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Die Indianertaktik der Grünen

Dieses Thema im Forum "Trollwald" wurde erstellt von gods president, 14. 01. 2011.

Die Indianertaktik der Grünen 4.8 5 5votes
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  1. Pia

    Pia

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  2. gods president

    gods president Guest

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    Die Indianertaktik der Grünen ist am Aufgehen:

    Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist noch immer gegen einen EU-Beitritt, jedenfalls bestimmt gegen einen asozialen, unökologischen.

    Die Grünen haben vor einigen Monaten ihre Kriterien für einen EU-Beitritt bekannt gegeben (siehe Homepage Grüne Schweiz), dies sind ökologische und soziale. Dies sind die Verhandlungsgrundlagen, ohne Anpassung der EU gibt's sicher keinen Beitritt, da wären die Grünen und die SP zuvorderst dagegen.

    Die SP hatte sich anschliessend ebenfalls von einem bedingungslosen Beitritt zur EU distanziert: Levrat persönlich ist ganz dagegen (Arena mit EU-Pro Brunner von der SVP) und Calmy-Rey kurz vor ihrer Rücktrittsmeldung (auch die SP habe Kriterien für einen Beitritt).

    Blocher hatte als Bundesrat genug gesehen und hat sich in der Bundeshaus-Arena vom 26.9. zwar noch mit etwas SVP-karikierendem Theater, doch klar als wahrer Grüner gezeigt. Mit SP-Fehr scherzend appellierte er für eine selbstbewusste Verhandlungsposition bezüglich EU-Beitritt. Blochers Version von selbstbewusst sollte nur wegen seiner SVP-Zugehörigkeit nicht im Sinne von selbstabwertend verstanden werden. Zu positiv war seine Körpersprache, zu überzeugend seine Stimme.

    Gestern am Präsentationstag der Grünen auf dem Bundesplatz machte Ueli Leuenberger, Parteipräsident der Grünen Schweiz, alles klar: Ihm geht es nicht einfach darum, der EU beizutreten. Die Pro-Haltung der Grünen bezieht sich auf eine starke Verhandlungsposition. Verhandlungen seien nötig in der aktuellen Wirtschaftslage, wo man morgen nicht mehr hält was heute versprochen wird.
    Nach den Verhandlungen sehe man dann, was herausgekommen ist; das Parlament wird einen Entscheid darüber fällen und dann das Volk.

    Was Leuenberger nicht gesagt hatte, aber von der Grünen Politik automatisch mitgemeint war: Eine starke Verhandlungsposition muss zwangsläufig ökologischen und sozialen Kriterien standhalten, sonst wäre es eine schwache.
    Die EU hätte so selber einen Anreiz, die Ökologisierung voranzutreiben. Die ökologische Kräfte werden so allseits gestärkt und die Grüne Wirtschaft international vorangetrieben.

    So haben wir das Fünferli und das Weggli gehabt: Die Schweiz hat mit den linken Parteien generell Interesse an der EU bekundet. Diese Parteien waren auch am Aufbau internationaler ökologischer und sozialer Netzwerke beteiligt, welche den Wandel vorantreiben sollen, also in absolutem Eigeninteresse. Da auch die EU Interesse hatte, durfte man als Politiker mit entsprechender Funktion etwas in dieses grosse Gebilde hineinschauen. Den Verhandlungen für die Bilateralen kam dieses generelle Interesse der Schweiz bezüglich eines Beitritts auch entgegen.
    Blocher hatte den Sicherheitsinstinkt der Bevölkerung dazu genutzt, dass die EU-Beitrittsskritischen und-gegner sich weiter für Politik interessierten und nun gezeigt, dass es jetzt Zeit für eine Grüne Politik ist. Zumindest bezüglich des EU-Beitritts.
    Die Grünen selber haben in der Zwischenzeit in den anderen Bereichen und Sachthemen genügend Wissen und Argumentarium anhäufen können, um jetzt mit einer glasklaren Politik die Leute überzeugen zu können.

