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Kapitalismus am Ende?

Dieses Thema im Forum "Wirtschafts- und Finanzpolitik" wurde erstellt von Beat, 16. 05. 2012.

Kapitalismus am Ende? 4.2 5 6votes
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  1. razzar

    razzar

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    Ich habe nie behauptet dass nur der Kapitalismus Imperialismus auslöst. Ich behaupte nur dass der Kapitalismus in der heutigen Form Imperialismus fördert und unterstütze die These von Frau Bonath.

    Wenn man schon weiss dass im heutigen Kapitalismus Geld Macht bedeutet und dass Geld regiert, und man noch erwähnt dass es beim Imperialismus um Macht und politische Einflussnahme geht, dann sollte man diese These dass der heutige Kapitalismus den Imperialismus fördert nicht negieren.

    Was die Erwähnung von Demokratie und Diktatur betrifft, ist es so dass die Wirtschaft, das Wachstum und der Erhalt dieses Kapitalismus deutlich über die demokratischen Möglichkeiten der Völker gestellt wurde und wird. Was nichts anderes bedeutet, dass Demokratie der finanziellen Diktatur unterstellt ist und entsprechend manipuliert werden kann (drohendes Damoklesschwert für Meinungs- und Freiheitsunterdrückung = Scheindemokratie).
     
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  2. razzar

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  3. SHANGHAI

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    Ich tippe auf die Möglichkeit 2, weil die Politiker zu feige sind ihre falsche Politik zu korrigieren und somit ein Eingeständnis machen zu müssen. Es wird weiterhin durch die EZB Konjunkturpolitik betrieben (im Übrigen rechtswidrig!) mit der Hoffnung es gehe gut. Dies wird aber spätestens in einer Rezession zum Desaster führen. Die können echt froh sein, dass Trump die Steuerreform durchgepaukt hat, welche das Wachstum in den USA beschleunigte und auf die Weltwirtschaft positive Effekte ausstrahlte. Dies wird aber nicht ständig anhalten können.

    Die Schuldenkrise war schon spruchreift vor 15 Jahren. Damals hatte Blocher und Merz in der Schweiz die Schuldenbremse durchgedrückt. Gottseidank, deshalb ist die Verschuldung in der Schweiz moderat.

    In der EU hat man auf Wachstum Teufel komm raus gesetzt und künstliches Wachstum geschaffen. Als dann die Finanzkrise einsetzte, ebenfalls hausgemacht von der Administration Clinton ausgelöst, ist dieser Betrug ans Tageslicht gekommen. Zusätzlich wurden die Schulden nochmals strapaziert wegen der grobfahrlässigen Euro Politik. Es kommt nie gut, wenn man in der Marktwirtschaft zu viele planwirtschaftliche Schnapsideen einbaut, welche politische Interessen bevorzugen statt Grundsätze der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Zwischenzeitlich hatten die Amerikaner einen Hochstapler im Oval Office, der sagenhafte 12 Billionen aus dem Fenster geworfen hatte, davon kann man ihm 9 zu seinen Lasten legen.

    Italien, Spanien, Griechenland wird man nie halten können, weil diese Länder mit dem Euro nicht wettbewerbsfähig sein können. Die Massenarbeitslosigkeit, welche dann zusätzlich entsteht und zum Teil schon gravierend ist, wird zu Aufständen führen und zu einem furchtbaren Sozialdesaster. Jetzt schon ist in Spanien die Kriminalität bei arbeitslosen Jugendlichen mehr als besorgniserregend.

    Wenn eben Politiker und Notenbanken grobe Fehler machen, dann übersteht dies das stärkste System nicht. Die Amerikaner und Briten sind da strategisch viel schlauer und deren Banken sind weit mehr gefestigt als die zentraleuropäischen Institute, welche mit Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und Frankreich schlummernde Risiken über mehr als 2 Billionen Euro innehaben.

    Die Schweiz muss endlich begreifen, dass man nicht halbschwanger sein kann. Der angebliche Mittelweg mit den bilateralen Verträgen wird nicht funktionieren. Man sieht das jetzt schon im Zuge der Diskussion um das institutionelle Rahmenabkommen. Die Bilateralen waren eben nie ehrlich und hatten immer zum Ziel die Schweiz über die Hintertüre in die EU zu bringen. Dies zeigen ja nun die Absichten bei diesem Abkommen. Alles Tricksereien, weil man weiß, dass die Schweiz nie eine Volksmehrheit, geschweige eine Ständemehrheit zusammen kriegen würde, wenn wir konkret über einen Beitritt abstimmen würden. Nun versucht man es halt über die Hintertüre. Das Volk muss aber auch begreifen, dass wir am Schluss nicht beides haben können. Wir müssen uns loslösen von der EU soweit es nur geht. Lieber jetzt gewisse Nachteile in Kauf nehmen, dafür aber nicht in diesen Strudel zu geraten und uns selber zu verkaufen. Ob dies durchschaut wird und ob die Bevölkerung die Kraft dazu hat, weiß ich nicht. Loslassen ist immer schwieriger als dem Mainstream nachzurennen.
     
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    SHANGHAI, 6. 10. 2018
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  4. Ginestra

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    Dieser Teil ist eine sehr starke Analyse. Chapeau!

    Die Notenbank bzw. die Währung eines Landes hat tatsächlich einen enormen Einfluss. Aber gerade weil die stärkste Volkswirtschaft im €-Raum sich als Exportweltmeister feierte, müsste diese nun am meisten für die Fehler bei der Gründung und nachher bei der Verletzung des Maastricht-Vertrages bezahlen!

    Natürlich kann man jetzt mit den Fingern auf Griechenland, Spanien und Italien zeigen und nur diese namentlich in Zusammenhang mit der €-Krise erwähnen. Man sollte aber präzise bleiben! Viele entscheidende Fehler wurde nicht im Süden gemacht und die kulturellen Unterschiede waren vor der €-Gründung bekannt!

    Das Dilemma aus deutscher Sicht:
     
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  5. Jean-Jacques

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    Ich glaube auch nicht, dass Italien, Spanien, Griechenland dies zu verantworten haben. Diese Länder wollten schon immer an den Geldtopf, siehe Gaunereien mit den Subventionen. Die Deutschen haben ihnen ein Mahl serviert, dass sie nun köstlich genossen haben. Wie man dies nun alles wieder korrigieren kann ist mir ein Rätsel. Ob der Crash 2020 kommt kann niemand voraussagen. Aber er kommt, weil die Strukturdefizite ein Ende haben werden. Langfristig geht dies sozial - wie finanzpolitisch nie.
     
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