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China

Dieses Thema im Forum "Internationale Medien und Schlagzeilen" wurde erstellt von felixkohl, 12. 11. 2012.

China 4.4 5 5votes
4.4/5, 5 Bewertungen

  1. Natascha

    Natascha Guest

    Neuer Benutzer
    Keine andere Kultur unterscheidet sich so sehr von anderen auf der Welt, wie die Chinas. Man kann sagen das China kein weiteres Land ist sondern eine eigene Welt. Es ist oft schwer den chinesischen Weg des Lebens 'The chinese way of life' zu verstehen. Um die chinesische Kultur besser zu verstehen muss man sich die Geschichte Chinas verständlich machen.
    China war bis zum Ende des 19. Jahrhundert, sozusagen, abgeschottet von der restlichen Welt. Die Chinesen haben sich selbst als 'Mitte' betrachtet - da sie fortschrittlicher waren als die Stämme und Völker um sie herum. Daher kommt auch der Name 'zhongguo'(so wird China auf chinesisch genannt), was so viel bedeutet wie Königreich in der Mitte. Andere Völker, vor allem aus dem Norden, haben oft versucht China zu erobern und wie man mit Dschingis Khan gesehen hat waren sie auch teilweise erfolgreich. Zwar hielt die Belagerung nicht für ewig, jedoch haben die Chinesen daraus ihre Schlüsse gezogen. So ist die chinesische Mauer ein Beispiel für die Abschottung von der restlichen Welt. China lässt sich nicht mit anderen Nationen vergleichen, vor allem nicht mit westlichen - da das Land einen vollkommen anderen Ausgangspunkt hat. Viele Nationen passen sich gegenseitig an und kopieren miteinander in einigen Zügen. China hat andere Grundvoraussetzungen und muss so in vielerlei Dingen seinen eigenen Weg gehen. Aspekte wie die Bevölkerung, Nahrungsversorgung, lange Geschichte des Landes, Politik und Traditionen beeinflussen die Chinesen noch bis zum heutigen Tag.

    N.
     
  2. Loser

    Loser Parteilos

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    Was Du da schreibst, trifft auf so ziemlich jede Kultur in Asien zu.
     
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  3. Zocker

    Zocker

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    Kultur hin oder her, ob cihinesisch oder europäisch, am Schluss ist es die Kultur der Macht auch der wirtschaftlichen Macht. Es mögen sich die Mittel oder Methoden unterscheiden um Machansprüche durchzusetzten, das Ziel bleibt jedoch das gleiche. Streben nach Macht und Geld oder nach Geld und Macht. Der Stärkere hat Geld und Macht und der Schwächere ist dafür zahlreich in Milliardenstärke vorhanden.
    Ob Finanzkapitalismus wie jüngst im Westen geübt oder Staatskapitalsimus wie in China gelebt, das Resultat ist: Arme werden ärmer und Reiche werden reicher.

    Die Hoffnung besteht lediglich darin, dass die Habenichste gescheiter werden und es den Reichen immer schwerer fällt sich über 90% des BIP-Kuchens zu bemächtigen.
     
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  4. Zocker

    Zocker

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    Nicht nur wir machen und Gedanken über China sondern auch die reichen Chinesen. Und zu welchem Schluss kommen sie?

    Der „Lan-Club" an der Jianguomenwai-Straße, der ost-westlichen Zentralachse der chinesischen Hauptstadt, ist die symbolische Heimat des neueren Pekinger Kapitalismus, und deshalb diskutiert die Stadt jetzt die Nachricht, dass seine Eigentümerin, die Restaurantketten-Mogulin Zhang Lan, ihre chinesische Staatsbürgerschaft aufgegeben hat, wie ein Ereignis von beträchtlicher Bedeutung. Da scheint etwas fassbar zu werden, das möglicherweise folgenreicher ist als all die Parteitagsbeschlüsse: Das Kapital und die Kapitalisten verlassen das Land.

    Laut dem diesjährigen Millionärs-Report „Hurun" haben sich bereits sechzehn Prozent der reichsten Chinesen die für eine Emigration erforderlichen Papiere verschafft, und 44 Prozent wollen das tun; nur 28 Prozent haben Vertrauen in die Entwicklung der beiden nächsten Jahre - 2011 hatten das noch 54 Prozent. Und zum ersten Mal ist in diesem Jahr nach offiziellen Statistiken trotz des Exportüberschusses und der hohen ausländischen Direktinvestitionen mehr Geld außer Landes geflossen als hereingekommen.

    URL

    Ich frage mich immer noch, wie nachhaltig das chinesische System ist? Und ich bin immer noch überzeugt, dass auch den Chinesen in ihrer Entwicklung nichts geschenkt wird. Nicht dass sie wie die Europäer in gleich zwei Weltkrigen ihren Nationalismuss ausleben müssen. Es reicht schon, wenn bei ihnen nur einmal dieser Virus ausbricht.
     
