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China

Dieses Thema im Forum "Internationale Medien und Schlagzeilen" wurde erstellt von felixkohl, 12. 11. 2012.

China 4.4 5 5votes
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  1. San Pellegrino

    San Pellegrino FDP

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    Die USA kennen dich noch nicht, Verträge sind da um gebrochen zu werden.

    Die USA haben ihre Kriege jeweils mit Hilfe des Rests der Welt finanziert, und zwar per Inflation.

    Lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslosigkeit. Wenn man noch ein bisschen darüber schwafelt (Phillips Kurve), gibt es den
    für Kaffeesatzlesen bzw. Wirtschaftswissenschaft.
     
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  2. Zocker

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    China bleibt sicher sehr spannend. Der kommunistische Machtanspruch auf die Alleinherrschaft behindert und stranguliert die Wirtschaft schon heute. Unrentable Staatsbetriebe behindern freie Unternehmen und grosse Bankkredite werden in Geisterstädten versenkt. Bedingt durch die Einkindpolitik tritt heute ein Demographieproblem zu Tage, für das es keinen sinnvollen Lösungsansatz gibt. China stirbt bevor es reich wird, titelte unlängst eine Zeitung. Seit 2012 nimmt die arbeitende Bevölkerung ab, wobei die Anzahl der Rentner weiterhin zunimmt.

    Und bei jedem Bericht über China stellt sich die Frage, was ist wahr und was ist wirklich Realität. Mehr von dieser Realität werden wir erst aus der Geschichte erfahren.
     
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  3. Zocker

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    Wachstumszwang für China:

    Präsident Xi Jinping und Ministerpräsident Li Keqiang haben auf internationalem Parkett während ihrer ersten Auslandsreise im Oktober schon brilliert. In ihrem eigenen Land zu überzeugen dürfte schwerer sein. Denn die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde hat, trotz zuletzt ermutigender Zahlen an Wirtschaftskraft verloren, stöhnt unter Überkapazitäten, hohen Schulden und rasch steigenden Hauspreisen.

    Auch wenn die offiziellen Wachstumszahlen kaum der Wirklichkeit entsprechen, so geben sie zumindest eine Relation vor: Mit erwarteten 7,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr wird die Volksrepublik – allerdings von immer höherer Basis aus gerechnet – so langsam wachsen, wie seit 23 Jahren nicht mehr. China braucht aber durchschnittlich 7 Prozent Wachstum seines Bruttoinlandsproduktes (BIP), um das selbstgesteckte Ziel zu erreichen, sein BIP pro Kopf zwischen 2010 und 2020 zu verdoppeln.

    Und 7,2 Prozent Durchschnittswachstum sind allein notwendig, um sozialen Unfrieden durch steigende Arbeitslosigkeit zu verhindern. Den Parteibonzen bleibt also nichts anderes, als neue Wege zu finden, und gleichzeitig die Wirtschaft unter Dampf zu halten. Anders gesagt: Sie müssen in vollem Galopp die Pferde wechseln.


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    Wer glaubt schon, dass bei der jahrelangen Umsetzung dieser Aufgabe nichts in die Hosen geht?
     
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  4. Zocker

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    Heir noch ein Kommentar zu Chinas Umstellung:
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    Die Beispiele aus der Vergangenheit waren noch nicht mit Ökologischen Problemen befrachtet.

    Wir werden es erleben, was herauskommt.
     
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  5. Zocker

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    China will die Wirtschaft des Landes umbauen nur...? Der Umbau darf die Macht der Partei nicht gefährden, er darf die Macht und Pfründe der Staatsbetriebe, der Parteikader, der Eliten usw. nicht gefährden. Wieder wagt sich jemand an die Quadratur des Kreises.

    Das mit dem Umbau wird vorderhand ein Wunsch derer bleiben, die davon profitieren würden. In der Realität wird die Machrerhaltung im bestehenden System weitergehen. Erst wenn die Kacke wirklich am dampfen ist und die Explosiönchen zu Explosionen werden, dann wird etwas passieren.
     
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  6. Benjamin

    Benjamin

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    Es ist eine Gratwanderung. Solange die chinesische Wirtschaft wächst, immer mehr Menschen in den Wohlstand kommen und weniger verprellt als beglückt sind, wird man Aufmüpfige dämpfen können und das System geht reibungslos weiter. Eine Diktatur, welche wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik durchbringen kann, ist effizient. Wohlverstanden, ich rede nur von Wirtschaft, nicht von Demokratie und Menschenrechten!

    BG, Benjamin

    PS: Die Konjunkturprognosen für China wurden aktuell nach oben revidiert.
     
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  7. Zocker

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    Die wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik stösst besonders in China an Grenzen.

    Zum 1. ist die Frage wie geschönt sind die Wachstumszahlen, zum 2. wie ist es mit dem Wohlstand für die Massen? Sind die Umweltschäden nicht Wohlstandsdämpfer? Und 3. wie soll das Wirtschaftswachstum bei schrumpfender Gesellschaft weiter mit über 7% wachsen? Wie soll das investitionsgetriebene Wachstum weiter gehen, wenn es heute schon zu Fehlallokation in grossem Stil kommt (Geisterstädte)? Wie kann man auf ein Konsumgetriebenes Wachstum (USA) umschalten ohne den Wohlstand mehr auf die Massen zu verteilen? Und wie kann man dann die etwas mehr wohlstandsverwöhnte Massen beherrschen, ohne demokratische Reformen?

    Das heutige Machtgefüge kann die Wirtschaft nicht nachhaltig auf den Zustand umbauen, der einer freien Marktwirtschaft entspricht. Das würde nämlich heissen, die Wirtschaft ist zuerst profitoptimiert und dient nicht in erster linie dem Machterhalt des heutigen Systems.

    Demokratieübungen kosten Blut und Elend und viel Zeit. China hat noch einen langen Weg vor sich. Die vielen guten Worte der neuen Führung und die fehlenden konkreten Schritte, zeigen schon die Schwäche des Umbaues an. Aus irgendwelchen Gründen kann man sich jetzt nur die Ziele erarbeiten und muss mit der Umsetzung noch warten.
     
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