1. Willkommen auf POLITIK-FORUM.CH - der grössten interaktiven Politik-Plattform der Schweiz

    Über 3`600 registrierte Mitglieder, 6`800 Themen und 320`000 Beiträge!

    Folgen Sie uns auf Google+ / Twitter / Facebook
  2. Zutreffendes Statement von Benutzer Tapir mit 1800 Beiträgen an ein neues Mitglied:

    "Wenn du tatsächlich fundierte Kritik übst, dann hat wohl niemand etwas dagegen. Grundsätzlich üben wir hier eine Art "Selbstmoderation"
    Dieses Forum funktioniert, weil die User die Grenzen des Anstands kennen und (meist) wahren.
    Von Zeit zu Zeit geraten sich die User indes persönlich etwas in die Haare; sei davon nicht irritiert - man kennt und neckt sich hier teilweise schon ein Jahrzehnt."

#NotInMyName

Dieses Thema im Forum "Internationale Medien und Schlagzeilen" wurde erstellt von Conchita M, 14. 11. 2015.

#NotInMyName 4.8 5 5votes
4.8/5, 5 Bewertungen

  1. Conchita M

    Conchita M Parteilos

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    20. 11. 2014
    Beiträge:
    300
    Zustimmungen:
    60
    Geschlecht:
    weiblich
    Ort:
    Irgendwo im Säuliamt
    Seit einigen Stunden quillt das Netz über von Botschaften und Bildern von Muslimen, die sich unter dem Hashtag #NotInMyName, vom Terror distanzieren.

    Das ist gut und richtig und ein wichtiges Signal an die Scharfmacher unter ihnen und diejenigen, die aus der Mitte unserer westlichen Gesellschaft stammen. Was mich persönlich aber daran stört ist Folgendes: Die richtige und klare Botschaft, wird oft von einer Aussage gefolgt wie etwa, #ThisIsNotIslam oder #IslamIsPeace.
    Gut gemeint, aber trotzdem daneben. Ich würde diesen Menschen gerne sagen: Das ist wahr, du und dein ganz persönlicher Glaube sind vielleicht friedlich, das gilt aber nicht für alle deine Glaubensbrüder.
    Solange es mehr als nur ganz vereinzelte Personen gibt, die ihre Verbrechen (Terror, Ehrenmorde, Verstümmelungen etc.) mit dem Islam rechtfertigen, ist all das Islam.

    Der guten Ordnung halber füge ich hinzu: Auch wenn der Islam aktuell sicher die gewalttätigste aller Religionen ist. so steht er nicht alleine: Unsere mitteleuropäischen Wischi-Waschi-Mainstream-Christen sind im allgemeinen recht harmlose Menschen - die Christen, die im Namen Christi Bomben in Kliniken legen und Ärzte erschießen, weil sie Abtreibungen vornehmen, sind es nicht. Die Christen, die in Osteuropa Hass auf Muslime und Homosexuelle schüren, sind es auch nicht. Von afrikanischen Christen, die gerne alle Schwulen hängen und alle Lesben korrektiv vergewaltigen wollen, brauche ich gar nicht erst zu sprechen. Auch all das ist Christentum.

    Juden, die Palästinenser erschießen, weil sie es wagen, sich unberechtigt im heiligen Land aufzuhalten oder Frauen in kurzen Röcken mit Steinen bewerfen, sind auch Judentum.

    Hinduismus geht auch nicht ohne Kastengesellschaft und selbst Gandhi, natürlich Brahmane, hatte nie ein Problem damit.

    Das Problem ist Religion an sich. Religion ist Kollektivpsychose. Der Glaube an übernatürliche Wesen verblödet die Menschen und lässt Raum für Pseudoerkenntnis jenseits der Vernunft. Die Akzeptanz von Wertesystemen, die absolut sind und nicht hinterfragt werden können, da sie jenseits unserer menschlichen Sphäre entstanden sind, lässt Raum für jede Art von Totalitarismus.

