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Kapitalismus am Ende?

Dieses Thema im Forum "Wirtschafts- und Finanzpolitik" wurde erstellt von Beat, 16. 05. 2012.

Kapitalismus am Ende? 4.6 5 5votes
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  1. Beat

    Beat Parteilos

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    Nun, ich denke, dass es ein Kombination beider oder mehrerer war, mit gegenseitiger Wechselwirkung. Vermutlich ausgelöst durch den multiplen Crash (Privatkonkurs) vieler überforderter, nicht kreditwürdiger Eigenheimbesitzer, denen eine Hypothek angedreht wurde. Die Hypothekarbanken mussten die übernommenen Immobilien auf den Markt werfen, denn sie benötigten Cash. Das Überangebot verursachte einen Preissturz, der eben auch die mit sehr viel mehr Kapital behafteten Spekulationsobjekte betraf. Und da platzte die Blase.

    Das den Liberalen so heilige Gesetz von Angebot und Nachfrage wirkt eben immer, aber nicht immer positiv.
     
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    Beat, 23. 10. 2017
    Last edited by Beat; at 23. 10. 2017
  2. Ginestra

    Ginestra Parteilos

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    Ja, aber ich sehe immer noch keine neuen Erkenntnisse. Dieser Eintrag hier https://de.wikipedia.org/wiki/Subprime-Markt ist seit mehr als einem Jahr unverändert. Die SRG ventiliert Belanglosigkeiten à gogo. Eine richtige Abzockerbude halt.
     
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  3. razzar

    razzar

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    Kaum wirds warm spriessen die Früchte des ach so hochgelobten Kapitalismus, oder besser der heutigen Sklaventreiberei. Frankreich ist auf der Strasse.

     
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  4. Ramon

    Ramon SVP

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    "Frankreich" ist nicht auf der Strasse. Das sind in erster Linie die Gewerkschaften CGT und Solidaires die bereits für jede Stunde, die sie länger arbeiten müssen, auf die Strasse gehen würden. In diesem Fall protestieren die Gewerkschaften und ihre Mitglieder in erster Linie gegen die geplanten Bahnreformen. Diese sehen vor, die ohnehin heillos überschuldete Bahnbetreiber zu teilprivatisieren (staatseigene AG). Das ist die SBB übrigens auch, aber in der Schweiz käme niemand auf den Gedanken, dagegen einen landesweiten Protest zu organisieren. Es ist nunmal so, dass wenn ein System, wie dort die Bahn, nicht funktioniert, müssen Reformen her. Das man bei jeder noch so kleinen Änderung die Arbeit niederlegt, ist für mich unverständlich. Die schaden nur ihrem eigenen Land.

    Das hat mit Kapitalismuskritik, die ich in manchen Dingen durchaus nachvollziehen kann, aber überhaupt nichts zu tun.
     
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  5. razzar

    razzar

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    Wenn der Kapitalismus funktionieren würde, wären keine solchen Reformen nötig "die insbesondere das Eisenbahnpersonal betreffen" (nicht nur). Den Menschen müsste es proportional zum Wachstum immer besser gehen, was ja offensichtlich (nicht nur in Frankreich) nicht der Fall ist.
     
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  6. SHANGHAI

    SHANGHAI

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    Reformen sind immer nötig, weil man sich auf das neue Umfeld stets anpassen muss. Der Kapitalismus würde tatsächlich nicht mehr funktionieren, wenn keine Reformen mehr gemacht werden. Im Übrigen ist ja genau Frankreich in einem Reformstau, weil zu viele sozialistische Elemente im System sind und Anpassungen verhinderten. Die Franzosen haben Reformen gewählt und jetzt, wenn es konkret wird, dann reklamieren sie. Habe ich leider immer vermutet, dass dies so kommt.......
     
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  7. Ramon

    Ramon SVP

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    Das Bahnproblem hat per se nichts mit dem Kapitalismus zu tun, da die französische Bahn aktuell nicht in privatwirtschaftlicher Hand ist, sondern dem Staat gehört. Die Verschuldung der Bahn ist also staatliches Versagen und wieder einmal ein Beispiel dafür, der sozialistische Vorschlag, der Staat könne es besser als die Privaten, falsch ist.

    Die Gewerkschaften demonstrieren in erster Linie deshalb, weil sie fürchten, bei einer Teilprivatisierung einen Teil ihrer Privilegien zu verlieren. Ein paar Beispiele gefälligst, was überhaupt refomiert werden muss? Der schier unüberwindbaren Kündigungsschutz (selbst bei schlechter Leistung des Arbeitnehmers), eine 35-Stunden Woche (Kennst du etwa einen normalen Arbeiter in der Schweiz, der 35 Stunden arbeitet?), ein angestrebtes Rentenalter von 62 (bis 2020), eine Taxiobergrenze von 20'000 für Paris (bei über 2 Mio. Einwohnern) etc. Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Wenn Frankreich auf hohem Fuss leben will, ohne die dafür nötige Arbeitsleistung zu erbringen, muss man sich nicht wundern, dass das Staat verschuldet, Arbeitslosigkeit grassiert und am Ende unliebsame Reformen nötig sind.

    Ich halte Kapitalismuskritik für richtig und wichtig. Aber dieses Beispiel aus Frankreich ist irreführend und nicht wirklich konstruktiv. Das eigentliche Problem an der liberalen Marktwirtschaft ist die verfassungsfeindliche Personenfreizügigkeit, die für ganz Europa problematisch ist. Dies, weil sie einerseits zu einem Brain Drain aus wirtschaftlich schwächeren Staaten führt, andererseits die einheimischen Arbeitsnehmer von wirtschaftsstärkeren Staaten mit Ausländern konkurrenziert.

    Deshalb, lieber Razzar, wenn du wirklich kapitalismuskritisch was bewirken willst:
    https://www.begrenzungsinitiative.c...sites/3/bogen-begrenzungsinitiative-d_web.pdf
     
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    Ramon, 20. 04. 2018
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