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Alternative Antriebe für Fahrzeuge

Dieses Thema im Forum "Verkehrspolitik" wurde erstellt von brille, 4. 01. 2008.

Alternative Antriebe für Fahrzeuge 4 5 3votes
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  1. ehm

    ehm Keine_Parteiangabe

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Das stimmt einersets und diese Sachzwänge sind nicht zuletzt leider auch von Gesetzes wegen verlangt. Wir alle müssten umdenken und uns mit wesentlich bescheideneren Mobilitätsansprüchen zufrieden geben. Ich bin zu haben....
    Ich verstehe immer noch nicht, mit was du denn diese Pressluft erzeugen willst. Mit Strom? Mit der Sonne? Oder etwas anderem. Immer aber unter der Voraussetung, dass du wesentlich mehr Energie in die Pressluft stecken musst, als diese im dann hergibt. Im umgekehrten Fall hättest du dann das physikalisch unmöglich Perpetuum mobile erfunden....
    Und dann:
    da steckt ein schönes Stück Widerspruch drin Biokraftstoffe und Biogas haben beide biogene d.h. pflanzliche Primärenergieträgen als Basis.

    Was die Biokraftstoffe anbelangt gebe ich dir vollkommen recht, nicht nur der Urwaldrodungen wegen, sondern auch der riesigen Intensiv-Monokulturen auf Kosten der Nahrungsmittel-Produktion mit der Zerstörung der Artenvielfalt u.a.m. Ich habe weiter oben auf dieses Problem auch anhand des Flächenbedarfs hingewieseen.

    Nun zum Biogas. Dort kämen wir, wollten wir dieses ebenfalls als Treibstoff- oder gar Heizstoffersatz herstellen in exakt dieselben Probleme wie für den Biokraftsoff. Das Biogas erfüllt seinen Zweck hauptsächlich in der energetischen Verwertung biogener Abfälle, was äusserst sinnvoll ist, aber von den Mengen her als Kraftstoffersatz einen höchstens marginalen Substitutionseffekt zeitigt.
    Wohl kaum, denn im Haus hast du doch überall Stromanschlüsse, was ja richtig ist. Nun willst du doch nicht mit diesem Strom zuerst deine Presslufgeräte Laden, um dann mit diesen die von dir erwähnten Arbeiten zu erledigen, wenn du ohne dieses vollständig überflüsssige Zwischenmedium Pressluft, diese Arbeiten mit einem wesentlich geringeren Energieaufwand mit Stromgetriebenen Apparaten erledigen kannst.

    Oder siehst du eine andere Energieart, die Presslufgeräte zu laden? Ich nicht.
     
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  2. Tarzan

    Tarzan

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Salü Zämä

    Hier ein Bericht aus Wikipedia über ein neues Elektrofahrzeug...



    Der Tesla Roadster ist ein vollständig elektrisch betriebener, zweisitziger Sportwagen. Er wird das erste Serienfahrzeug der Firma Tesla Motors sein.

    Am 24. Juli 2006 stellte Tesla Motors den Roadster auf einer geschlossenen Veranstaltung auf dem Santa Monica Airport vor. Seine Markteinführung ist nach mehreren Verzögerungen jetzt (Stand Oktober 2007) für das erste Quartal 2008 geplant.

    Antrieb

    Der zweisitzige Sportwagen wird von einem etwa fußballgroßen Elektromotor im Heck angetrieben, der mit maximal 185 kW (252 PS) über ein Zweiganggetriebe auf die Hinterräder wirkt. Ein Zweiganggetriebe genügt, weil Elektromotoren anders als Kolbenmotoren ihr maximales Drehmoment bereits mit der ersten Umdrehung entfalten. Dadurch beschleunigt das Fahrzeug in etwa 4 Sekunden auf 100 km/h, schneller als die meisten Sportwagen. Ein seriennaher Prototyp erreichte im Test die angestrebte Höchstgeschwindigkeit von 130 mph (209 km/h), das Serienfahrzeug wird aus Gründen der Langlebigkeit bei 125 mph (201 km/h) elektronisch abgeregelt.
     
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  3. dunkelziffer

    dunkelziffer

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Willkommen im Forum, Tarzan :)

    Wofür brauchen wir 201 km/h? Es sind ja nur 120 zugelassen. Genau auf solchen "Komfort" gilt es zu verzichten.
     
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  4. ehm

    ehm Keine_Parteiangabe

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Dann will ich mal näher auf diesen Wikipedia-Bericht eingehen und den auch relevanten Teil hier versuchen zu kommentieren: Der Auszug aus Wikipedia:

    Meine Persönliche Meinung darüber - andere mögen eine andere haben.