    Religion lässt sich nicht verbieten, sie ist Teil so ziemlich jeder Kultur auf diesem Planeten und jeder Mensch ist natürlich frei, zu glauben was er will. Trotzdem halte ich es für wichtig, immer wieder klarzustellen, dass es keine Abkehr von der Vernunft, und genau das ist Religion, geben kann, ohne anderen Menschen das Recht zu geben, im Namen jedweder Religion Verbrechen zu verüben.

    conchita dixit
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  2. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    19. 01. 2010
    Beiträge:
    6.054
    Zustimmungen:
    416
    Geschlecht:
    männlich
    Ort:
    Pfäffikon SZ
    Der grosse Unterschied vom Islam zu allen anderen Religionen ist eben, dass bei allen anderen Religionen für die meisten die Religion sekundär ist. Natürlich gibt es auch ein paar Spinner im Christentum, aber generell ist für die Christen die Religion eben zweitrangig oder meistens sogar unwichtig. Beim Islam ist für JEDEN die Religion enorm wichtig. Und genau da liegt das Problem. Die Einen leben diese Wichtigkeit der Religion zwar friedlich, die anderen aber kriegerisch aus. Aber für alle im Islam ist die Religion wichtig. Und deshalb ist es eben gar keine Religion, sondern eine Ideologie. Deshalb sind sie auch gleich beleidigt, wenn man über den Islam scherzt. Und deshalb, gilt es diese Ideologie von der westlichen Welt fernzuhalten. Es gibt keine Integration von Islamisten. Wir können keine Ideologie integrieren.

    C.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  3. razzar

    razzar

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    6. 03. 2007
    Beiträge:
    13.660
    Zustimmungen:
    519
    Das kann man einfach nicht verallgemeinern. Ich kenne Frauen die mit dem Islam grossgezogen wurden und heute im Bikini in der Badi rumhängen und nie ein Kopftuch tragen. Mit denen kann man ganz normal reden. Und sie wissen selber, dass der Islam auch Männer beinhaltet, die solche Frauen am liebsten steinigen würden. Diese Frauen finden das selber steinzeitlich, so wie ich es steinzeitlich finde wenn man einfach kollektiv verallgemeinert und gegen eine ganze Ethnie vorgehen will.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  4. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    19. 01. 2010
    Beiträge:
    6.054
    Zustimmungen:
    416
    Geschlecht:
    männlich
    Ort:
    Pfäffikon SZ
    Bei diesen Frauen gibt es zwei Möglichkeiten. Sie gehören gar nicht mehr zum Islam und sind religions- resp. ideologielos ODER, pass auf, sie tragen einen Sprengstoffgürtel unter dem Bikini;)

    C.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  5. Alexander

    Alexander Parteilos

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    29. 04. 2011
    Beiträge:
    3.045
    Zustimmungen:
    572
    Ort:
    Luzern
    Eigentlich finde ich es nicht gut und richtig sondern eher ziemlich daneben, wenn sich "angeborene" Mitglieder irgendwelcher Millionen- oder Milliardengrosser Gruppen inzwischen schon dazu genötigt fühlen, sich von den Taten irgendwelcher anderer Angehöriger dieser Gruppen distanzieren zu müssen.

    Muss ich mir jetzt als Mann bald von jeder Vergewaltigung distanzieren? Oder als Schweizer von jedem Unsinn, der irgend ein anderer Schweizer verzapft oder verbricht? Wohl kaum.


    Ob es jetzt der Glaube an übernatürliche Wesen ist, der die Menschen verblödet, oder die Blödheit, die zum Glauben an übernatürliche Wesen führt, sei mal dahingestellt.

    Richtig ist, dass die Abwendung von rationalen Erkenntnisprinzipien sicher insgesamt ein schädliches Phänomen ist. Der guten Ordnung halber (wie du so schön sagst) muss aber auch erwähnt werden, dass es keinesfalls der Religion oder des Glaubens an übernatürliche Wesen bedarf, um einem irrationalen Weltbild oder einem totalitären System zu verfallen. Das zeigt nicht nur die Geschichte, sondern bereits ein flüchtiger Blick auf unsere Gesellschaft (oder den Querschnitt der Teilnehmer dieses Forums).
    Die Menschen wurden offenkundig nicht einfach intelligent und rational, nur weil sie von der Religion abgelassen haben. Viele haben keinerlei Probleme damit, ungläubig und trotzdem verblödet zu sein. (Umgekehrt gab und gibt es zahlreiche religiöse Menschen die "seltsamerweise" trotzdem überdurchschnittlich intelligent sind.)


