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Politischer Zuwachs.

Dieses Thema im Forum "Neu hier?" wurde erstellt von Androygnous, 19. 02. 2015.

Politischer Zuwachs. 4.3 5 3votes
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  1. razzar

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    Abgesehen davon, dass es sicher nicht falsch ist Kinder zu erziehen die auch das Leben von Tieren würdigen, wäre es doch sehr komisch, wenn mit diesem heutigen Wissensstand und Fortschritt kein Fleischersatz zu Stande gebracht werden könnte.
    Beim Atomstrom ist es ja auch der kleverere Fortschritt, der es ausmacht dass wir den Atommüll recyclen werden, oder gar sicherere so ergiebige Stromquellen nutzen. Wieso soll es nicht kluger Fortschritt sein, nicht mehr etwas töten zu wollen nur um es zu essen? Ist es denn falsch ein Leben nicht auslöschen wollen und dafür auf andere Nahrung ausweichen?

    Also aus menschlicher Sicht (bestimmt nicht gezüchtet werden wollen damit uns jemand isst danach), ist es deutlich richtig allgemein das Leben zu würdigen. Und da wir wissenschaftlich den Fortschritt geniessen, guten Ersatz für Fleisch (bis hin zum Schnitzel aus dem Labor) produzieren zu können, stellt sich nur noch die Frage wer denn noch nicht das Leben von Tieren genug respektiert um darauf zu verzichten? Und ich meine das nur sachlich, und es soll keine Schuldzuweisung oder Provokation sein, denn ich bin beim Thema Fleisch essen auch nicht ohne Mitwirken an der Fleischproduktion.
     
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  2. Androygnous

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    Mit der veganen und vegetarischen Ernährung habe ich kein Problem. Was für mich ein Problem darstellt ist der Zwang, Lebewesen in diese Lebenseinstellung rein zu zwängen, denen das kritische Denken fehlt und demnach wehrlos gegenüber der Bevormundung der Eltern sind: also Kinder und Haustiere. Wieso kann man ein Kind - wie es der Physiologie am angenehmsten ist - nicht ausgewogen aber durch Mischkost ernähren und wenn der richtige Zeitpunkt kommt, dem Kind selbst die Entscheidung überlassen, ob es vegetarisch/vegan leben möchte und demnach die entsprechenden Risiken in Kauf nimmt oder ob es beim Verzehr von tierischen Nahrungsmittel bleibt? Was noch viel wahnsinniger an der ganzen Thematik ist, ist die Tatsache dass viele Veganer und Vegetarier an den Lippen von Organisationen wie PETA hängen und jedes einzelne Wort, selbst wenn dieses nachweislich falsch ist, für bare Münze nehmen. Schließlich ist PETA selbst aktiv am Tod zahlreicher Tiere mitverantwortlich. Denn trotz des offenbar hohen Budgets der Organisation, schaffen sie es nicht, die bei ihnen abgegebenen Tiere unterzubringen. Die Folge: die Tiere werden von der Organisation selbst umgebracht, weil sie überfordert sind. Mehr nachzulesen, hier: http://www.petaermordettiere.de/

    Ich habe selber manche Videos gesehen, die den Alltag in Schlachthöfen zeigen und ich habe auch schon gesehen, wie klassische Massentierhaltung abläuft. Nichts desto trotz habe ich kein Problem damit, Fleisch zu konsumieren, welches selbst aus Massentierhaltung kommt - ist für mich als Student eine Preisfrage. Für mich zählt momentan nur, so billig wie möglich an Nahrungsmittel zu gelangen. Alles andere kann ich mit meinem Gewissen vereinbaren. Da gibt es halt unterschiedliche Hemmschwellen, meine liegt deutlich tiefer als bei anderen.

    Wenn syntetisches Fleisch soweit entwickelt ist, dass es zu einem guten Preis an die breite Masse verkauft werden kann und mit diesem Produkt auch alles in Ordnung ist, werde ich mir das mal ansehen. Aber bis es soweit ist, dauert das meines Wissens nach noch eine ganze Weile. Noch befinden sich die Preise ja noch fernab jeglicher Normalität.
     