    Ich habe trotz meiner, für manche zweifelheften Begriffllichkeit und meines so arg schwachen physikalischen Interpretationsvermögen folgende Rechnung angestellt:

    1. Eine Akkuladung von 55 kWh entspricht ziemlich genau dem Energieinhalt (HU) von sage und schreibe 5.5 Liter Benzin.

    [highlight]Mit dieser Energiemenge sollen 185 kW Leistung erzeugt werden. Möglich... aber für wie lange???

    Wenn ich nun die Rechnung mache und voraussetze, dass diese 185kW tatsächlich erzeugt werden, müssten - wollen wir nicht an eine Perpetuum moblie glauben - die Kapazität des Akkus nach geschlagenen 17.8 Minuten schon gähnend leer sein. Um diese physikalische Milchmädchenrechnung wird wohl niemand herumkommen. Quod erat demonstrandum!![/highlight]


    Nicht zu schreiben von wegen 160.000 km mit 80% Akku-Ladung bzw. einem Energie-Äquivalent zu 4,4 Liter Benzin. :confused: :confused: :confused:

    2. Weiter möchte ich darauf nicht eigehen, da ich glaube, dass Wikipedia hier etwas aufgenommen hat, das wohl irgendwo an einem ersten April geschrieben wurde.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. 01. 2008
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  5. dunkelziffer

    dunkelziffer

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Ich traue Wikipedia nicht mehr. Falsche Zahlen, bei Lebewesen falsche lateinische Namen und falsche Systematik, Aktualisierungen werden meist gelöscht...

    Es gibt nur eine Internet-Enzyklopädie: http://www.stupidedia.org
     
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  6. Beat

    Beat Parteilos

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Die 160'000 km sind wohl falsch interpretiert. Ich vermute, dass der Autor die Lebensdauer der Batterien angeben wollte. Er gibt ja den Aktionsradius einer Ladung mit etwa 350 km an.
    Die 185 kW sind angegebene Spitzenleistung (für die Sportwagen-Fans), für den normalen Fahrbetrieb dürfte auf flacher Strasse 10 bis 20 kW genügen.

    Was mich jedoch sehr mit Fragen füllt ist:

    1. die Preisfrage der Lithium-Ionen-Akkus. Wenn man bedenkt, wieviel nur ein AA-Akku kostet (2 Ah, = 3 Wh (0,003 kWh)), wenn man vergleicht, dass ein Laptop-Akku an die 100 Fr kostet?

    2. Die Lebensdauer: Mit Laptop-Akkus habe ich die schlechte Erfahrung gemacht, dass sie nach einem Jahr bereits ko waren. Mit den AA-Akkus für Fotoapparate ist es nicht viel besser. Wie der Hersteller da auf 160'000 km kommen will, mit einer Jahresfahrleistung von 10-20'000 km, ist mir schleierhaft.

    3. Das Nachladen: 55 kWh in 3,5 Stunden aufladen benötigt ein Ladegerät von rund 16 kW(!). (Im Preis inbegriffen?) Ein einphasiges Gerät zieht bei 230 V 70 A(!). Wer hat in seinem Garten eine 70 A -Steckdose? Da käme höchstens ein 3-Phasen-Gerät in Frage, das zieht dann immer noch über 23 A pro Phase. Wer hat eine 25 A, 3-Phasen-Steckdose im Garten?
    Verlängern wir die Ladezeit auf 7 Stunden, dann sind die Leistungs- und Stromwerte immer noch mit 8 kW und 35, resp. 12 A (3-Ph.) beachtlich.
     
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  7. ehm

    ehm Keine_Parteiangabe

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    AW: Alternative Antriebe für Fahrzeuge

    Das mit der Lebendauer der Batterien kann wohl sein, dass man das mit den 160.000 km meinte.

    Da ja auch noch damit zu rechen ist, dass der Akku nicht auf Null herunter gefahren kann, so kann etwa gerechnet werden, dass, mal angenommen, nach spätestens Dreiviertel Stromverbrauch „nachgeladen“ werden muss. Also bestenfalls 40 kWh brauchbar sind.

    Aber lassen wir auch das mal beiseite und nehmen diese 55 kWh für 350 km. Daraus resulitieren auf 100 km gute 15 kWh Energieberbrauch oder umgerechnet 1.5 Liter Benzin auf 100 km.

    Man kann das drehen und wenden wie man will; hier von einem Sportwagen zu sprechen, wenn im Extremfall mit einer Leistung von 185 kW – wohlverstanden, erst noch mit einem „fussballgrossen“ Elektromotor (???) gerade mal ein paar Minuten voll gefahren werden kann ist einfach nur Unsinn.

    PS. Zu deiner Bestätigung lese ich aus NZZ-FOLIO 10/07 aus einem längeren Artilel Folgenden Abschnitt:

     
    Zuletzt bearbeitet: 13. 01. 2008
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