    Eine richtige Schweizerin und ein richtiger Schweizer mag keine Lügen und Wischiwaschi, sondern eine klare Sache. Dies heisst weiterhin: s'Füüferli und s'Weggli.
    Nach einer Auslegeordnung sollte deshalb jeder und jede überzeugt Grün wählen können; nach Betrachten folgenden Filmchens dürfte bezüglich Wahlen 2011 nicht mehr studiert werden müssen: http://www.youtube.com/watch?v=pdyh4Hwp89Q&feature=player_embedded

    Willkommen im Grünen Zeitalter!
     
  3. gods president

    gods president Guest

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  4. felixkohl

    felixkohl

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    @gumbyman

    Suchen Sie den Fehler ;-)


    Gröhl...Danke für den herzhaften Lacher.
     
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  5. gumbyman

    gumbyman

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    Gern geschehen :)

    g.
     
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  6. gods president

    gods president Guest

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    Schickt das Zeug hier rum, die Indianertaktik soll möglichst der gesamten Schweizer Bevölkerung bekannt sein. Somit verleihen wir ihr Geltung und narren damit die ganze Mafia! So schnell wagen sich diese Gauner nicht wieder an unsere Schweizer Politiker ran, egal wie die tun. Dann können die auch in aller Ruhe die Grüne Wirtschaft auf- und ausbauen.
    Denn das St.Galler Rheintal ist als erste Region der Schweiz bereits an deren Umsetzung dran: Die ganze Region ist neuerdings im Energiestädte-Label-Geschäft drin, stand gestern in der Zeitung. Es gibt für uns Rheintaler, für uns Schweizer kein Zurück mehr. Je schneller wir sind, desto besser! Die Deutschen haben zwar den Atomausstieg bis 2022 beschlossen, doch wir sind noch schneller, wenn wir auch in der Politik Vollgas geben! Dann haben wir auch den wirtschaftlichen Konkurrenzvorteil. Allez les Verts!

    Es lebe unser unsichtbares, friedliches Stachelschwein!
     
  7. gods president

    gods president Guest

    Neuer Benutzer
    Dass die Indianertaktik auch aus der Sicht von Ueli Leuenberger, dem Präsidenten der Grünen Partei Schweiz, am Aufgehen ist, davon zeugt sein neuster Blogeintrag.
    Der letzte Abschnitt zeugt von der starken Position, welche die Grünen jetzt innehaben: Leuenberger kann der SVP völlig nachvollziehbar das Greenwashing nahelegen, indem er von der SVP fordert, sich von der Stadtzuger Hetzkampagne zu distanzieren. Obwohl die SVP damit Stimmen holen würde.
    Figgi und Mühli sozusagen, Leuenbergers Grüne können sich die Freiheit leisten. Nicht ohne unsicher zu wirken. Im Gegenteil, die Indianertaktik der Grünen bringt mehr Sicherheit.

    http://www.gruene.ch/web/gruene/de/mitmachen/mitdiskutieren_blog/bloge intraege_2011/oktober/svp-vorstoss_asyl.html]

    Die Grünen Schweiz sind eine ganz starke Opposition zur bürgerlichen Mehrheitspolitik. Die Grünen sind mit ihrer Politik jedoch auch regierungsfähig; nicht nur national, sondern auch kantonal und regional. Es fehlen nur noch die nötigen Stimmen.
    Objektiv betrachtet sind nur die Grünen eine Mittepartei, eine Volkspartei, welche für das ganze Volk politisiert und somit die Bezeichnung Volkspartei auch verdient. Alle bürgerlichen Parteien sind rechts (inkl. GLP). Im Schlepptau der Grünen dabei ist auch die SP, die zwar meistens eine Mittepolitik betrieben hat, jedoch von der Geschichte her weiterhin als links bezeichnet werden darf. Verwechslungen wegen der Bezeichnungen links, Mitte und rechts sollten im aufgeklärten 21. Jh. ausgeschlossen werden dürfen.
     
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