiangabe

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    AW: Stopp-Offroader-Initiative

    Mit dem genauen Text der Initiative habe ich mich (noch) nicht befasst. Ich weiss einzig, dass die (ehemalige) Autopartei auf die etwas spitzfindige Interpretation kommt, der in der Initiative erwähnte "Minimalstandard" bedeute, für Autos würden damit neue Minimal-Verbrauchswerte festgelegt.

    Weiter: Ob die Initiative in genau ihrem Wortlaut in die Verfassung gehört - davon bin ich auch nicht so überzeugt.

    Dass es aber wenig Sinn macht, gegen eine gesetzliche Regelung zu opponieren, die ohnehin demnächst in der EU festgelegt wird, scheint mir klar: Es macht wenig Sinn, hier ein Auto zu kaufen, mit welchem man die Schweiz nur noch per Flugzeug verlassen darf... ( ;) ) - wobei: Über den Wolken soll die Freiheit offenbar grenzenlos sein: Das Argument der Freiheits-Einschänkung könnte also kaum mehr eingebracht werden.

    Schade: Wir kennen keine Gesetzesinitiative - folglich können solche Anliegen nur per Verfassungsinitiative eingebracht werden...

    Also: Ich fände es eigentlich auch sinnvoller, via Zulassungsvorschriften einen Maximalverbrauch pro kg Nutzlast festzuschreiben; sowie die Verkehrssicherheit durch Vorschriften bzgl. Knautschzonen, Stossstangenhöhe, u.ä. zu erhöhen. Derlei Vorschriften gibt es schon zuhauf: Sie müssten nur den heutigen gegebenheiten und den neueren Erkenntnissen angepasst werden.

    So hoffe ich, dass diese Initiative dazu führt, dass dies endlich gemacht wird.
     
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  7. Mackay

    Mackay Guest

    Neuer Benutzer
    AW: Stopp-Offroader-Initiative

    Die Freiheit eines einzelnen geht nur soweit bis sie die Freiheit der anderen nicht beeinträchtigt. Genau wie beim Rauchverbot. (Darum werde ich übrigens die Lungeninitiative am 28 Sept. in Zürich unterstützen und nicht den Gegenvorschlag.)

    Offroader sind vorallem in der Stadt sinnlos, aber wer würde Geschwindigkeitsregeln bei einzelnen Autos überwachen und vorallem wie???
    Ich habe sowieso aufs Velo umgestellt. Bei steigenden öV Tarifen in ZH und steigenden Benznpreisen bin ich besser mit dem Velo unterwegs und sogar noch schneller als mit dem öV!!!

    (Das finde ich nebenbei sowieso einen Witz. Wieso erhöht man die ZVV Tarife und will gleichzeitig die Autofahrer au den öV locken? Passt irgendwie nicht zusammen.)

    Ich kann mich soweit Beat anschliessen. Wir sollten in unserer Verfassung nicht nur Verbote auflisten.
    Schlussendlich bringt auch ein Verbot von Offroadern nicht wirklich viel, vielmehr sollten wir wie fast überall die Forschung vorantreiben um bessere Fahrzeuge zu entwickeln mit besseren Antriebsstoffen.

    Ein Offroader ist in der Stadt ein unnötiger Luxus der die öffentliche Gesundheit schädigen kann. Mann muss etwas unternehmen, aber ob Verbotsinitiativen der richtige Weg sind wage ich zu bezweifeln.


    LG Mackay
     
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