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  3. razzar

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    Weil das Kind nicht selber entscheiden kann ob etwas getötet werden soll für seine Nahrung? Welchen Eltern kann man die Entscheidung übel nehmen, wenn sie lieber Tiere leben lassen und trotzdem das Kind später entscheiden lassen? Sie nehmen nur die Entscheidung im Frühstadion des Kindes, und grundsätzlich wenn Tiere nicht unser Leben gefährden und wir uns wehren müssen, ist es doch immer besser sie Leben zu lassen. So gesehen zwingt man den Kindern das Schlechtere auf ohne dass sie entscheiden können.
    Wenn Tiere pflegen profitträchtig wäre, damit genug Platz und Zeit investiert werden kann, wäre es der Traumjob für sehr viele Menschen, und es gäbe kein pflegebedürftiges Tier welches kein gutes Zuhause und kein würdiges Leben hätte. Wenn das fehlende Geld das Problem ist, muss man anderswo ansetzen.
    Verständlich, denn immerhin sind wir seit es uns gibt Fleischesser. Niemand erwartet dass von heute auf morgen alle kein Fleisch mehr essen wollen. Ich sehs ja an mir. Aber ich denke es bedeutet Fortschritt wenn die Menschheit Alternativen erfindet die das Fleisch ersetzen.
    Die Fleischindustrie wird, bis sie dann zusammenbricht, auch noch ein Wörtchen mitzureden haben und so lange wie möglich alles hinausgezögert haben wollen. So wie es halt in der Politik üblich ist.
     
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  4. Pallas Athene

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    Tja, zwingen tut man Kinder, die sich noch nicht selbst ernähren können, aber natürlich auch, wenn man sie mit tierischen Produkten füttert, man kann also nicht behaupten, vegane Ernährung von Kindern sei zwanghafter als eine andere - ob man ihnen Fleisch gibt oder nicht, in beiden Fällen nimmt man ihnen eine Entscheidung ab und entscheidet so, wie man selbst es für richtig hält.
    Ich bin zwar kein solcher "Lippenleser", allerdings es spricht nicht gegen PETA, wenn ihnen wegen ihres guten Rufs Tiere gebracht werden, die wohl ansonsten vernachlässigt worden wären und gelitten hätten, und sie diese dann mangels Ressourcen töten müssen, womit sie ihnen immerhin ein vielleicht schlimmeres Leben ersparen. Natürlich muss PETA auf diese Problematik aufmerksam machen, aber aus diesem Umstand etwas grundsätzlich gegen PETA abzuleiten, die unter dem Strich Tieren doch mehr nützt als schadet, ist wohl übertrieben.
    Du hast also ein Problem damit, beispielsweise Hunde, die man auch vegan ernähren kann und die den Unterschied nicht merken, ebenso zu ernähren, störst dich aber nicht an den bestialischen Haltebedingungen?
    Dir ist schon klar, dass wer solches fördert, aber andere beispielsweise dafür kritisiert, eine gewisse Organisation zu unterstützen, sich auf sehr dünnem argumentativen Eis bewegt?
     
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  5. Androygnous

    Androygnous

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    Das Schlechtere? Wer bestimmt das? Aus dem Standpunkt der Natur ist die Nahrungskette in keiner Weise schlecht. Der Verzehr von Fleisch war maßgeblich dafür verantwortlich, dass unser Gehirn die heutige Größe und Leistungsfähigkeit erreicht hat. Falls gewünscht, suche ich dir gerne den Dialog mit einem Professoren dazu raus - war der Fleischkonsum damals also auch schon schlecht oder ist er erst schlecht, seit wir Tieren im Recht mehr Wert zuordnen als einer 'Sache'? Weiß jemand, wohin der Fleischkonsum uns vielleicht in der Zukunft bringen wird? Um zu den Kindern zurückzukehren: wenn bei Vegetariern und Veganern ein massives Problem mit psychischen Erkrankungen zu erkennen ist, wieso sollte ein Mensch bei klarem Verstand sein Kind auf eine solche Art und Weise ernähren und jenes gesundheitlicher Risiken aussetzen? Es gibt zahlreiche Ernährungsinstitutionen, die Kindern, Schwangeren und Senioren abraten, sich vegan zu ernähren. Seit wann genießt ein Tier eine höhere Relevanz als die Gesundheit des eigenen Kindes?

    Ich verstehe die Prioritäten in dieser Haltung nicht ganz.

    Fehlendes Geld ist ja nicht das Problem. PETA hat ein massives finanzielles Budget. Wo dieses aber landet wenn es in regelmäßigen Abständen teure Models für Werbeplakate finanziert, könnte recht offensichtlich sein.

    Womöglich. Die Tiere wird es aber nicht freuen - existieren Nutztiere wie Schweine doch nur, um uns mit Gütern zu versorgen. Über kurz oder lang würde das das Aussterben dieser Tiere garantieren.

    Mit dem Unterschied, dass eine omnivore Ernährung keinerlei gesundheitliche Bedenken eröffnet, wenn sie ausgewogen erfolgt.

    80% der Tiere die bei Peta abgegeben werden, werden von dieser Organisation umgebracht und du vertritt ernsthaft die Haltung, diese Organisation würde mehr nützen als schaden? Alles klar - lasse ich als deine Meinung stehen. Mich befremdet diese Einstellung allerdings schon.

    Was ist das für ein Vergleich? Begründe mir, wie man Hunde vegan ernähren kann, ohne ihre Gesundheit zu beeinträchtigen. Ich warte gerne auf Fakten.
     
