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Missbräuche in der katholischen Kirche

Dieses Thema im Forum "Internationale Medien und Schlagzeilen" wurde erstellt von Nebelhorn, 24. 02. 2019.

  1. Nebelhorn

    Nebelhorn

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    Nun, ich bin meilenweit von einem Frömmler entfernt - trotzdem gilt für mich - entgegen von ewigen Duldern und Gutmenschen - das archaische biblische Prinzip: Auge um Auge - Zahn um Zahn. Und das schlägt sich eben ab und zu in meiner Wortwahl nieder.
     
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  2. Hokus

    Hokus

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    Was willst du den sein? Ein schlecht Mensch? übrigens ist das ein NAZI begriff... Gutmensch.

    Auge um Auge- Zahn um Zahn. Ich befürchte da würden dir wohl die meisten Katholischen Würdenträger zustimmen, den es steht ja in der Bibel. Wobei der Aktuelle Gott ja eher für Vergebung und Milde plädiert.... Für mich gibt es da eigentlich nur eine klare Antwort, jeder Übergriff der zur Anzeige kommt, der muss einzeln geklärt und mit Rechtsstaatlichen Mitteln abgeurteilt werden. Das geht dann von Geldstrafe bis zu im Extremfall Lebenslangen Verwahrung. Wobei letzteres in einem Rechtsstaat das Prinzip der Resozialisierung eigentlich widersprechen. Nur kann das im Extremfall wirklich nötig sein.

    Ich wurde wegen dieser Meinung schon oft als "Gutmensch" und "Täterschützer" bezeichnet. Mit dem Täter hat das nichts zu tun, mein Antrieb ist anders, wenn der Rechtsstaat zu "Auge um Auge- Zahn um Zahn" Greift, sind wir nahe am Unrecht. Dagegen anzureden und anzukämpfen ist vor allem Menschenschutz.

    übrigens, meistens kommt jetzt das "Argument" ; Ja aber wenn deine Tochter, deine Frau, dein Kind Opfer eines solchen Schweins würde...... ja Nebelhorn, dann würde ich anders reden, nur wäre ich dann weder Richter noch Ankläger sondern meine Nächsten und ich das Opfer einer Straftat. Und das will man ja niemandem Gönnen oder? Noch nicht mal in einer Debatte. Also lass es bitte.
     
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  3. Beat

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    Das wäre das Gegenteil des Rechtsstaates. Denn die Strafverfahren nach rechtsstaatlichem Strafrecht sind eben nicht Racheakte, sondern einerseits Bestrafung, aber auch Resozialisierung. Unter Umständen auch Schutz der Bevölkerung vor unheilbaren Straftätern.

    Übrigens stammt das "Prinzip: Auge um Auge - Zahn um Zahn" aus dem alten Testament und ist Ursache so mancher Konflikte und Kriege. Im neuen Testament heisst es: "Wenn dich jemand auf die linke Wange schlägt, halt ihm auch die rechte hin".
    Ich bin sicher auch kein Frömmeler, aber soviel ist mir trotzdem noch aus dem Religionsunterricht geblieben.

    Was die pädophilen Übergriffe im katholischen Klerikus angeht, bin ich der Meinung, sollte totale Transparenz geschaffen und strafrechtlich durchgegriffen werden. Leider hat es der Papst in der kürzlichen, diesbezüglichen Konferenz versäumt, klare Zeichen zu setzen.
     
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  4. Nebelhorn

    Nebelhorn

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    Deine Argumente sind durchaus achtbar. Aber wenn mich jemand auf die linke Wange schlägt, dann schlage ich so kräftig zurück, dass der Schläger es nicht zweimal versucht. Unsere heutige Gesellschaft ist von Verbrechern jeglicher Art durchsetzt. Und gegen diese ist Milde und auch nur das geringste Zurückweichen völlig unangebracht und kontraproduktiv. Meine Mutter, im sogenannten Dritten Reich aufgewachsen, hatte mir immer wieder davon erzählt, wie sicher es damals bezüglich Kriminalität war. Wir klammern jetzt die Verbrechen des Staates gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen einmal aus. Sie sprach davon, dass sich z.B. eine Frau alleine auch mitten in der Nacht in abgelegenste Gegenden wagen oder durch die menschleeren Strassen einer Grossstadt laufen konnte, ohne belästigt zu werden oder Schlimmeres befürchten zu müssen. Der Grund: Potentielle Verbrecher wurden in solche Angst versetzt, im Konzentrationslager zu landen und dieses anschliessend durch den Kamin zu verlassen, dass sich wahrscheinlich weit über 90% hüteten, ihren üblen Neigungen nachzugehen. Ich war als Tourist im Portugal des Diktators Salazar, In Spanien während des Franco Regimes und in Griechenland zur Zeit der Militärdiktatur. Die nachfolgenden Demokratien in diesen Ländern waren nicht annähernd so sicher und so geordnet, wie die vorhergegangenen Regime. Gewisse Individuen verstehen eben leider nur eine Sprache: Die Sprache der Faust.
    Gegen üble Subjekte, wie wir sie heute praktisch täglich erleben, ist nach meiner Ueberzeugung nur Nulltoleranz, rigoroses Durchgreifen und gnadenlose Härte erfolgreich. Wobei ich natürlich eine wirklich wehrhafte Demokratie einer Diktatur immer noch vorziehe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. 03. 2019
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  5. Conchita M

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    Na ja, wenn wir von Korruption, Betrug und Steuerhinterziehung sprechen, mag das stimmen. Was "klassische Kriminalität" betrifft, sagt die Statistik etwas ganz anderes.

