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    "Wenn du tatsächlich fundierte Kritik übst, dann hat wohl niemand etwas dagegen. Grundsätzlich üben wir hier eine Art "Selbstmoderation"
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    Von Zeit zu Zeit geraten sich die User indes persönlich etwas in die Haare; sei davon nicht irritiert - man kennt und neckt sich hier teilweise schon ein Jahrzehnt."

Politischer Zuwachs.

Dieses Thema im Forum "Neu hier?" wurde erstellt von Androygnous, 19. 02. 2015.

Politischer Zuwachs. 4.3 5 3votes
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  1. Androygnous

    Androygnous

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    Hallo zusammen.

    Ich bin 20 Jahre alt, lebe derzeit als Schweizer in Deutschland und absolviere eine Ausbildung zum Informatiker. Der Grund für meinen ausländischen Aufenthalt ist die Beziehung zu meiner Freundin die in Bielefeld lebt. Ich habe mich hier registriert, weil mein Aufenthalt in meinem bisherigen Forum, in dessen ich 5 Jahre meines Lebens an Aktivität investiert habe, zu einem Ende gekommen ist. Diese Tatsache unterliegt vielen Faktoren zugrunde, primär aber an der Überforderung der dortigen Moderation mit politischen Themen. Zur Erklärung: jenes Forum war ein Gaming-Forum mit einem Unterforum für politische Themen, aber die Zielgruppe bedarf nun mal einer Moderation die mit politischen Relevanzen nicht ausgattetet sein muss. Demnach ist es nicht weiter verwunderlich, dass die damit zusammenhängende Überforderung in der Moderation politischer Bereiche zu einer Sperrung geführt haben, die damit begründet wurde, ich würde Hetze gegen den Islam betreiben, wobei Begriffe Hetze und fundierte Kritik in diesem Zusammenhang fadenscheinig ausgetauscht wurden. Im Nachhinein vermute ich, dass die wohl grösste Problematik war, dass in Deutschland aufgrund seiner Historie mit gewissen Themen ein anderer Umgang als in der Schweiz herrscht. So kann Kritik an einer Religion sehr schnell zum unreflektierten Rassismus werden - natürlich auch nur, wenn man außer Acht lässt, dass Religionen keine Rasse darstellen und in diesem expliziten Falle der Islam eine Religion darstellt, die tatsächlich auch aufgrund jüngster Ereignisse die medial stark aufgebauscht wurden, stark in der Kritik steht.

    Somit kommen wir auch gleich zu dem, was ich mitbringe: ein hohes politisches Interesse, welches durch meinen Aufenthalt in zahlreichen Foren geweckt wurde und sich seitdem ständig weiterentwickelt hat. So war ich im Jahre 2010 noch eine Person, die Religionen per se in Schutz nahm und auch an zahlreiche Verschwörungstheorien glaubte. Heute bin ich gegenüber Religionen stark kritisch eingestellt und kann solchen kruden Theorien wie jenen die dem 11. September einen "Inside-Job" zuordnen, nichts mehr abgewinnen. Das hängt zu einem großen Teil natürlich damit zusammen, dass ich mit 15 Jahren aufgrund fehlender Erfahrungen ein anderes Weltbild hatte, aber auch damit, dass ich mich seitdem stark über viele Themen informiert habe und auch noch heute selbstkritisch Recherche betreibe und mein eigenes Weltbild regelmäßig selbst hinterfrage.

    Aus diesem Grunde bezeichne ich mich auch als Freidenker. Nun, zu Themen die mein Interesse entfachen, gehören Religionen per se, explizit und im besonderen aber Islam. Wer sich nun darüber wundert, wieso dem so ist, dem rate ich nur, sich die medialen Berichterstattungen der letzten Monate anzuschauen - dem wird ein Licht aufgehen. Aber selbstverständlich werde ich im Laufe der Zeit hier meine Position vertreten und erklären. Ich habe mich auch mit Themen wie Veganismus auseinandergesetzt, dem ich selbst ebenfalls kritisch gegenüberstehe oder auch mit Atomenergie, welche ich wiederum positiv aufnehme. Was auch sehr stark in mein Interessengebiet fällt ist die Gleichberechtigung aller Lebensformen in unserer Gesellschaft. Da sehe ich starke Mängel überall in der Welt, und da setze ich mich auch stark dafür ein. Wie man also sieht: ich vertrete in einigen Themen eine konservative Haltung und in anderen wiederum eine liberale. Aus diesem Grunde kann ich mich auch nicht klar in eine politische Richtung einordnen - bei mir ist Schubladendenken keinesfalls gerechtfertigt. Trotz allem sympathisiere ich eher mit der SVP - auch aufgrund der Vorstösse im Bezug auf den Islam und wegen der Position in der Migrationspolitik, hängt aber vielleicht auch damit zusammen dass mein familiäres Umfeld jener Partei angehört.

