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Fair Food Initiative

Dieses Thema im Forum "Initiativen / Abstimmungen / Wahlen" wurde erstellt von Forteleon, 28. 08. 2018.

Fair Food Initiative 5 5 1votes
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  1. Forteleon

    Forteleon FDP

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    Das sind doch Träumereien. Hier geht es doch nicht um Deklarationen, sondern um den Versuch der inländischen Produzenten die ausländische Konkurrenz endgültig vom Markt zu verbannen. Zu diesem Zweck werden die Kosten für den Import entsprechend vergrössert, damit das Produkt in der Schweiz noch unattraktiver ist. Dafür dürfen wir dann irgendwelche Scheissäpfel, die den Winter in geheizten und den Sommer in gekühlten Lager verbracht haben, unter entsprechendem Energieverbrauch, fressen, während dem rund um uns herum qualitativ hochstehende Obstprodukte aus aller Welt, die zudem noch billiger sind, konsumiert werden. Ich sehe beim besten Willen nicht ein, warum eine in einem Treibhaus produzierte Tomate aus dem Seeland einer aus Sizilien vorgezogen werden sollte! Um das genau geht es aber bei Fairfood und noch mehr bei der Ernährungssouveränität. Das ist alles derartiger Unsinn und völlig unökonomisch und unökologisch, dass es himmelschreiend ist!

    Das Salär eines Carrefourmitarbeiters ist übrigens in seiner Kaufkraft am Markt zu beurteilen und nicht absolut im Vergleich zum Coop Mitarbeiter. Beide sind nämlich am Schluss unter dem Strich gleich gut oder gleich schlecht bezahlt, was noch einmal deutlich macht, welchen Unsinn man mit den Initiativen vorhat!
     
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  2. Ginestra

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    Sorry, es ist aber schon sehr lange der Fall, dass einheimische Gewächshaustomaten übermässig geschützt sind. Ich weiss jedoch nicht genau, wie die Ökobilanz im Vergleich zu aus Sizilien oder Griechenland herangekarrten Tomaten aussieht.
    Sicher sind aber die nordafrikanischen Erntearbeiter in Sizilien wesentlich kostengünstiger als die Moldawier und Ukrainer mit rumänischem Pass im Seeland und das ist eben auch ein Punkt, den man berücksichtigen kann.

    Ich sehe zum Beispiel keinen vernünfitgen Grund den Grünspargel aus Mexiko im Februar als Aktionsware in allen Läden zu haben, damit es allen schon zum Hals raushängt, wenn in Europa die Spargelsaison beginnt.
     
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  3. Forteleon

    Forteleon FDP

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    Den find ich jetzt aber klassisch. Der Grünspargel aus Mexiko hat eine Scheissqualität - ob in EU oder Schweiz eingekauft. Der Spargel aus Südbaden ist super, nur kostet in der Schweiz die zweite Qualität ungefähr doppelt so viel wie die erste Qualität in Deutschland! Ein gewisser Preisunterschied ist nachvollziehbar, muss doch der Spargel in die Schweiz transportiert und eingeführt werden. Dass man aber pro Kilo gleich acht oder neun Franken mehr bezahlen muss, hat schon eher mit der Preispolitik der Verteiler zu tun, die hier den Schweizer Konsumenten gnadenlos abmelken! Genau diesen Effekt wollen die beiden Initiativen noch verstärken. Sie greifen direkt das Portemonnaie des Schweizer Konsumenten an. Im Grunde genommen geht es nur darum, die Summe des in den landwirtschaftlichen Sektor gepumpten Geldes noch über die 20 Milliarden hinaus zu erhöhen, die uns das heute schon kostet!
     
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  4. Ginestra

    Ginestra Parteilos

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    Wie hoch ist der Mindestlohn in Deutschland 8.5€? Wer arbeitet in der Schweiz für 10 Franken pro Stunde?

    Es geht bei Fairfood um Fairness und nicht um Ausbeutung! Wenn die Lebensmittel nur noch 5% der Lebenshaltungskosten ausmachen, stimmt doch irgend etwas nicht, oder?
     
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  5. Forteleon

    Forteleon FDP

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    Die Frage ist doch nicht ob jemand in der Schweiz für 10.- pro Stunde arbeitet, sondern entspricht die entsprechende Kaufkraft dem, was in der Schweiz zu unserem "Mindestlohn" pro Stunde als Äquivalentwarenkorb zu erhalten ist. Sprich wenn ich für 8.5 Euro ein Mittagessen in Deutschland ein Mittagessen kriege, das einem Mittagessen in der Schweiz für 25.- entspricht, dann stimmt das eben schon! Das sind die Verhältnisse!
    Wieso sollten die Lebensmittel mehr als 5% ausmachen? Welcher Grund, der nachvollziehbar ist und nicht emotionalideologisch begründet ist, spricht dagegen? Die Landwirtschaft hat seit dem Mittelalter eine gewaltige Entwicklung hinter sich, hinsichtlich Effizienz und Effektivität! Warum soll der Konsument nicht davon profitieren? Soll ihm der Aufstieg auf der maslowschen Bedürfnispyramide verweigert werden?
    Fairness, was heisst das, dass ein fauler Schweizer Bauer mit 15 Ha zwingend eine viertel Million pro Jahr verdienen muss? Oder heisst Fairness, dass ich Parmaschinken pro 100gr mit 3.- bezahlen kann, weil er beim Produzenten in Parma 20.- pro Kilo kostet und eigentlich ein Drittel des Preises genug ist um die Rendite des Produzenten und die Kosten des Transports zu finanzieren? Ich muss ja nicht auch noch den Sofaimporteur bezahlen, denn das ist definitiv unfair. Ausserdem finde ich es komisch, dass der Parmaschinken in der Schweiz 7.- bis 8.- teurer ist als in Italien nur weil irgendwelche Fleischheinis in der Schweiz ihren komischen Rohschinken sonst nicht los werden!
     
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  6. Ginestra

    Ginestra Parteilos

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    Dann kaufen Sie sich doch einen 15ha-Betrieb, der 250'000.- Gewinn pro Jahr abwirft!
     
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  7. Forteleon

    Forteleon FDP

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    Kann ich nicht, weil ich keine Ausbildung als Landwirt hab!

    Ich bin daher nicht berechtigt ein solches Anwesen zu kaufen ..... man staunt, aber ohne den entsprechenden Fähigkeitsnachweis ist es rechtlich heute unmöglich ein solches Gut zu kaufen und zu besitzen. Der Kauf an sich funktioniert noch, anschliessend muss man aber sofort den Kurs an der landwirtschaftlichen Ausbildungsstätte belegen. Die Subventionsjäger wollen ja schliesslich unter sich bleiben. Die einzige Möglichkeit ist, das Land und damit die Subventionsberechtigung sofort zu verpachten, zu einem staatlich faktisch administrierten Bereich ....

    Die beiden Initiativen beabsichtigen nun, den Ertrag der Nutzer der Landflächen zu erhöhen und zwar auf Kosten der Natur und der Konsumenten und Steuerzahler ... damit die nichts merken, gaukelte man ihnen die Story von fair und souverän vor, damit die Dümmeren im Volke darauf reinfallen. Bei Dir hat der Trick ganz gut funktioniert, muss ich sagen!
     
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