    Ich halte es für ziemlich fragwürdig, einfach bestimmte Verbrechen aus der Betrachtung auszuklammern. Auch ist der Vergleich zwischen den letzten Chaos-Jahren der Weimarer Republik (Weltwirtschaftskrise, Inflation, brauner und roter Terror etc.) mit den Anfangsjahren der Nazi-Diktatur oder dieser mit den anarchischen Zeiten nach dem Ende des tausendjährigen Reiches wohl eher der zwischen Äpfeln und Birnen.

    Tatsächlich ist die Einbruchs- und Straßenkriminalität nach 1933 zunächst stark zurück gegangen - aber eben oft auf Kosten der Freiheit. Straßen- und Ausgangssperren und willkürliche Kontrollen waren an der Tagesordnung und ebenso willkürkiche Gewalt durch Polizei und die paramilitärischen Kräfte der SA. Als blondes Mädel mit BDM-Abzeichen am Revers auf dem Nachhauseweg vom KdF-Ringelpietz war es wohl ziemlich sicher - abgesehen davon, dass man sich in den 30ern als sittsame junge Frau eher selten alleine in den eher übel beleumundeten Stadtbezirken herum trieb. Meine Großeltern, also die aus dem deutschen Teil meiner Familie, waren ja auch jung in der Zeit und haben mir auch aus erster Hand berichtet.

    Als Jüdin oder Russin sah das schon ganz anders aus, und diese Menschen waren und sind ja nicht weniger wert und schutzbedürftig als andere ... oder denken wir zum Beispiel an Männer, die vielleicht Hand in Hand gehen oder Lippenstift tragen wollten - für die wurde das Leben ziemlich ungemütlich.

    In der Aufzählung fehlen mir eigentlich noch die DDR und die SU. Aber mir stellen sich auch immer wieder die Fragen: Für wen? Und um welchen Preis?

    Für Menschen, die sich gewerkschaftlich organisierten um der Ausbeutung durch die Unternehmerklasse etwas entgegen zu setzen? Für die Menschen, die nicht einmal ihre baskische oder katalonische Sprache in der Öffentlichkeit sprechen durften? Für Intellektuelle, die das Falsche publizierten, für die Menschen, die unschuldig in Razzien hinein gerieten? Für Menschen, die Opfer von Gewalt durch Angehörige staatlicher Sicherheitsorgane wurden und keinen Schutz durch den Rechtsstaat hatten?

    Ich unterscheide nicht zwischen werteren und weniger werten Menschen. Das ist wohl der fundamentale Unterschied zwischen uns.
     
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  6. Nebelhorn

    Nebelhorn

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    Ja, jede Medaille hat zwei Seiten. Was ich als Tourist an Ordnung und Sicherheit in den von mir genannten, damals noch diktatorischen Staaten schätzte, mag für viele dort lebende Bürger nicht schätzenswert gewesen sein. Das ist wohl nicht zu bestreiten.
    Ich unterscheide im übrigen auch nicht zwischen werteren und weniger werten Menschen, wie es in unserer degenerierten Konsum- und Konkurrenzgesellschaft heute gang und gäbe ist Für mich ist ein moralisch integrer einfacher Arbeiter ungleich mehr wert, als ein dünkelhafter Akademiker, der glaubt, das Pulver erfunden zu haben und in seinem Elitenwahn nur ein sich selbst beweihräuchernder Trottel ist. (Täglich in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hautnah zu beobachten).
    Allerdings unterscheide ich zwischen sich korrekt verhaltenden Mitmenschen und kriminellem, perversem und degenerierten Pöbel, dem eine entsprechende Behandlung zusteht. In diesem Punkt unterscheide ich sehr wohl zwischen werten Menschen und unwertem gesellschaftlichem Abschaum.
     
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  7. Hokus

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    Also wenn man den ersten Satz liest Nebelhorn, du unterscheidest also nicht.... und dann weiterliest, kommt man zu einem ganz anderen Schluss. Den Dreh zu verstehen ist nicht leicht. Freiheit ist übrigens nicht einfach zu haben, Freiheit beinhaltet auch das scheitern und kann sogar auf die schiefe Bahn führen. Wenn die Freiheit falsch zu entscheiden fehlt, lebt man in einer Diktatur. So einfach ist das.
     
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