1. Willkommen auf POLITIK-FORUM.CH - der grössten interaktiven Politik-Plattform der Schweiz

    Über 3`600 registrierte Mitglieder, 6`800 Themen und 320`000 Beiträge!

    Folgen Sie uns auf Google+ / Twitter / Facebook
  2. Zutreffendes Statement von Benutzer Tapir mit 1800 Beiträgen an ein neues Mitglied:

    "Wenn du tatsächlich fundierte Kritik übst, dann hat wohl niemand etwas dagegen. Grundsätzlich üben wir hier eine Art "Selbstmoderation"
    Dieses Forum funktioniert, weil die User die Grenzen des Anstands kennen und (meist) wahren.
    Von Zeit zu Zeit geraten sich die User indes persönlich etwas in die Haare; sei davon nicht irritiert - man kennt und neckt sich hier teilweise schon ein Jahrzehnt."

China

Dieses Thema im Forum "Internationale Medien und Schlagzeilen" wurde erstellt von felixkohl, 12. 11. 2012.

China 4.4 5 5votes
4.4/5, 5 Bewertungen

  1. New York_

    New York_

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    4. 09. 2011
    Beiträge:
    886
    Zustimmungen:
    0
    In Anzahl ist dies viel, jedoch im Verhältnis zu gesamten Bevölkerung eben wenig. So krass dass dies tönt. Aber es gibt einfach 1,5 Milliarden Chinesen.

    Die Korruption ist in ganz Asien gross, jedoch verstehen es die Asiaten dies besser zu handeln als andere Völker. Asiaten sind erstaunlich pragmatisch, wenn es darum geht, begangene Exzesse punkto Korruption wieder zu glätten. Die Philippinen und Indonesien zeigen da gute Beispiele mit Marcos und Soeharto.

    Diese Thematik ist aber in China - ausser der Umwelt- , eigentlich besser als in den USA oder in Europa. Problematisch ist vermutlich eher, dass zuwenig Transparenz im Finanzsystem besteht.

    Das Durchschnittsalter in China ist 35 Jahre und somit rund 10 Jahre tiefer als zum Beispiel in Deutschland. Wer weiss, vielleicht verschieben sich die Karten und Europäer wandern tatsächlich aus nach Asien um Arbeit zu finden.

    Dies ist ein Märchen von unseren Medien. China kopiert und China wird auch kopiert. Und Eigeninitiative resultierend aus überdurchschnittlichem Ehrgeiz und Fleiss ist mehr vorhanden als uns lieb sein kann. Wir müssen aufpassen, dass wir immer von unserer Warte aus denken und die Motivation der Chinesen nicht begreifen können. Im übrigen sind die Chinesen überdurchschnittlich patriotisch und es ist eine Ehre für einen Chinesen international geschäftlich erfolgreich zu sein. Bei uns ist es nicht ein Ehre, sondern der reine Antrieb vom Geld. Da sind uns die Chinesen eben auch überlegen.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  2. Zocker

    Zocker

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    29. 11. 2006
    Beiträge:
    7.915
    Zustimmungen:
    0
    Mir machen eben die besagten Patrioten Angst, denn sie sind die Voraussetzung für jeden Krieg und sie sind dann die Patri-Idioten die in den Krieg ziehen und sich erschioessen lassen für die Machtgelüste von anderen. Was auf dem Acker des Patriotismuss und Nationalismus wächst hat das 20. Jahrhundert eindrücklich gezeigt.

    Zu den sehr sehr geringen Forschungsinvestitionen in China habe ich vor Kurzem eine Zahl gelesen und kann sie nicht mehr finden. Wenn in einem Staat die Rechtssicherheit fehlt, dann kann jeder Private nur auf kurze Sicht geschäften d.h. jeder muss möglichst schnell zu seinem Gewinn kommen. Langfristige Investitionen können sich nur Staatsbetriebe leisten, denn die funktionieren nach Postenschacher. Vor diesem Hintergrund muss man Chinas Wirtschaft betrachten. Dazu hat die Verstaatlichung von Betrieben in den letzten Jahren zugenommen.

    Vielleicht ist der Weihnachsmann und der Osterhase doch Realität :)))
    Warum wander heute praktisch niemand nach China aus? Wer sucht als Europäer eine Karriere als Wanderarbeiter = Wandersklave? Heute hat China dauern Angst wegen zu hoher Arbeitslosigkeit. Ein Wirtschaftswachstumm von 8% und mehr wird benötigt um die Massen zu beschäftigen. Das wird sich sehr rasch ändern und es werden Millionen Pensinäre zu versorgen sein. Woher dann die dazu notwendigen jungen Arbeitskräfte kommen weiss heute niemand.

