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Alternative Antriebe für Fahrzeuge

Dieses Thema im Forum "Verkehrspolitik" wurde erstellt von brille, 4. 01. 2008.

Alternative Antriebe für Fahrzeuge 4 5 3votes
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  1. brille-mod

    brille-mod Guest

    Neuer Benutzer
    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Ich stelle mir den Pressluftantrieb als Ergänzung, nicht als hauptsächlicher Antrieb vor. Ich finde dieses Antriebskonzept sollte man nicht aus den Augen verlieren.

    Ich finde Raps Diesel insofern eine gute Idee weil man den Bauern ein Zustupf geben kann, im kleinen Rahmen sicher eine gute Idee...weniger im grossen Stil. Somit wäre auch ein kleiner Schritt mehr zur Dezentralisierung passiert. Die Lösung des Energieproblems ersehe ich in erster Linie von der zentralistischen, monopolisierten Energiegewinnermentalität bzw. Verkäufer weg zu kommen...dazu müsste ein genereller Systemwechsel geschehen. Wobei dies ja schon mal stattgefunden hatte...in Form von Genossenschaften. Der Kern des Problems liegt nämlich im zentralen. :rolleyes:

    Das damit Missverständnisse aus dem Weg geklärt werden; Ich verstehe unter Biogas- und Treibstoffe zweierlei Energieträger...einerseits aus Vergärung, andererseits Ölgewinnung aus Kapselfrüchten bzw. Ölsamen. ;)

    Ich auch nicht... :D
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. 01. 2008
  2. dunkelziffer

    dunkelziffer

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Raps kann auch zu Ernährungszwecken verwendet werden. Rohstoffe zur Treibstoffgewinnung sind jedoch nur nachhaltig, wenn sie als Abfall sowieso schon anfallen und keine eigene Anbaufläche benötigen. So zum Beispiel die Biomasse in kleinem Rahmen.
     
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  3. Beat

    Beat Parteilos

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Zitat von NZZ FOLIO 10/07
    (.........)
    Ein Nachteil gegenüber diesen Vorzügen ist für den Konsumenten nicht leicht zu schlucken: Der Tesla hat eine Reichweite von etwa 400 Kilometern, dann muss die Batterie aufgeladen werden. An einer der in Amerika üblichen Steckdosen mit 110 Volt dauert das sieben Stunden, an einer 220-Volt-Dose halb so lang. Wie Computerbatterien hält auch die des Tesla nicht ewig; nach etwa 500 Ladungen muss sie ersetzt werden. Derzeit kostet sie rund 20 000 Dollar, doch Eberhard ist zuversichtlich, dass die Batterien immer besser und billiger werden. Für die eingebaute Batterie gibt die Firma eine Garantie von 160 000 Kilometern. (......)


    Der journalistische Schreiberling scheint mit Elektrotechnik nicht sehr vertraut zu sein. Bei 110V (USA) benötigte die 7-h Ladung ça 70A. Das ist mit der Haushaltsteckdose nicht zu schaffen. In USA sind im Haushalt auch 240V verfügbar (2x120V), im Freien aber nicht zugelassen. Das Problem verschärft sich dadurch, dass dort 3-Phasen-Strom im Haushalt nicht verfügbar ist.

    Lebensdauer der Akkus: 500 Ladungen, das sind bei werktäglichem Gebrauch gerade mal 2 Jahre. 20'000$ ist der Preis für einen kleinen Neuwagen mit klassischem Antrieb.
     
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  4. ehm

    ehm Keine_Parteiangabe

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Heute im Tagi zu lesen...... Auch von der Wasserseite her bedenklich.....

    DER BIOTREIBSTOFF RAUBT DIE WASSERVORRÄTE.

    Die Wasserknappheit hat den Klimawandel als wichtigstes WEF-Umweltthema abgelöst. Doch beide Probleme hängen eng miteinander zusammen.

    Von Christof Münger, Davos

    Im verschneiten Davos kann man es kaum glauben, dass Wasser knapp wird. Die am Weltwirtschaftsforum präsentierten Fakten sprechen aber für sich. Wegen einer schweren Dürre in Australien sind heute die Weizenreserven auf dem tiefsten Stand seit 30 Jahren, der Weltpreis für Weizen steht auf einem Rekordhoch. In Los Angeles ist noch nie so wenig Regen gefallen wie in den vergangenen zwei Jahren, nämlich nur 8,2 Zentimeter. Der Tai-See, einst das grösste Frischwasserreservoir Chinas, ist so stark verschmutzt, dass 2,3 Millionen Menschen über andere Quellen versorgt werden müssen.

    Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon zog die Alarmglocke. Noch vor wenigen Jahren habe niemand realisiert, dass der Krieg im Sudan zwischen Bauern und Hirten als Wasserkonflikt begonnen habe. Auch ein Drittel der USA und ein Fünftel Spaniens seien von Wasserknappheit bedroht.

    Ein Europäer verbraucht rund 200 Liter Wasser pro Tag, u. a. für Hygiene und zum Trinken. Doch 70 Prozent des Wassers werden weltweit nicht in Privathaushalten verbraucht, sondern in der Landwirtschaft. So isst ein Europäer täglich Lebensmittel, für deren Produktion 1450 Liter Wasser verwendet wurden. In den USA seien es gar 6ooo Liter täglich und pro Person, sagte Nestle-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck. Wasser müsse deshalb endlich kostenpflichtig werden. Mit einer Ausnahme: Der Anteil für den persönlichen Bedarf soll gratis bleiben und als Menschenrecht deklariert werden. «Doch wer seinen Swimmingpool füllt, soll dafür bezahlen», sagte Brabeck. Der freie Markt biete die Chance, die Verschwendung von Wasser einzudämmen.

