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SBB-Cargo: systematische Demontierung.

Dieses Thema im Forum "Verkehrspolitik" wurde erstellt von Robert Keller, 7. 05. 2006.

SBB-Cargo: systematische Demontierung. 4.3 5 4votes
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  1. Robert Keller

    Robert Keller

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    SBB-Cargo wird systematisch demontiert – nicht zuletzt durch unprofessionelle Vorgehen von Cargo-Chef Daniel Nordmann, dafür mit topmodischen Management-Methoden.
    Substanzielle Bereiche werden ausgelagert, die strukturellen Grundpfeiler des Unternehmens privatisiert, nachdem viel Geld in Infrastruktur investiert worden ist...
    Natürlich leidet unter diesen Umständen die Service-Qualität und auch das Vertrauen der bisher treuen Kunden; speziell nachdem ohne lang zu fackeln Verladestationen gestrichen worden sind. Ein Dienstleister, der seine Kernkompetenzen auslagert, macht dies meistens nur aus willfähiger Gefällikeit. Denn weniger SBB heisst mehr Verkäufe für die Auto und Lastwagenhersteller und die riesiege Zulieferindustrie. Schade, dass nun auch noch die SBB Cargo zerfleischt wird.
     
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  2. stephan maier

    stephan maier

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    AW: SBB-Cargo: systematische Demontierung.

    Ich bin nun seit fast 30 Jahre in der Spedition tätig und konnte den Untergang dieser Firma 1:1 miterleben. Die haben wirklich nichts ausgelassen um Ihre Kunden zu verägern. Was man aber auch zugute halten muss ist, dass es für die SBB-Cargo immer schwieriger geworden ist ihre Kunden zu bedienen, da sie immer mehr durch den Personentransport von der Schiene geschoben wurde.
    Das andere Elend kommt von den Empfängern. Heute ist es so, etwas überspitz geschrieben, dass der Arzt den Faden dann bestellt, wenn er den Patienten aufschneidet und beim zunähen muss der Faden dann geliefert sein.
    Der Lieferant wird immer mehr zum Generaldienstleister.
    Es müssen Gestelle aufgefüllt und der Abfall gleich wieder mitgenommen werden usw. Sendungen werden heute um 17:00 geladen und müssen morgen um 7:30 zugestellt sein. Selbstverständlich darf das ganze dafür nichts Kosten.
     
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  3. Stefan

    Stefan

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    AW: SBB-Cargo: systematische Demontierung.

    Ich denke, in letzter Zeit ist es für die SBB Cargo sicher schwerer geworden, auf dem Markt zu bestehen. So hat sie sich nun - anders als noch vor wenigen Jahren - gegen mehrere Konkurrenten zu behaupten - die RM oder die Deutsche Bahn etwa (die lieber mit der BLS als mit der SBB zusammenarbeitet). Der Entscheid, kleinere Verladestationen zu streichen, erachte ich aber nicht als sinnvoll. Im Gegenteil, das muss doch der Vorteil von SBB Cargo gegenüber den Konkurrenten sein, praktisch überall in der Schweiz Verladestationen betreiben zu können. Es stellt sich hier sicher die Frage, ob der Schienengüterverkehr nicht eine der "Rubriken" sein sollen, die der Bund stützt, egal, ob sie Verluste einfahren oder nicht. Denn es ist ja in unser aller Interesse, möglichst viele Güter über die Schiene zu transportieren. Mit dem Entscheid, kleine Verladestationen zu streichen, bekommen beispielsweise kleinere Dörfer nun erheblich mehr Lärm und Emissionen zu spüren.
     
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  4. stephan maier

    stephan maier

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    AW: SBB-Cargo: systematische Demontierung.

    Die SBB Cargo hat sich schon vor Jahren von den kleinen Bahnhöfen verabschiedet. Cargo Domizil wird sehr häufig über die Strasse gefahren. So kann es vorkommen, dass eine Sendung in das Nachbardorf über 10 Km. Distanz bis zu 100 Kilometer auf der Strasse gefahren wird. So unterscheiden sich die Bahn- und der Strassen- Spediteur kaum noch und daher kann sich die Frage gestellt werden, ob es sich rechtfertigt, dass der eine Bundesgelder bekommen soll und der andere mit immer mehr Abgaben belastet wird, obwohl sie den gleichen Transportweg benutzen.
    Wir können den Gedanken noch weiter spinnen und den Firmen die noch ein Lager halten auch noch etwas Geld zuhalten, schlussendlich verursachen die Firmen welche ihr Lager auf die Strasse verlagern, für den vielen Verkehr.
     
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  5. Andreas

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    AW: SBB-Cargo: systematische Demontierung.

    Irgendwie hat SBB-Chargo auf zu viele Konzepte gesetzt und ist längst auseinandergebrochen (konzeptmässig).
    In der Privatwirtschaft wäre dies der letzte Moment einer umfassenden, radikalen Sanierung (sofern genügend Reserven vorhanden sind) oder das Ende!
     
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  6. aristo

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    AW: SBB-Cargo: systematische Demontierung?

    Das es anders ginge beweist Rail Cargo Austria


    Mit dem MOBILER ist es Rail Cargo Austria geglückt, die Vorteile des Schienen- und Straßengüterverkehrs sinnvoll in einem System zu bündeln. Mit dem MOBILER kommt die Bahn zum Kunden, egal ob ein Bahnanschluss vorhanden ist oder nicht. Mit einem speziellen MOBILER-Lkw werden Ihre Güter abgeholt und zur nächsten Verlademöglichkeit transportiert, von wo dann der Transport auf Schienen weitergeführt wird.

    http://www.railcargo.at/de/Unsere_Leistungen/Intermodal/Mobiler/index.jsp
     
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  7. Andreas

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    AW: SBB-Cargo: systematische Demontierung.

    So etwas gibt es auch mit der SBB. Hast Du die Lastwagen noch nie gesehen.

    Das Problem hier scheint mir die Unzerstöhrbarkeit zu sein! Die SBB Cargo ist einfach nicht Betriebswirtschaftlich geführt.

    Sollte sie das überhaupt?
     
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