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  6. razzar

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    Wir sind keine Tiere, wir haben uns entwickelt und wir halten grundsätzlich ein Leben auslöschen für schlechter als ein Leben zu schenken und fördern.
    Es "war" einmal und ist Dank des Fortschrittes nicht mehr nötig. Was einmal war muss nicht für ewig gelten. Die Evolution hat schon viele gute Veränderungen gebracht.
    Tja, dasselbe kann man über Alkohol, Fett und sonstige gesundheitsschädliche Dinge sagen, die ein Mensch im Übermass konsumieren kann. Veganer und Vegetarier haben natürlich die Aufgabe ausreichend Alternativen zum Fleisch zu sich zu nehmen. Wenn sie es nicht tun und sich nur einseitig ernähren ohne genug Nährstoffe die im Fleisch enthalten sind, fehlt ihnen etwas.
    Leben auslöschen oder Leben nicht auslöschen?
    Wenn wir fortschrittstechnisch noch nicht in der Lage wären Alternativen zum Fleisch zu finden, wäre dies auch kein Thema.
    Wie üblich, Geld gibts genug für alle, nur wird es nur an einzelne verteilt. Wie gesagt bei diesem von Menschenhand selbstgemachten Problem muss man anderswo ansetzen. Da sind die Menschen die doofen und die Tiere (und Menschen) die Leidtragenden.
    Vegetarisch ist vielleicht auch besser ausgewogen als vegan. Aber ohne Fleisch sollte das machbar sein ohne Schäden zu verursachen.
     
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  7. Pallas Athene

    Pallas Athene Keine_Parteiangabe

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    Wenn eine vegane Ernährung ausgewogen erfolgt, eröffnet sie auch keine gesundheitlichen Bedenken; eine gesunde Ernährung ist keine Frage von vegan/nicht vegan, sondern ist in jedem Fall mit einem gewissen Aufwand verbunden. Es spricht auch nicht gegen die vegane Ernährung, dass man Vitamin B12 und allenfalls Kreatin supplementieren muss - die vegane Ernährung wäre nur an sich mangelhaft, wenn bestimmte in Tierprodukten enthaltene Stoffe nicht anderweitig hergestellt werden könnten oder nur unter grösstem Aufwand; und eine mangelfreie Ernährung erreicht man auch als Omnivore nicht, wenn man nicht Vitamin D von September bis Mai (kommt auf den Breitengrad an) supplementiert.
    Ich gehe mal davon aus, dass diese Tiere bei PETA - einer Tierschutzorganisation - deshalb abgegeben werden, weil sie irgendwelche Defekte aufweisen und sich sonst niemand verantwortlich für sie fühlt oder die Kosten für eine Unterbringung und/oder Behandlung übernähme, mithin diese Tiere schon litten, bevor sie zu PETA kamen und dann dort allenfalls eingeschläfert werden. Es ist ja nicht so, dass PETA bspw. wilde Tiere einfangen und quälen oder töten oder züchten und dann unter unwürdigen Bedingungen halten würde. Das Leid ist hier nicht PETA geschuldet; natürlich wäre es schöner, wenn sie die Tiere behandeln und langfristig unterbringen könnten, aber sie sind nicht für den Zustand verantwortlich, indem es offenbar Tierfreunden wie ihnen besser erscheint, sie zu töten.
    Im Übrigen kenne ich mich mit PETA nicht aus, aber ich nehme sie in meinem unbefangenen Verständnis doch als Organisation wahr, die auf das Leiden von Tieren aufmerksam macht, daher die öffentliche Sensibilität dafür schärft und dadurch den einen oder anderen davon abbringt, sich so zu verhalten, dass Tiere leiden müssen. Aber natürlich kann ich das jetzt nicht konkret belegen.
    http://www.peta.de/studievegetarischehunde#.VO4TaPmG-WE
    Dort geht's auch um vegan ernährte Hunde. Sie scheinen gegenüber den vegetarisch ernährten Hunden nicht abzufallen, auch wenn der Artikel nicht an allen Stellen zwischen Vegetariern und Veganern unterscheidet.
    http://www.vgt.ch/vn/0901/vegane-hunde.htm
    http://www.provegan.info/de/vegan-ernaehrte-haustiere/
    https://vebu.de/themen/gesundheit/v...ephanie-kindermann-vegane-tipps-fuer-den-hund
    http://www.vegane-inspiration.com/hund-vegan.html

    Aber selbst wenn Hunde vegan zu ernähren nicht möglich wäre, ohne dass diese gewisse Mangelerscheinungen aufwiesen, sehe ich nicht, inwiefern das kritikwürdig ist, wenn man andererseits die Massentierhaltung nicht kritisiert und sogar fördert, bei der die Tiere massiv mehr leiden.
     
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