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Meinungsfreiheit?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines Forum" wurde erstellt von Silly, 26. 09. 2018.

  1. razzar

    razzar

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    Na da liegt das Problem. Es müsste klar sein dass immer nur die falsche Verteilung von Wohlstand, die zu Unzufriedenheit führt, die Hauptgründe für Kriege sind. Daraus ergibt sich immer eine familiäre Einigelung - ob das nun Dörfer, Städte, Staaten, Kontinente oder gar eine weltweite Bewegung der Bevölkerungen sind. Und die die nicht interessiert was für eine Unzufriedenheit die Mitmenschen überrollt, machen daraus ein Nationalisten- oder Chaotenfeindbild. Das betrifft alle, denn wenn Linke auf die Strasse gehen sind es Chaoten die bekämpft werden müssen und wenn Rechte auf die Strasse gehen sind es Nazis die bekämpft werden müssen.

    Welche Gründe gibt es denn sich ein Feindbild so zu verinnerlichen, dass man den Krieg dagegen als wichtiger erachtet als die Ursachen die die Spaltung der Bevölkerung überhaupt verursacht haben?
    Noch ein Problem. Was ist mit den Menschen auf der Welt, die nicht hier her kommen? Sollen schätzungweise ca. 3 milliarden Menschen denen es nicht gut geht in die Schweiz kommen? Ist das tatsächlich die einzige Möglichkeit die euer Kollektiv überlegt hat? Ich meine während die Russen an allem Schuld sind und Kriege in Afrika begrüsst werden weil man freudig die Feinbildeintrichterung entgegen nimmt?
    Wieder ein Problem. Wenn man das aus einer neutralen Sicht betrachten würde, wäre man nicht so verharmlosend auf dem Stand der Schweiz sitzen geblieben. Und ja in Europa ist sehr viel in Ordnung. Schon mal was von Gelbwesten gehört? Ach nein? Die Mainstreammedien berichten nicht darüber? Oder doch? Vielleicht über kleine Randale mit 1000 Demonstranten oder so? Also das sind hunderttausende jedes Wochenende, Tendenz steigend und europaweit ausbreitend, und es ist das gemischte Volk, welches sich über die schweizer Rechts-vs-Links-Kleingeistigkeit wohl schief lachen würde. Dort gehen Rechte und Linke gemeinsam auf die Strassen. Kommt da euer Antinationalismus-Hauptproblem nicht vor wie ein steinzeitlich rückständiger Mückenschiss in einer Elefantenherde?
    Hast du eine Familie? Wenn du nicht mit jedem Menschen auf der Welt deine Familie teilen willst, du hauptsächlich für das Wohl von nur deiner Familie besorgt bist und nicht gerne siehst wenn andere deine Familie ausbeuten, dann bist du selber ein Nationalist im kleinen Rahmen.

    Wie gesagt, man muss gewisse Dinge verstehen können um nichts Dummes zu tun. Familiäre Eigenschaften von Menschen kann man nicht weg machen, und schon gar nicht gewaltsam durch Zwang in einer höchst gefährlichen systemtechnischen Situation wie z.B. falsche Wohlstandsverteilung. Ist ja dann klar und irgendwie total logisch dass du Zustände wie vor dem 2.WK als Ergebnis erhältst. Die Börsen machen auch keine Sprünge mehr und sinken immer weiter. Deutschland erwartet eine Rezession und allgemein basiert das angebliche Wachstum nur noch auf Zahlen die Blasenproduzierend herumgeschoben werden. Die meisten Bürger haben schon lange nichts mehr von einem angeblichen Wachstum.

    Ich würde euch ja gerne zu Neutralität und bisoziativer Betrachtungsweise bekehren, aber das geht nicht weil ich in eurer Denkweise der Böse bin der in bestimmten Richtungen nicht eurer Meinung ist. Vorher stand ich wenigstens zwischen zwei Fronten, Rechts und Links. Jetzt wo es Rechte nicht mehr gibt, sind die Neutralen die Feinbilder Nr. 1. Und das ist keine Diskussionskultur mehr. Aber die Bezeichnung für solche Einseitigkeit müsst ihr schon selber definieren lernen.
     