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  5. Benjamin

    Benjamin

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    Wenn China in Turbulenzen kommt, dann haben wir weltweit einen wirtschaftlichen Tsunami. Wobei dieser Artikel die Sache relativiert:

    Seit Jahren zanken sich die USA und China um die chinesische Währung Yuan. Denn obwohl Chinas Wirtschaft seit Jahren viel stärker wächst und die chinesische Zentralbank auf Reserven von 2,5 Billionen Dollar sitzt, wird der Yuan nur dann gegenüber dem Dollar wertvoller, wenn die Chinesen das wollen. Sie haben ihre Währung an den Dollar gekoppelt, um eine Aufwertung zu verhindern.
    Immerhin: Kurz vor dem G-20-Gipfel in Toronto hat Peking eingelenkt - und einen etwas flexibleren Wechselkurs in Aussicht gestellt. Tatsächlich hat sich der Yuan seitdem leicht verteuert. Am Grundprinzip ändert dies aber noch nichts: Die chinesische Währung ist im weltweiten Vergleich unterbewertet. Dies macht chinesische Waren im Ausland künstlich günstig.
    Um wie viel der Yuan aber genau zu billig ist, weiß niemand. Die Schätzungen reichen von 10 bis 30 Prozent.
    , sagt HSBC-Fondsmanager Richard Wong.
    Es werde eine Zeit dauern, damit sich Export und Produzenten darauf einstellen können. Aber sie werden es schaffen. Denn gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (Grafik) verschwendet China noch viel Arbeitskraft. Mit genügend Fortschritt wird es trotz gehärteter Währung auf dem Weltmarkt bestehen.
    Hinzu kommt: Im selben Maß, wie sich chinesische Exporte verteuern, werden die Importe billiger. Das dämpft die Inflation und nimmt der Regierung somit eine wichtige Sorge. Allzu lange wird sie sich also nicht mehr bitten lassen.
    In ein paar Jahren wird das Thema wohl sowieso erledigt sein.
    , sagt Christina Chung, Managerin des RCM China von Allianz Global Investors.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/supermacht-der-wirtschaft-vi er-risiken-made-in-china-a-702791-3.html


    BG, Benjamin
     
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  6. Zocker

    Zocker

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    Solche relativierenden Artikel liesst man immer wieder, aber dennoch. Vor ein paar Wochen gab es Meldungen, die die von China gemeldeten Wirtschaftsdaten sehr anzweifelten. So sind das BIP die Exportzahlen oder die Arbeitslosikeit nicht nur geschönt sondern auch bis zur Unkenntlichkeit verbogen. Da es keine anderen Zahlen gibt nimmt man halt was da ist. Doch jeder weiss da wird gemogelt und betrogen.

    Damit China eine Weltwährung wie den $ bekommt, braucht es nicht nur die freie Konvertierbarkeit sondern auch das Vertrauen der Investoren. Und da wird China noch manches Jahr warten müssen und die eigene wirtschaft umbauen müssen und die Macht des Staates und der Partei aus der Wirtschaft ausschalten müssen, damit das Vertrauen entsteht. Wie sollen internationale Investoren in ein System Vertrauen haben, das ohne Rechtssicherheit ist und auf Korruption aufbaut? Eine Volkswirtschaft und insbesondere eine Währung besteht nicht nur aus ein paar Statistikwerten, sondern aus einem riesigen Vertrauensvorschuss in Land und Leute.
    Wer heute eine 30jährige US-Staatsanleihe kauft, der vertraut darauf, das die US-Bürger auch nach 30 Jahren Willens und in der Lage sind das Geld zurückzuzahlen. Die Erfahrungen im letzten Jahrhundert stützen diesen Glauben.

    Wie schaut das in China aus? Wird sich die Einparteienregierung so lange halten können? Oder wird ein Wechsel zu echt demokratischen Zuständen stattfinden? Und wenn ja, wie blutig wird dieser Wechsel sein und wird China als Einheit bestehen bleiben. Sind da womöglich grössere Währungsturbulenzen zu erwarten?
    Wenn ein System die Freiheit einschränkt bzw. unterdrückt, so wird die fehlende Freiheit durch Korruption ersetzt. Diese Korruption richtet sich wiederum gegen das System, indem es Einzelinteressen bedient und dem Gesamtsystem durch Ineffizienz schadet. Mit der Korruption stirbt auch die Wahrheit, d.h. die Realität wird verlogen dargestellt und niemand kennt die Realiät wirklich.
    Dazu kommt noch, dass die internen Probleme in China Dimensionen haben, die einem Angst machen können.

    Wer Vertrauen in die Wirtschaft und die Währung von China aufbauen möchte und genauer hinsieht, der merkt unweigerlich, welche Vorzüge der $ und die US-Wirtschaft noch haben. Und es wird Jahre oder Jahrzehnte benötigen bis China diese Voraussetzungen mitbringt. Und es ist unwahrscheinlich, dass China in dieser Zeit seine Entwicklung ungestört und ohne politische Turbulenzen kontinuierlich fortsetzen kann.
     
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  7. Benjamin

    Benjamin

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    Dies stimmt.
    China ist und bleibt noch lange sehr unberechenbar, aber auch spannend.

    Auch dies stimmt.
    Ich habe schon oft gehört, der EURO würde den Dollar als Leitwährung ersetzen. Das gleiche hört man jetzt von der chinesischen Währung. Dies dürfte aber alles noch extrem lange dauern, weil die USA trotz allem, ein System haben, dass sich bewährt hat, wenn auch mit vielen Turbulenzen. Der erste Schritt für Vertrauen ist eine Demokratie. Und davon ist China noch weit entfernt.

    BG, Benjamin
     
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