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Globale Erwärmung: Wie lange noch schaut die Schweiz zu?

Dieses Thema im Forum "Umwelt- und Energiepolitik" wurde erstellt von agathon, 17. 11. 2007.

Globale Erwärmung: Wie lange noch schaut die Schweiz zu? 4.6 5 5votes
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  1. Milo

    Milo Parteilos

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    Die globale Atmosphäre ist kein Labor und sie wird auch nie als Labor eingesetzt werden können. Auch was das „effizienter Beherrschen als die Natur“ betrifft konnte lediglich in unzähligen marginalen Teilbereichen etwas erreicht werden. Was auch so bleiben wird, da die Forschung in den grösseren Zusammenhängen in der freien Natur und den ineinander greifenden Kopplungseffekten noch in den Kinderschuhen steckt. Nicht ausser Acht ist dabei zu beachten, dass unsere klimatische Atmosphäre als Ganzes in einem chaotischen Evolutionsprozess funktioniert und grundsätzlich nur so funktionieren kann. Die Evolution lebt nicht vom Gelingen, sondern vom Misslingen - las ich einmal. Wenn es kein Misslingen gäbe, gäbe es kein Chaos. Und wenn es kein Chaos gäbe, hätte sich nichts weiter entwickelt. Es herrscht in den globalen Sphären ein Riesenchaos, das die Evolution trägt. Der Mensch wird nie so weit kommen, dass er mit irgendeiner grossindustriellen Nutzung auch nur ansatzweise die globalen klimatischen Vorgänge beherrschen wird. Auch schon mal etwas vom Schmetterlings-Effekt gehört? Oder auch vom Regenwassertropfen über der Jungfrau, dem ein kleiner Windhauch genügt, zu bestimmen, ob er im Mittelneer oder in der Nordsee mündet? Wenn der Mensch irgendwann in der Lage sein will, müsste er diesen Windhauch über der Junfrau beherrschen, um…… Du weisst sicher was ich damit sagen will abc def.

    Das ist alles in einem Minimalbereich - eben nur im Labor - sicher machbar. Da fällt mir gerade die Weisheit des Mercedes Chefs ein, die er anlässlich eines Autosalons vor etwa 10 Jahren in Genf von sich gab. Die Zukunft des Treibstoffes für den Verkehr liege im Wasserstoff. Er sei auf der Welt in überwältigenden Mengen vorhanden und aus dem Auspuff kommt nur sauberes Wasser. Er vergass, dass wir im Prinzip aus der Natur keinen freien Wasserstoff zur Verfügung haben. Er muss in der Umkehrfolge aus dem Wasser prozessual extrahiert werden. In der Gesamtfolge müsste eine Energiemenge von etwa 150% des Wasserstoff-Energiewertes zur Wasserstoff-Gewinnung und diesen einsatzfertig an die Tankstellen zu bringen aufgewendet werden.
     
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  2. abc def

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    Offensichtlich weisst DU nicht (mehr), was Emserwasser war. Wohl schon zu alt und verkalkt dazu ;) Nein, Emswerwasser war natürlich KEIN Benzin, sondern Ethanol - also letztlich hundsgewöhnlicher Alkohol, auch als Brennsprit oder "Bioethanol" bezeichnet. Damit wird übrigens auch heute noch (bzw. wieder) das Benzin gestreckt, unter 5% Beimischung muss diese Panscherei nicht mal deklariert werden... Synthetisches Benzin hingegen (deutsches Benzin oder Leuna Benzin) wurde bereits in den 20er Jahren hergestellt - aber du bist wohl zu jung um das zu wissen :D
    Wie gesagt: Wir produzieren neues. So wie wir seit fast 100 Jahren synthetisches Öl und Benzin produzieren... So lange es Kohlenstoffatome, Wasserstoffatome und Sonnenenergie gibt, können wir jederzeit jede Art von Kohlenwasserstoffen synthetisch herstellen.
     
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  3. abc def

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    Der Witz ist, dass das doch für das "Rohstoffsparen" erst recht gilt! Wenn wir heute das ökonomische Wachstum (und damit den technologischen Fortschritt!) künstlich begrenzen, um Rohstoffe zu "sparen", wird das Ende damit auch höchstens für ein paar Generationen hinausgeschoben... Was über Millionen von Jahren gesehen doch gar keinen Unterschied macht.
    Wenn wir etwas für die Zukunft der Menschheit machen sollten, ist es nicht sparen, sondern klotzen. Und den technologischen Fortschritt so voranzutreiben, dass das vermeintliche "Ende" kein wirkliches Ende ist.
     
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  4. abc def

    abc def

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    Nicht wirklich. Ob ein Wassertropfen im Mittelmeer oder in der Nordsee landet, auf welchem Weg, wie viele Turbinen oder Pumpen er auf diesem Weg passiert, ober er dabei katastrophale Überschwemmungen anrichtet oder nicht, das alles wird auch durch menschliche Staumauern, Dämme, Stollen, Kanäle, Hochwasser-Bauten etc. beeinflusst. Der Mensch steuert und kontrolliert die Natur auf vielfältigste Weise. Dabei macht er manchmal einiges falsch, lernt daraus, und macht es dann besser. Oder wie du es selbst sagst: Ohne Misslingen entwickelt sich nichts weiter...
    Naja, würden wir uns auf die Effizienz der Natur verlassen, hätten wir jedenfalls kaum etwas zu essen. Die wilden Urformen unserer heutigen Nutzpflanzen hatten alle nur minimale (teilweise gar keine) für uns essbaren Bestandteile. So etwas wie einen wilden Maiskolben suchst du in der Natur vergeblich. Auch die Veganer futtern also keine "natürlichen" Lebensmittel - sondern grösstenteils Pflanzen, die erst durch menschliche Eingriffe in die Natur entstanden sind.
    Nun sind "natürliche" Pflanzen nicht nur bei der Nahrungsproduktion absolut ineffizient, sondern auch bei der Photosynthese. Sie verwerten nur einen winzigen Bruchteil der Sonnenenergie, der auf ihre Blätter trifft...
     
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  5. Beat

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    Über die "Uneffizienz" der Pflanzen zu lästern geht am Problem total vorbei, ist nur Ablenkung. Tatsache ist, dass die Natur bei der Photosyntese konkurenzlos ist. Sie mag nach Deinem Geschmack uneffizient sein, aber sie praktiziert sie als Einzige in grossem Umfang, Sonnenenergie nutzend, während die Menschen sie bestenfalls im Labor beherrschen.
     
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