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  2. Milo

    Milo Parteilos

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    Hierzu eine Wachsdumms Satire im razzarschen Stile: Von sehr vielen kurzfristig denkenden Politikern und vor allem auch deren finanzkräftigen Steigbügelhalter aus der Wirtschaft höre ich nur noch Wachstum, Wachstum und noch einmal Wachstum muss her. Alle meinen nicht die Millionen weltweit am Hungertuch nagenden, nicht die steuerzahlenden Normalbürger, sondern die habenden, die sagenden, die heischenden nimmersatten Rufer nach mehr Schröpfung der Nichtshabenden und was da noch zu holen ist, möglichst ohne zu geben.....

    Nehmen wir an, China, Indien, Südamerika und Afrika würden unseren Standard erreicht haben. Der Trend geht unhaltbar in diese Richtung. Nur – wo werden wir Wachstums-Euphoriker dann gelandet sein? Um Potenzen gewachsen oder schlicht mit Pauken und Trompeten und kläglichem Winseln nach noch mehr Wachstum untergegangen? Will aber irgendjemand den bevölkerungsreichsten Ländern das Wachstum verbieten? Nein wir wollen ihnen doch helfen und verlegen unsere Produktionsstätten in diese rasant emporstrebenden Billiglohnländer und werfen bei uns die arbeitslos gewordenen dem Sozialstaat vor die Füsse, denen die Wirtschaft die Unterstützung weitestgehend verweigern will. Wir driften unweigerlich weiter in eine Gesellschaft, der die Arbeit zunehmend ausgehen wird, die nicht mehr weiss wohin und mit was sie wachsen soll und immer kläglicher nach mehr Wohlstand winselt.

    Die Erde erträgt China, Indien, Afrika und Südamerika im "Weststandard" nicht mehr. Die Rohstoffe - woher? Energie - woher? Umwelt- wo ist sie noch intakt? Unsere grössten Abfalldeponien sind Erde, Meere und Atmosphäre. Wir nehmen Natur, verarbeiten sie zu Reichtum und schmeissen sie in diese Abfalldeponien. Wir sind nicht mehr in der Lage, aus den von unseren Polit- und Wirtschaftsgrössen geschaffenen Sachzwängen auszubrechen. Die meisten Politiker sind weder willens, fähig, noch in der Lage, Kursänderungen nur schon glaubwürdig zu beschreiben, geschweige einzuleiten. Der Schrei nach Eigen- bzw. Selbstverantwortung steht als Ausrede für eine Verantwortungslosigkeit mit dem Wissen, sich aus der Verantwortung stehlen zu können. Beispiele gibt zu Genüge. Man denke nur an Swissair, Banken, Chemie und Energie.

    Wir sind zur einer Scherengesellschaft mutiert und winseln weiterhin nach Wachstum. Das geht nicht mehr ohne irgendwen und irgendwo massiv zu (be)stehlen. Wir Schweizer leben zu einem vollen Drittel auf den landwirtschaftlichen Grundflächen anderer Nationen, profitieren von diesen in einer unerträglichen Arroganz und rühmen uns, Weltmeister in Entwicklungshilfe und Solidarität zu sein. Dieweil profitieren wir um das mehrfache unserer Entwicklungshilfe von den armen Ländern bei denen wir vorgeben, ihnen zu helfen. wir plündern sie aus und unterstützen damit erst noch vielfach deren äusserst korrupten Machthaber. Unseren Wohlstandsdreck über Luft und Wasser dürfen sie dann haben und wir auf unseren Banken deren Korruptions-Fluchtgelder. So schliesst sich der Kreis des nimmersatten Wohlstandes.

    Wachstum, Wachstum und noch einmal Wachstum – bis wir vollständig dummgewachsen sind - Wachsdumm........
     
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  3. Hokus

    Hokus

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    Weil Wachstum die Triebfeder des Kapitalismus ist und der gilt, bis auf wenige Ausnahmen, Weltweit. Das ist Wachstum in der Wirtschaftsleistung, im Vermögen, im Wissen, in Wohlstand. Alles muss wachsen, Stagnation ist Krise.