    Zu meiner eigenen Person noch: ich spiele gerne Schach und obwohl ich nun eine längere Zeit mein Hobby pausiert habe, würde ich meine Fähigkeit in diesem Spiel noch immer als überdurchschnittlich einstufen. Ich spiele sehr gerne Videospiele und - was natürlich klar ist - ich deklariere politische Themen als leidenschaftliches Hobby. Ich habe in meinem Leben bisher schon viele Entwicklungen durchgemacht und sehe mich als talentierten Diskussionspartner, vor allem was die rhetorischen sowie argumentativen Ausarbeitungen meiner Beiträge angeht und ich bemühe mich, nach journalistischen Standards zu arbeiten: also Quellen zu unterlegen und begründete, fundierte Beiträge zu schreiben.

    Zu guter Letzt: ich bin transsexuell 'mtf', stehe allerdings noch am Anfang meiner Entwicklung und thematisiere dies bereits mit meinem Psychotherapeuten. Ich dachte mir, ich spreche dieses Thema offen an, weil es vorkommen kann, dass ich mich - wenn nicht jetzt dann in ein paar Monaten wenn ich weiter bin - als Frau darstelle. Ich habe mich in vorherigen Foren ohne Erklärungen zu meiner Identität von vornherein nur als Frau ausgegeben und das führte dann zu vielen Problemen, weil ich eben keine biologische Frau bin und juristisch gesehen halt immer noch ein Mann, trotz meiner Empfinden. Ich werde äußerlich auch immer noch als Mann erkannt und meine Stimme ist auch nicht wirklich feminin. Daher halte ich das auch hier möglichst klar, um Verwirrungen vorzubeugen. Für den Fall, dass sich hier Freundschaften kristallisieren, will ich mich vor denen dann nicht rechtfertigen müssen... Ich würde mich natürlich trotz allem darüber freuen, wenn ich als Frau anerkannt und akzeptiert werde - nur deswegen gehe ich diesen ganzen Prozess ja durch.

    Freundliche Grüsse, Androgynous.
    Der Name leitet sich im übrigen von eben diesem Thema ab. Also auf Deutsch 'androgyn' - Merkmale beider Geschlechter in sich vereinend und das werde ich zu irgendeinem Zeitpunkt wohl auch sein...
     
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  2. tapir

    tapir Parteilos

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    Wenn du tatsächlich fundierte Kritik übst (was bei diesem Thema nicht allzu schwer sein dürfte), dann hat wohl niemand etwas dagegen. Grundsätzlich üben wir hier eine Art "Selbstmoderation": Dieses Forum funktioniert, weil die User die Grenzen des Anstands kennen und (meist) wahren.

    Ich bin mir sicher, dass du das auch schaffst.

    Von Zeit zu Zeit geraten sich die User indes persönlich etwas in die Haare; sei davon nicht irritiert - man kennt und neckt sich hier teilweise schon ein Jahrzehnt.
    Gruss
     
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  3. razzar

    razzar

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    Kommt darauf an an wem man die Kritik ausübt. Ein an das Gute einer Religion glaubender Moslem, der nicht Krieg und Mord an Anderen und grössenwahnsinnige Eroberungen ausführen will, hat so wenig Kritik verdient wie ein selber Christ oder Jude.
    Kritik daran, dass man den "Schäfchen" einreden will, dass alle Anderen schlecht seien, ist aber entsprechend tollerierbar.
    So gesehen empfinde ich Religionen als Machtinstrument um die "Schäfchen" für Machterhaltung oder -erweiterung zu missbrauchen. Die "Schäfchen" sterben gerne im Krieg, weil sie ein ewiges Paradies nach dem irdischen Leben erwartet, weil ihnen eingeprägt wurde dass sie das richtige tun, was Gott will. Selbstverständlich ist es ja nur was der Prediger will. Denn Gott hat bestimmt nicht direkt zu jedem einzelnen Schäfchen gesprochen, was er ja kann weil er alles kann und weiss.

    Also grundlegend ist Aufklärung und Bildung der beste Weg um Religionskriege abzuschaffen, weil nur so die Menschen beginnen die falschen Machtausübungen der Religionen zu hinterfragen. Schlecht sind nur die die bewusst die Schäfchen zum Krieg führen überreden. Die Schäfchen selber sind nur zu dumm gehalten um dies nicht zu erkennen. Darum heisst es ja dass kluge Menschen Religionen als falsch empfinden, hörige Menschen sie als wahr "glauben" und die mächtigen Warlords sie als nützlich missbrauchen.
     