    Die Frage ist nicht wie korrupitionstolerant die Bevölkerung ist und wie gut die Leute damit umgehen können. Die Korruption ist sehr wettbewerbsschädigend. Es werden ständig alte unrentable Strukturen erhalten, es führt zu Recourceverschwendung und mindert so den Wohlstand. China pflegt ein System der Machtkonzentration in der KP und ist damit ein gefundenes Fressen für den Krankheitserreger Korruption. China kann die Korruption nur noch mit den Lippen bekämpfen. Jede wirkliche Kampfansage würde zu Machtverlusten für die Partei führen und genau das will die Partei um jeden Preis verhindern.

    Und da kommt der Punkt, jedes System stirbt eines Tages, es sei denn das System ist das Chaos. Auch unser Kapitalismuss pendelt zwischen Aufbauphase und Krise bis zum Chaos.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  3. New York_

    New York_

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    4. 09. 2011
    Beiträge:
    886
    Zustimmungen:
    0
    Du warst garantiert noch nie in China, sonst würdest du so etwas nicht schreiben. In China - und zwar nicht nur in Shanghai oder Beejing- sieht man massenweise deutsche Ingenieure, Bauarbeiter aus den Philippinen, Projektmanager aus allen Ländern, Firmen aus Japan, Malaysia und den USA und natürlich Sklaven aus Nordkorea. Das Bild in China ist oft ähnlich wie in Dubai. Also völlig international. Dort wo Aufträge generiert werden und Geld fliesst, dort kommen auch die Leute hin und zwar von überall. Und mach dir keine Sorgen bezüglich
    . In China gibt es genug davon. Eigentlich fast zu viel. ;))

    Selbstverständlich gebe ich dir recht, dass ein Finanzkollaps in China möglich ist und die Folgen völlig unabsehbar wären. Und natürlich ist uns dieses Land aufgrund der Grösse, der Macht und der zunehmenden Dominanz am Weltmarkt unheimlich. Wir müssen aber akzeptieren, dass es nicht von Gott gegeben ist, dass automatisch die Karten nur in den USA und in Europa liegen, sondern künftig wohl mehr in Asien und Indien. Die Grosswetterlage verändert sich und wir müssen uns darauf einstellen und damit leben und die Weichen dahingehend stellen, dass wir dies für uns kapitalisieren können.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  4. Loser

    Loser Parteilos

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    21. 04. 2008
    Beiträge:
    11.149
    Zustimmungen:
    6
    Geschlecht:
    männlich
    Ich war noch nie da, aber mein Bruder lebt dort :)

    http://derstandard.at/1350261348316/China-Sprengsatz-Mittelschicht

    Gerade im Hinblick auf den Parteitag wurde das Phänomen Mittelschicht genauer beleuchtet und lieber New York, es ist nicht alles Gold, was glänzt.

    http://www.stimmen-aus-china.de/2012/07/12/werden-im-jahr-2030-74-der- chinesen-zur-mittelschicht-gehoren-chinesische-reaktionen-auf-eine-pro gnose-europaischer-experten/

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/chinas-mittelschicht-niemand-ist -immun-11131221.html

    Die klauen sie ja zusammen :)

    Wir ? Sicher nicht. Zumal die chinesische Führung das als Einmischung ansieht. Denen die Technik zu liefern, heisst nichts anderes als sein eigenes Grab zu schaufeln. Denn sobald sie die haben, wird kopiert, verschlimmbessert und billig auf den Markt geworfen.

    Wobei ich behaupte, dass genau Du so denkst, denn die Firmen, die ausgebootet wurden, können Dir davon ein Liedchen singen.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  5. Loser

    Loser Parteilos

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    21. 04. 2008
    Beiträge:
    11.149
    Zustimmungen:
    6
    Geschlecht:
    männlich
    Ja sicher, darum wollen die Reichen in China usverregä ins Ausland, natürlich mit der Kohle.

    Diese Jungs und Mädels sind dort konzentriert, wo es auch eine Wirtschaft hat und die wiederum macht sich überall, nur nicht auf dem Lande breit. Eben dort, wie Du geschrieben hast, wo die Kohle fliesst.

    Dazu kommen noch die steigenden Rüstungsausgaben, die nicht nur die Nachbarn mit Sorge sehen. Meine Meinung ist, dass wir den Chinesen nicht allzuweit entgegen gehen sollten, denn solange die noch hinterherhinken, werden sie sich auch benehmen. Gar nicht gerne sehe ich z.B. dass die Amis ihre Hightech-Waffen auch den Indern anbieten, wie die Russen übrigens auch, und sich dort alles ein wenig mehr aufschaukelt. Gnade uns Gott, wenn die sich in die Haare kriegen.