    Was für ein Unsinn.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
    Ginestra gefällt das.
  6. Conchita M

    Conchita M Parteilos

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    20. 11. 2014
    Beiträge:
    300
    Zustimmungen:
    60
    Geschlecht:
    weiblich
    Ort:
    Irgendwo im Säuliamt
    Gewiss nicht, es gibt aber zwei fundamentale Unterschiede:

    Der erste ist, dass viele Nicht-Muslime starke Vorbehalte gegen Muslime haben, insbesondere wenn letztere deutlich als solche zu erkennen sind. Die Annahme der Minarett-Initiative durch das Volk legt beredtes Zeugnis von der Tatsache ab, dass die sichtbare Präsenz von Muslimen im öffentlichen Raum unerwünscht ist.
    Muslime, die sich öffentlich vom Terror distanzieren, der im Namen ihrer Religion ausgeübt wird, tragen ihren Teil dazu bei, dass Nicht-Muslime eher zwischen Terroristen und Nicht-Terroristen als zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen unterscheiden.
    Im Gegensatz dazu hält kaum jemand alle Männer für Vergewaltiger und auch die Schweiz hat grundsätzlich ein positives Image.

    Der zweite Unterschied besteht im Inneren: Auch wenn eigentlich fast alle Muslime keine Terroristen sind, gibt es doch unter vielen ein gewisses Einverständnis darüber, dass der Westen moralisch verkommen und dass die USA, Israel und ihre Verbündeten für fast alles Elend der Welt verantwortlich ist. Aus dieser weit verbreiteten Überzeugung entsteht ein gewisses Wir-Gefühl, dass bei aller Ablehnung von terroristischen Aktionen an sich, oft ein gewisses Verständnis für die Motive der Terroristen erzeugt. Auch hier ist die Botschaft "Mit mir nicht" ein Zeichen, dass Terror deutlich jede Grenze des Verständnisses überschreitet.
    Im Gegensatz dazu, sind sich auch fast alle Männer einig, dass Vergewaltigungen Verbrechen sind und auch die Schweizer solidarisieren sich im Allgemeinen nicht mit jedem Unsinn.
    Ich denke, es gibt beides. Problematisch finde ich es aber, wenn normalerweise vernünftige Menschen auf einmal bereit sind, irgendetwas zu glauben das durch keinerlei rationale Erkenntnis gedeckt wird. Ich zähle auch Esoterik und Verschwörungstheorien zur Kategorie "Religion".
    Wo du recht hast, hast du recht.
    Auch das ist wahr. Ich halte es aber für bedenklich, wenn vernünftige Menschen auf einmal bereit sind, ihren Verstand auszuschalten.
    Ich denke, unser Bildungssystem und unsere Medien sind viel zu tolerant mit Religion an sich. Im Allgemeinen wird der Glaube an Übernatürliches eben nicht als Irrsinn und Psychose bezeichnet, sondern als etwas völlig Normales.
    Wenn man das grundsätzlich akzeptiert, ist auf einmal jede Verschwörungstheorie und jeder esoterische Blödsinn auf einmal ein legitimes Denkschema. Ich persönlich halte das für fatal.

    conchita dixit
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  7. abc def

    abc def

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    11. 01. 2008
    Beiträge:
    5.304
    Zustimmungen:
    97
    Nein. Wie kommst du darauf, bzw. wo ist da überhaupt der Zusammenhang?
    Hast du jemals irgendein "Glaubensbekenntnis" der Männer gebetet? Orientierst du dich an irgendeinem "Männerhandbuch", das dich als Mann definiert? Hast du dir jemals überlegt "auszutreten"?
    Abgesehen davon behaupten die meisten Vergewaltiger wohl gar nicht erst, dass sie im Namen aller Männer handeln. Und sie berufen sich wohl auch nicht auf das Penthouse-Magazin, "Auto-Motor-und-Sport", "der moderne Handwerker" (oder was auch immer du als die Heilige Schrift sämtlicher Männer annimmst...)
    Der Vergleich ist also wirklich völlig sinnlos...
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
    Conchita M gefällt das.
Thema bewerten:
/5,

Diese Seite empfehlen