    Ich bin deiner Meinung Milo, dass führt in den Crash. Egal in was für einen, in den Gesellschaftlichen, in den ökologischen und wohl auch in den Wirtschaftlichen. Nur bin ich da totaler Egoist, ich werfe mich nicht ins Messer.

    Beherrsche das was du beherrschen kannst. Würde ich mich mit China beschäftigen und mich dran aufreiben, sähe ich die Dinge nicht mehr die ich selber beeinflussen kann. Sei es der Entscheid was für ein Auto ich kaufe, ob ich die Bahn oder das Velo nehme, was ich kaufe. Was ich abstimmen und wenn ich wähle. Das sind die Dinge die mich umtreiben, für so generelle Debatten habe ich wenig nerven und auch kein Interesse.

    Wenn man Flüchtlingen helfen will, sollte man aufhören Waffen zu liefern. Wenn man die Saudis treffen will, sollte man keine Waffen mehr liefern und schauen wie man vom öl unabhängiger wird. Wenn einem die Amis nicht passen, kauft keine iPhones mehr und Mac Donalds ist eh teurer als die Migros. Du kannst aber nicht beeinflussen was dein Nachbar tut und du kannst schon gar nicht verhindern das die Amis weiterhin Syrien bombardieren und die Russen Assad helfen. Also sorge dafür das wenigstens die Schweiz keine Waffen mehr liefert und das die Flüchtlinge die davor fliehen hier Menschlich und gut aufgenommen werden.

    Tue das was du kannst.
     
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  4. Hokus

    Hokus

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    Du scheinst eine klare Meinung von mir zu haben Razzar. Ich sage dir du irrst. Einfach weil du mich weder kennst noch einschätzen kannst. Und nein, du hast keine Neutrale Sicht, ich auch nicht übrigens.

    Ich bin in der Zwischenzeit ein BR Maurer Fan, der macht wohl einen guten Job. Die SVP ist teil unseres Politischen Systems und dürfte etwas kleiner sein, gehört aber dazu. Trotzdem stimme und wähle ich oft und fast immer die Sozis. Flüchtlinge die es hierher schaffen haben, nach unseren Gesetzen, in den wenigsten Fällen das recht auf Asyl und es sind oft nicht die schwächsten die hier ankommen, sondern die skrupellosesten und stärksten. Die unsere Hilfe bräuchten verhungern in den Lagern in Libyen oder im Libanon. Das ist aber nicht deren schuld. Trotzdem müssen diejenigen die hierher kommen, nach unseren Rechtsstaatlichen Kriterien behandelt und wenn sie bleiben können oder müssen, auch integriert werden. Religion ist Privatsache und die Einstellung auch, so lange sie keine hier Herrschenden Gesetze tangieren. Du kannst einen Idioten nur benennen nicht heilen.

    Leistung sollte sich lohnen und nicht jeder der Sozialhilfe bezieht, hat die auch verdient, aber jeder hat das recht dazu. Ein Widerspruch? Geschenkt.

    Die Armee will ich nicht abschaffen, dass was wir aber heute haben ist quatsch mit Sauce. Nein ich will nicht in die EU und doch, die EU ist ein Friedensprojekt das es zu unterstützen gilt.

    Ich finde Rassisten und Nationalisten oft widerlich und dumm, meistens steckt da wenig wissen dahinter und ganz ganz viel Angst vor dem Leben. Ich begegne Menschen positiv, habe aber null Problem damit dem Idioten auch zu benennen, bin ich ein Gutmensch? Ganz klar nicht.