    Regierungen fördern Verschwendung

    Ein Liter Benzin ist immer noch zu billig, weil für dessen Produktion 2,5 Liter Wasser verwendet, aber nicht bezahlt werden. Katastrophal ist die Wasserbilanz von Biotreibstoff, dessen Produktion derzeit weltweit gefördert wird, oft mit dem Segen von Regierungen. «Die Politik trifft Entscheide, die sie nicht treffen würde, wenn das Wasser etwas kosten würde», kritisierte Brabeck. Zur Herstellung eines Liters Pflanzendiesel braucht es mehr als 1000 Liter Wasser.

    Die Energieproduktion in den USA, nuklear und fossil, verschlingt heute 39 Prozent des amerikanischen Frischwassers. Und die Nachfrage wird wegen des KLimawandels weiter zunehmen. Diese schreite schneller voran, als der Uno-Weltklimarat IPCC in seinen pessimistischsten Einschätzunger, prophezeit habe, sagte der frühere amerikanische Vizepräsident Al Gore. Er forderte in Davos, das von den Limousinen der WEF-Teilnehmer verstopft wird, Treibstoff zu verteuern. Zudem müssten einmal gewonnene Energie nachhaltiger genutzt und die entsprechende Technologie gefördert werden. «Wir brauchen einen globalen Marshall-Plan», sagte der weltweit bekannteste Umweltaktivist. Steigt das Klima um 3 Grad Celsius an, haben Hunderte Millionen Menschen zu wenig Wasser.
     
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  5. brille

    brille

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Im neuesten TCS Heft ist ein interessanter Report drin. Auf der Titelseite steht "Experten warnen: Der Ölhahn geht zu", auf Seite steht; "In 30 Jahren kein Erdöl mehr" dazu gibts ein Interview mit Gérard Stampfli...ein Berater von Shell als Geologieprofessor. Die Fortsetzung des Interviews kann man hier lesen.
    Wohlverstanden, der TCS ist ein vehementer Verfechter der Autolobbyisten.

    Fazit: Die Ölpreisschwankungen sind nicht nur den Spekulanten zu zuschieben, sondern effektiv der schwindenden Ölvorräte zurück zu führen.
     
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  6. Beat

    Beat Parteilos

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Zu DER BIOTREIBSTOFF RAUBT DIE WASSERVORRÄTE.

    Die in diesem Artikel aufgestellten Behauptungen mögen technisch richtig sein, ich kann die Zahlen weder bestätigen, noch widerlegen. Doch die Dramatisierung scheint mir bedenklich.

    Jede Art von Kultur benötigt riesige Mengen Wasser, Wasser, das normalerweise als natürlicher Regen niedergeht. Die von den Pflanzen nicht konsumierten Wassermengen finden sich im Grund- und Quellwasser wieder.

    Ich denke, der grösste Teil des Ackerbaus und Weidlandes lebt ausschliesslich vom Regenwasser und ich denke auch, dass die Kulturen für Biobrennstoff nicht künstlich bewässert werden.
    Anders der Obst- und Gemüseanbau. Hier wird ein grosser Teil künstlich bewässert.

    Für künstliche Bewässerung gibt es lange Traditionen. Sozusagen alles was in Aegipten grünt, bezieht sein Wasser aus dem Nil, seit Jahrtausenden. Ich habe das aus 10'000m Höhe gesehen, der Nil zieht sich wie eine grüne Schlange von Süden nach Norden durch die Wüste.
    In der Schweiz kennen wir die Jahrhunderte alte Tradition der Heiligen Wasser. Ohne diese wären beträchtliche Teile des Wallis unfruchtbar.

    Ich will damit sagen, dass der Anbau von Biotreibstoff nicht Wasser raubt, das dann anderswo fehlt. Der Regen geht so oder so nieder, ob Biotreibstoff-Kultur oder andere. Das Problem besteht darin, dass wir das Wasser, das in gewissen Regionen grosszügig zur Verfügung steht, nicht oder nur ungenügend in jene Regionen transportieren können, wo es fehlt.
    Zwar gibt es utopische Projekte, z.B. das übermässig vorhandene Wasser im Kongo-Becken in die Sahelzone umzuleiten. Dazu benötigte man aber tausende km von Kanälen und Rohrleitungen, von der Pumpenergie nicht zu reden.
    Das Wasserproblem muss vor Ort gelöst werden.

    Damit will ich keineswegs das weltweite Wasserproblem verneinen. Das Problem ist aber vielmehr der Trinkwassermangel, als der Wassermangel. Ich kenne das aus nächster Nähe.
    Kinshasa, am Strom mit der zweitgrössten Wassermenge der Welt gelegen, leidet an Trinkwassermangel. Die Wasserversorgung, von den Belgiern für eine Bevölkerung von damals 3 Mio ausgelegt, versorgt nun ca 5 bis 6 Mio. Filteranlagen sind zwar vorhanden, deren Unterhalt und periodische Erneuerung des Filtersandes aber kostet nicht vorhandes Geld.

    Anders wiederum in Trockenzonen wie dem Sahel. Das Grundwasser liegt tief, nur mit modernen technischen Hilfsmittel kann es nutzbar gemacht werden.

    Es scheint mir, dass es hier vor allem an der Solidarität zwischen Nord und Süd fehlt, um die vielfach mittellosen Bevölkerungen in Wassermangel-Zonen mit technischen Mitteln mit Trinkwasser zu versorgen.

    Das Verhindern von Biotreibstoff-Anbau bringt da meiner Ansicht nach nichts.
     
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  7. aristo

    aristo

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