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  4. Tocqueville

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    Hier kannst du problemlos die Thesen vertreten, die Christ-Kultur sei der Islam-Kultur per se überlegen und dass 1/4 der Menschheit die zentralen Eckwerte der eigenen Kultur völlig ungenügend verstanden hätte und mithin kulturell 'schlecht' sei...
     
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  5. Androygnous

    Androygnous

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    Gut zu wissen. Da die Schweiz grundsätzlich eine andere Haltung zu politischen Themen hat als das Deutsche Forum in dem ich zuvor registriert war, glaube ich auch, dass ich hier nicht falsch verstanden werde. Hier in Deutschland - hier lebe ich derzeit als Schweizer - ist die politische Lage echt katastrophal. Durch die Vergangenheit Deutschlands ist man hier sehr sensibel, wenn es um Fragen über Migrationspolitik oder eben andauernde Problemkinder wie den Islam geht. In der Schweiz ist es hingegen erlaubt, solche Themen anzusprechen und kritische Fragen zu stellen. Aber um das zu differenzieren: im Grunde bezieht sich meine Kritik über den Islam auf die Ideologie an sich und nicht auf die Menschen, die in diesem System leben. Ich unterscheide da stark zwischen einem System und dem Menschen - letzterer hat Rechte, eine Ideologie hingegen nicht und den Islam sehe ich eben als politische Ideologie. Denn im Koran gibt es neben dem gewöhnlichen religiösen Konsens auch eine Rechtssprechung und einen klaren politischen Plan. Genau diese Tatsache macht diese 'Religion' für mich so gefährlich.

    Die Geschichte Mohammed zeigt das sehr klar auf. Freundliche Grüsse, Androgynous.
     
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  6. Androygnous

    Androygnous

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    Mir ist gerade aufgefallen, dass ich einen Tippfehler im Namen habe. Die Buchstaben 'g' und 'y' sind vertauscht. Kann das bitte jemand korrigieren? Ist mir peinlich...
     
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  7. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Hallo ;)

    Ich denke "Verschwörungstheorien" ist analytisch kein sonderlich sinnvoller Begriff. Der oder diejenige die ihn verwendet, impliziert damit in der Regel, dass diese "Theorie" als Quatsch zu betrachten ist.
    Dabei ist aber immer zu bedenken, dass sehr vieles von dem, was wir heute als historisch gesichertes Wissen betrachten, irgendwann von irgendwem als Verschwörungstheorie bezeichnet wurde - nicht selten sogar vom Mainstream der Medien und der Gesellschaft.
    Verschwörungstheorie ist demnach ein Kampfbegriff, dem zwar durchaus eine richtige Intuition zu Grunde liegen kann (ich halte beispielsweise ChemTrails etc. auch nicht für plausibel), der aber auch dafür missbraucht werden kann, unliebsames Hinterfragen zur Idiotie zu erklären.

    Ich denke da immer an den Spruch von William Blum, einem Schriftsteller und früheren Mitarbeiter des US Aussenministeriums:
    "Ganz egal wie paranoid oder verschwörungsgläubig du bist, was die Regierung tatsächlich tut, ist schlimmer, als du es dir vorstellst."

    Der Spruch ist natürlich sehr plakativ - aber ich denke, es steckt einiges an Wahrheit dahinter. Man setze sich nur einmal eine Weile mit den Interna der Lokalpolitik auseinander (nicht sonderlich spannend, aber relativ auflschussreich), dann bleibt einem der Mund oft genug offen tehen.


    Das finde ich allerdings durchaus erklärungsbedürftig.
    Ich bin nun bei Leibe kein Veganer - aber ein Veganer tut in der Regel niemandem ewas zu leide (abgesehen vielleicht davon, wenn er seinem Kind eine dringend benötigte Medikation verweigert, wegen irgendwelcher Tierversuche), während die Atomengerie in der Lage ist, auf einen Schlag den Lebensraum von über einer Million Menschen in der Schweiz dauerhaft unbewohnbar zu machen.

    Ausserdem könnte man den Veganismus ja auch als eine gleichberechtigte Lebensform sehen ;)


    Das wird die SVP freuen, zumindest, wenn du sie deswegen auch wählst.
    Das ist nämlich genau das Funktionsschema dieser Partei: Die Leute werden mit solchen gut vermarktbaren Themen geködert, damit sie dann allenthalben SVP-Vertreter in die Gremien wählen, welche das eigentliche Kerngeschäft vorantreiben können: Neoliberale Deregulierungen, welche es einigen besonders dreisten Elementen ermöglichen, sich schamlos auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern.


    Gut! Das können wir hier immer brauchen :)
     
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