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Ein Deutscher im Schweizer Forum

Dieses Thema im Forum "Neu hier?" wurde erstellt von Buesi99, 12. 08. 2014.

Ein Deutscher im Schweizer Forum 4.5 5 4votes
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  1. Komisch

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    Super Beitrag:)
     
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  2. razzar

    razzar

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    Es ist ja allgemein bekannt, und es wurde entsprechend medial verbreitet, dass in der Schweiz jemand versucht die hiesige Demokratie noch ganz abzuschaffen. Ganz klar gibt es Menschen, die gerne der EU beitreten würden und sich die Befehle von Brüssel wünschen ohne das Volk fragen zu müssen. Da wird es wohl in Zukunft noch einige Versuche geben, das Volk als zu dumm für Demokratie zu denunzieren.
     
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  3. cse

    cse

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    Bei der hohen Stimm- und Wahlabstinenz in der Schweiz kann kaum von direkter Demokratie gesprochen werden.
    Das EU-Parlament ist demokratisch legitimierter als jedes Parlament oder jeder Gemeinderat in unserem Land.
    Da redet man bei 40% Stimm- oder Wahlbeteiligung von Volkes Wille. Zusätzlich noch das Drittel nichtstimmberechtigter Mitbewohner.
    Bei uns kann sich einer Stadtpräsident nennen, wenn er 9% der Stadtbevölkerung vertritt, Ständerat, wenn er unter einem Promille der Schweiz repräsentiert etc.
     
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  4. tapir

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    Nicht-Partizipation ist in einer Demokratie wie der unsrigen ebenfalls vorgesehen. (Ausser im Kanton Schaffhausen da wird man gebüsst, wenn man seine Stimme nicht abgibt.) Wer also nicht wählen oder stimmen geht, wählt/stimmt auch auf eine Weise. Nämlich leer. Wir haben eine "Mitmachdemokratie", wer nicht teilnimmt, nimmt auf seine Weise teil.
    Zudem: Kann ja sein, dass die Wahlbeteiligungen bei EU-Parlamentswahlen höher sind (ich bezweifle zwar, dass das durchgängig der Fall ist), aber: Was hat dieses Parlament schon zu melden? Richtig: Nichts. Und wer wählt die Köpfe, die etwas zu melden haben? Richtig: Niemand.

    Der deutsche Sozi-Schulz ("Signor Schulz") hat es selbst gesagt: Wäre die EU ein Land und wollte der EU beitreten, so ginge das heute nicht. Der Grund: Demokratie-Defizite.
     
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  5. cse

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    Leider kenn ich kein Mass für Demokratiedefizit. Aber die Stimmbeteiligung sagt viel darüber aus.

    Nicht mal wenn man den Wahl-/Stimmzettel leer einwirft, wird dieser bei uns mitgezählt.
    Die meisten Bürger in der Schweiz interessieren sich schlicht nicht für Politik oder sind froh, wenn sich andere drum kümmern wie in einer repräsentativen Demokratie.

    Die Zeiten als die Teilnahme an Bürgerversammlungen in der Schweiz patriotische Pflicht, als man zum Dorfschreiner statt ins schwedische Möbelhaus ging, sind endgültig vorbei.

    Was nützt ein nahezu perfektes System, wenn es nicht gelebt wird?

    Der EU erst beitreten, wenn sie vollkommen ist statt am Weg dahin mitzuarbeiten (aufgrund unserer Erfahrungen) wie es andere Länder auch versuchen.
     
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  6. razzar

    razzar

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    Meist, wenn sich jemand über Entscheide, Abstimmungsresultate oder die heutige Situation aufregt und ich sie frage ob sie denn auch abstimmen gehen, erhalte ich die Antwort dass die Politiker sowieso tun was sie oder ihre Verbündeten wollen und es lohne sich deswegen doch nicht (so in der Art wenn man für mehr Wohlstand stimmt, es heute gegen die Wirtschaftlichkeit ist und darum so oder so nicht mehr Wohlstand zu Stande kommen kann). Es gibt laut entsprechenden Antworten auf die Frage der Busse sogar Exemplare, die lieber eine Busse von CHF 100.- zahlen würden für jede versäumte Abstimmung, als dass sie den Aufwand für eine Abstimmung schnell erledigen.

    Also zum Einten ist es wirklich so dass einige sich gerne vertreten lassen wie es auch gut ist, und andere wiederum abstimmen gehen würden sobald eine Busse droht wenn nicht. Meiner Meinung nach ist das mit der Busse diskutabel. Denn dann hätten wir mehr Demokratie aus allen Gesellschaftsschichten.
     
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  7. Androygnous

    Androygnous

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    Ganz kurz zu den rechten Parteien: in Deutschland gibt es Parteien wie die NPD und die AFD, deren politisch inhaltlicher Wert kaum bis gar nicht verwertbar ist. Das sind entweder rechtsradikale oder christlich fundamentale Politiker, die womöglich richtige Themen mit der falschen Wortwahl sowie aus der falschen Motivation heraus ansprechen. Was in Deutschland fehlt, ist eine Partei wie die SVP die auch heikle Themen souverän und durch die hervorgerufene Polarisierung mit der besten medialen Unterstützung bearbeitet. Selbst Parteien wie die AFD setzen sich die SVP als Vorbild, schießen aber in ihrem begrenzten Horizont durch den christlichen Hintergrund völlig über das Ziel heraus. In Deutschland genießen Parteien/Politiker die sich dem rechten Spektrum zuordnen daher einen sehr schlechten Ruf, eben weil keine souveräne Partei die Lücke in der rechten Bandbreite füllt. Weißt du, wie oft hier der Begriff "rechts" mit dem Begriff "rechtsextrem" assoziert und demnach verwechselt wird? Du musst hier sehr vorsichtig differenzieren, wie recht du bist, weil du sonst wieder Keule nach Keule kassierst. Ich kann dein Lob an dieses Land gar nicht verstehen, durch die Ereignisse der letzten beiden Weltkriege ist das Land so derbe sensibilisiert, dass kein sachlicher Dialog möglich ist. So nehme ich das als Schweizer in Deutschland wahr.

    ...und wie Medien im übrigen über die Schweiz berichten, ekelhaft. Da soll sich noch einer über diese Einseitigkeit wundern: wie auch, wenn 70% der deutschen Journalisten links sind. Dieses Land hat massive politische Probleme und hat sich selbst festgefahren. Da bevorzuge ich lieber die Situation in der Schweiz als die in Deutschland. Denn von den negativen Aspekten die du beschrieben hast, habe ich mit Ausnahme der regelmäßigen Kollision von links und rechts bisher gar nichts mitbekommen.

    In Deutschland gibt es von der geistigen, akademischen Elite auch kaum Beteiligung und Interesse an Politik. Schau dir mal die jüngsten Befragungen dazu aus. Schrecklich! Ich wette mit dir, da sieht es bei uns doch immer noch besser aus. Ich vermute, das liegt eben gerade an der repräsentativen Demokratie. Sie suggeriert, dass du als einzelne Person keinen Einfluss auf die Politik hat und das sind tatsächlich die Gründe, wieso sich viele Studierende ihrer Stimme enthalten. Wenn da die direkte Demokratie keine Lösung wäre.

    Grüsse!
     
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