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99% Initiative

Dieses Thema im Forum "Initiativen / Abstimmungen / Wahlen" wurde erstellt von Alexander, 4. 10. 2017.

  1. razzar

    razzar

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    Tja die sind der Boss der Welt und fordern Respekt. Die dürfen das. Solange sich niemand wehrt wird das auch so bleiben. Und wehe dem der sich wehrt.
    Wahrscheinlich hat dazumal halb Washington sein Geld auf einem schweizer Bankkonto versteckt. Ist doch eine strategische Meisterleistung, wenn man einem Land den Trumpf im Ärmel nehmen kann. Ein kriechender Untertan mehr...
     
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  2. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Ich erinnere mich Dunkel, das war einer dieser USR-II-Skandale mit dem Merz und seine Spiessgesellen das Volk verarscht haben, oder?
    Umso mehr ein Grund, dem Treiben dringend einen Riegel zu schieben.

    Nun meines Erachtens ist es klar, dass im Initiativtext nichts von einer Besteuerung von im Minimum "Faktor 1" steht, sondern nur von einer Besteuerung im "Faktor 1,5" oberhalb eines Freibetrags. Was unterhalb dieses Freibetrags ist wir ddemnach von der Initiative nicht tangiert.
    D.h. deine diesbezügliche Interpretation ist wohl einfach falsch. Es gibt nichts im Initiativtext was auf deine Interpretation hindeutet.

    (Wobei deine Interpretation natürlich eigentlich ein Vorgehen umschreibt, das noch sinnvoller wäre als dasjenige, für Kleinanlager freundlichere, was tatsächlich gefordert wird.)

    Und was die Höhe des Freibetrages angeht ist eine solche fixe Zahl wie gesagt etwas, was aus offensichtlichen Gründen einfach nicht in den Verfassungstext gehört sondern vom Gesetzgeber zu Regeln und ggf. den veränderten Verhältnissen anzupassen ist. Das hat nichts mit Unredlichkeit zu tun, sondern ist im Gegenteil die vernünftige Art und Weise eine Verfassungsinitiative zu formulieren.
    (Das ist halt die Situation wenn man nur Verfassungs- und keine Gesetzesinitiativen hat. Darüber wurde ja auch schon vielfach gestritten und abgestimmt.)


    Ich glaube du hast meinen Wink falschrum verstanden.
    Worauf ich hinaus wollte sind nicht die US-Fähigkeiten i Bezug auf die Schaffung von Steuerfluchtmöglichkeiten für Ausländer, sondern in Bezug auf die Vermeidung der Steuerflucht eigener Bürger. Stichwort: US Bürger sind auch dann in den USA steuerpflichtig, wenn sie gar nicht dort wohnen.
     
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  3. Gast

    Gast

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    @Alexander,
    Besten Dank für deine Beiträge die ich mit grossem Interesse gelesen habe.

    Die 99% Initiative hat eine grosse Wirkung in Sachen Hinterfragung von steuerlichen Entwicklungen und der Faktor Geld.

    Die Geldaufbewahrung geschieht in Form von Handel mit Finanzprodukten („Wertpapiere“). Dabei wird im Prinzip Geld gegen Geldäquivalente getauscht. Es wird kein Mehrwert geschaffen. Wie bei Wetten und Glücksspielen wird lediglich der Einsatz neu zwischen den beteiligten Händlern aufgeteilt. Zwar wird bei dieser modernen Form des Hortens von „Kapitalmarkt“ und „Finanzinvestitionen“ gesprochen, doch handelt es sich bei diesen Geldgeschäften nicht um Investitionen zur Steigerung von Konsum, Produktivität und Produktionskapazität im Sinne der Realwirtschaft, sondern um „Investitionen“ im Sinne eines Glücksspieleinsatzes.

    Somit, kann die Frage, ob "Geld Arbeit" verneint werden. Es trifft aber auch zu, dass Geld z.B. einen Handwerker ermöglicht Werkzeug zu erwerben mit dem er seiner Arbeit nachgehen kann.

    Die Staatsschulden sind Kredite, welche sich der Staat bei Vermögenden besorgt. Diese Forderungen gegen den Staat werden die Vermögenden nicht mit ins Grab nehmen, sondern an ihre Erben (überwiegend steuerfrei!) weiterreichen. Diese Erben profitieren also von den Staatsschulden und können von den Zinseinnahmen sorgenfrei leben. Gekniffen sind die Erben mitteloser Bürger, diese dürfen mit ihren Steuern die Staatsschulden und damit die Einnahmen der reichen Erben bezahlen. Nicht alt gegen jung, sondern arm gegen reich ist das Problem.

    Deshalb, wäre ist es nicht Klug der Propaganda der (Neureichen die sich als Bürgerlichen verkaufen wollen) hinterherzurennen. Das würde eine künstliche Neiddebatte lostreten und von der Kernproblematik ablenken. Die Trockenlegung der Finanzmärkte und bleiben die Steuerregelungen so wie sie sind, wird sich daran auch in kommenden Generationen nichts ändern.
     
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