    Nein Uni, die Türkei ist nach wie vor ein wichtiger Verbündeter und wird auch von den Europäern unterstützt, siehe Syrien.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  6. felixkohl

    felixkohl

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    2. 02. 2006
    Beiträge:
    2.830
    Zustimmungen:
    0
    Ich möchte den etlichen Posts nur anfügen, dass China sehr viel auch in Forschung und Innovation investiert. Sie sind schon längst aus dem Stadiums des Kopierens. Wolfgang Hirn (dessen Buch ich weiter vorne zitiere) belegte dies schon vor ein paar Jahren.
    Ich rede hier nicht nur von Technik, Billigprodukten, Textilien und Agrarprodukten, sondern auch von IT, ICT und Bio-Medizinischen Technologien. Im Gegensatz zu Westeuropa gibts dort aber keine Ethikkommissionen....
    Abgetrieben wird beispielsweise sehr
    (auch ältere Föten)...

    Allerdings haben die Chinesen auch Interesse an nachhaltige Technologien im Bereich Energiewirtschaft und Umwelt.

    Was die wirtschaftliche Potenz und Innovationskraft angeht, dürfen wir China nicht wie damals (in den 70ern) im Falle von Japan geringschätzen. Die Japaner (und Südkoreaner...später Taiwan etc.) zeigten vielen Europäern und Amerikanern bald einmal die
    .
    Zweifellos gibt es aber auch einen signifikanten Unterschied. Japan ist eine liberalere Gesellschaft als China.
    Letztlich sind junge Chinesen, die in US-amerikanischen oder Europäischen Unis studieren um anschliessend zurück in ihrem Land Karriere zu machen, alles andere als Dummköpfe.
    Die chinesische Partei und Regierung wird zwar dort intervenieren, wo sie Gefahren für ihr eigenes System wittert, aber nicht in dem stupiden, ideologischen Masse, wie es seinerzeit Stalins Sowjetunion vormachte. Denn damals (so las ich in wissenschaftshistorischer Literatur) wurden ganze Wissenschaftszweige (Medizin, Genetik, Pflanzenbau uvm) desaströs vernachlässigt. Schliesslich wird neue Erkenntnis und Innovation meistens aus freier, unabhängiger Forschung generiert.
    Vielleicht hat jemand hier konkrte Einsichten/Erfahrungen?

    Der gesellschaftliche Ethos, den Uni de Louisville dramatisch verurteilt, ist mir viel zu unbekannt um dazu Stellung zu nehmen. Darf und soll aber auch diskutiert werden.

    Was die traditionelle (und religiöse) Kultur Chinas (oder was noch davon übrig ist) angeht, so wäre es auch interessant, diese ein klein bisschen besser zu verstehen.
    Kaum ein Journalist oder Verlagshaus, dass sich etwas intensiver damit beschäftigt. Ich finde das sehr bedauernswert.

    Die öffentliche Wahrnehmung in der CH, in Europa und in den USA ist m.E. von vielen Klischees getrübt. Ich glaube Angst wäre ein falscher Ansatz. Vorsicht durchaus berechtigt. Wichtig aber auch ein Verstehen wollen...wie in einer Ehe.. :)
    Die innerpolitischen Themen, die einige Poster etwas ausleuchteten, fand ich interessant. Merci.
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
  7. Loser

    Loser Parteilos

    Top Benutzer
    Registriert seit:
    21. 04. 2008
    Beiträge:
    11.149
    Zustimmungen:
    6
    Geschlecht:
    männlich
    Dann sollte der werte Herr mal an die Messen in Deutschland gehen, wo die Chinesen reihenweise ausgeschlossen werden, eben wegen dieser Kopien. Oder es wird schlicht geklaut, wie jüngst die Software um Windräder zu betreiben.

    Doch Gauner ist nunmal auch Gauner, denn die 50000 Euronen,m die der Dieb häte bekommen sollen, hat er nie bekommen.

    Wo sie Gefahr fürs eigene Bankkonto wittert, denn nach wie vor profitieren immer die Clans des Machthabers in der Beziehung.

    China verstehen zu wollen, ist ein durchaus positiver Ansatz, doch ich hab eher das Gefühl, dass man vor denen kuscht. China will seine Produkte verkaufen, zudem produzieren sie auch immer mehr, weil auch die Menschen eben besser ausgebildet sind und immer mehr von ihnen auch immer mehr produzieren. Diese Produkte überschwemmen dann den hiesigen Markt und rate mal, wer da auf der Strecke bleibt :)
     
    ---------------------------------------------------------------
    Jetzt kostenlos registrieren und mitdiskutieren!
Thema bewerten:
/5,

Diese Seite empfehlen