    Die Gesellschaftlichen Herausforderungen in Frankreich, in Belgien in Deutschland und ja auch in der Schweiz, haben keine einheitliche simple Antwort verdient. Das ist wohl für die Regierenden eine grosse Herausforderung. Frankreich hat grosse Probleme, nur hat es die schon seit Jahren und Demonstrationen wie die, sind keine Seltenheit. Im Gegenteil, sie sind teil des Politischen Systems. Mir tun vor allem die Polizisten leid die jedes Wochenende den Kopf hinhalten müssen. Wie ich las demonstrieren die ja jetzt mit. Macron hat das Problem was jeder Messias, Führer oder starke König irgendwann hat, er wird Menschlich. Ich bin darum für eine stabile Parteienlandschaft mit möglichst föderalen Strukturen die Liberal und Demokratisch sind. Das fördert den Ausgleich und nimmt jeden der will mit. Ein Zentralstaat der von einem mächtigen Präsidenten geführt wird, hat oft keinen Antworten für die Probleme der Menschen. Abgesehen davon ist Frankreich ein Land mit x Millionen Einwohnern, einige 10000 sind nicht Repräsentativ nur laut.

    So Razzar. Ich bin nicht so der Langtextschreiber wie du, augenscheinlich und kann nicht auf alles was du schreibst eingehen. Oder will es einfach nicht, dass weisst du schlicht nicht.

    In der Schweiz herrscht ja doch Meinungsfreiheit! oder wurdest du in der Debatte mit mir schon mal zensiert unterdrückt oder böse angemacht? Geht ja oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. 12. 2018
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  5. Forteleon

    Forteleon FDP

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    Wachstumsbashing ist wohl eher die Antwort des ökonomisch ungebildeten Menschen, auf komplexe Probleme von denen er sich überfordert fühlt.
    Die Herausforderungen der Zukunft werden wir nur dann meistern, wenn wir die Kräfte des Kapitals geschickt nutzen und nicht in einen sozialistischen, wachstumsfeindlichen Einheitsbrei verfallen. Die Kräfte des Marktes haben der Menscheit einen unwahrscheinlichen Wohlstand gebracht, es ging uns noch nie so gut, wie im Augenblick, nur merkt das niemand, weil die Klippe von der wir fallen könnten sehr hoch ist. Das Fabulieren ob Velo-, Fuss- oder Autoverkehr lässt sich da, wo der ÖV im Fünfminutentakt fährt wunderbar durchführen. Ein bisschen problematischer ist es dann ausserhalb der Agglo, wo das Postauto nach 2000 Uhr inexistent ist und ohne Auto gar nichts mehr geht ....
    Das gleiche ist beim Klima. Wir alle sehen ein, dass wir unser Leben radikal ändern müssen! Die anderen sollen bitte schön beginnen, so wie mein Nachbar, an dessen Fensterscheibe das Green Peace Logo prangt und der nun nach Bali in die Winterferien fliegt, und dafür Linksgrün wählt ... Er findet mein Auto fürchterlich, obwohl ich damit im Jahr nicht einmal 7000km fahre ... aber es hat halt acht Zylinder und verdampft ein bisschen mehr Benzin als sein Smart - und ausserdem macht eine Fahrt damit massiv mehr Spass und vor seinem Haus sehr viel mehr Lärm......
     
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  6. Beat

    Beat Parteilos

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    Könnte es nicht sein, dass die Wachstumhuldiger (Wachsdummhuldiger) mit der Komplexität der Endlichkeit irdischer Resourcen überfordert sind?
     
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  7. Milo

    Milo Parteilos

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    Tja Forteleon - ich danke dir für deine Einschätzung meines ökonomischen Bildungsmangels, den ich mir wohl selber um einiges besser einzuschätzen weiss. Und wenn du meine Satire als Wachstumbashing eins Ungebildeten gebrandmarkt haben willst, so sei dir deine Meinung belassen. Meinungen haben in der Regel den den Anstrich des Nichtwissens und Nachplapperns. So hat auch Euresgleichen jeder immer wieder ein Beispiele zur Hand, die einen Umweltschützer in ihrer Nähe finden, der durch das ihm angedichtete Verhalten zu einem der miesesten Umweltverschmutzer gebasht wird. Mehr fällt mir als ungebildeter Ökonom zu deinem Sermon schlicht und ergriffen nicht.

    Ich wünsche dir angenehme Festtage.
     
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