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99% Initiative

Dieses Thema im Forum "Initiativen / Abstimmungen / Wahlen" wurde erstellt von Alexander, 4. 10. 2017.

  1. Forteleon

    Forteleon FDP

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    schizophren ... guter gedanke muss ich sagen. an sich ist es ja so, dass du offenbar von der sp Vorstellung ausgehst, dass der über solche vorlagen abstimmende nicht identisch mit jenem ist der steuern zahlt .....

    sollte also nicht die Schizophrenie die Normalität darstellen, sondern der rational handelnde Staatsbürger und Steuerzahler, dann würde ich mal davon ausgehen, dass der sich nicht eine Steuererhöhung auf seine eigenen kapitalerträge unterjubeln lässt ...
    sprich er wird, wenn er bei trost ist, ein NEIN in die urne legen, weil er sich drei dinge nur zu gut bewusst ist:

    1. dass die vorlage für ihn selber eine Steuererhöhung bedeutet, weil er seine kapitalerträge mindestens generell zu 100% versteuern soll.
    2. dass jene die 150% bezahlen müssten, dies nicht tun, weil sie solche steuern über die mobilität ihres vermögens vermeiden und so ihre mit reduziertem steuersatz bis anhin gezahlten steuerleistungen wegfallen.
    3. dass derjenige der diesen durch die Dummheit der sp und linken verursachten Steuerausfall ausfressen darf er selber ist, indem er auf staatliche Leistungen verzichtet oder aber mehr steuern bezahlt.

    ergo der durchschnittlich intelligente mensch hat keinen grund einer solchen hirnrissigen Steuerreform zuzustimmen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. 10. 2017
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  2. Beat

    Beat Parteilos

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    Du bist äusserst genial im vom Thema ablenken!
    Ich habe mich nämlich nicht zur Initiative geäussert, die ich auch nicht besonders schlau finde, sondern zu Deiner obstrusen Argumentation bezüglich Verfassungsmässigkeit.

    Übrigens, ich habe meine (bescheidenen) Einkommen aus Kapital (Zinsen) immer zu 100% als Einkommen versteuert, somit die Verrechnungssteuer rückvergütet bekommen. Ich wüsste nicht, wie mich diese Steuerreform beungünstigen könnte.
     
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  3. Alexander

    Alexander Parteilos

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    So?
    Ist es nicht so, dass die Kleinaktionäre heute gerade nicht von den Dividenden-Steuergeschenken profitieren, weil diese ja erst zum tragen kommen, wenn man min. 10% Anteil der der Firma hat?

    Mit irgendwelchen Retnern die Landbank-Aktien hat das alles also eben gerade rein gar nichts nichts zu tun. Diese Leute bezahlen bereits jetzt den normalen Satz und würden auch bei Annahme der Initiative den normalen Satz zahlen. Es würde sich für sie rein gar nichts ändern.


    Deine Behauptung ist - wie so oft - nicht zutreffend.

    Der Freibetrag steht durchaus im Initiativtext ("Kapitaleinkommensteile über einem durch das Gesetz festgelegten Betrag..."), nur seine Höhe ist im Initiativtext nicht festgelegt.
    Und letzteres liegt wohl kaum daran, dass jemandem das vor dem Verfassen des Textes nicht eingefallen wäre (sonst hätte man ja keinen Verweis auf den Freibetrag in den Text machen können, wenn einem das erst nachher eingefallen wäre), sondern dass starre Frankenbeträge in der Verfassung schlichtweg nichts zu suchen haben. Sonst müsste man ja im Laufe der Jahre z.B. bei allfällig starker Inflation die Verfassung ständig wieder ändern.
    Die haben also offensichtlich einfach ein bisschen weiter gedacht als du ;)


    Nehmen wir an deine Behauptung wäre zutreffend (was zwar statistisch unwahrscheinlich ist, da ja erwiesenermassen ein Grossteil dessen was du hier ablässt sich rasch als faktenwidirger Unsinn herausstellt), dann wäre das noch immer kein Problem.
    Denn wenn das "Gesetz" die Absurdität fertigbringt, zu behaupten, ein Grossaktionär der eine halbe Mio als Dividende erhält sei wirtschaftlich weniger Leistungsfähig als jemand, der eine halbe Mio als Lohn erhält, dann ist es für das selbe Gesetz wohl kaum ein Problem, das selbe "Kunsstück" auch auf die umgekehrte Weise zu schaffen.

    Mit dem selben alten & unbelegten Totschlagargument lässt sich gegen jedwede Besteuerung von Wohlhabenden argumentieren. Da kannst du auch gleich sagen, der Mittelstand soll 100% des Steueraufkommens abliefern, weil sonst die armen Superreichen sich benachteiligt fühlen, Villa & Farbik auf einen Sattelschlepper laden und samt Arbeitsplätzen wegziehen. Ist aber natürlich Unsinn.
    Ausserdem gibt es auch gegen Steuerflucht Massnahmen, wenn man sie denn treffen will. Will unser Parlament nur in aller Regel nicht, weil es ja am Tropf der Steuerflüchtlinge hängt.
     
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  4. razzar

    razzar

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    Was wäre denn "schlau"? Das höchste was wir anstreben ist Wettbewerbsfähigkeit, d.h. wir müssen die Kosten senken um unsere Waren der Welt preislich schmackhaft zu machen. Das geht mit Steuererleichterung für Unternehmen und Investoren und Arbeitskostensenkung. Beides ist für die Binnenwirtschaft sowie für die staatliche finanzielle Stabilität schädlich. Nur ist das völlig egal, weil die Wettbewerbsfähigkeit über allem steht.
    Die Initiative will die Situation ein wenig verbessern, ohne zu stark in das Vorgehen, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, einzugreifen. Es ist nicht möglich die Löhne im unteren Bereich so stark zu erhöhen, damit die Binnenwirtschaft gestärkt wird, und deswegen wäre man ja blöd in die Binnenwirtschaft zu investieren.

    Es gibt nichts "schlaueres" als zu schlucken, dass die Arbeiter in Zukunft den Puffer für die Wettbewerbsfähigkeit bilden. Niemand sonst kann man arm machen, damit die Reichen reicher werden können und den Wirtschaftsstandort Schweiz nicht verlassen. Die Lohnstückkosten in Deutschland zeigen deutlich, dass der Exporterfolg auf der steigenden Armut des Volkes aufgebaut ist.
    Keine Regierung würde ein Ende mit Schrecken einleiten, wenn man den Schrecken ohne Ende noch mit entsprechender Propaganda verharmlosen und verleugnen kann, und das Volk mit falscher Hoffnung noch ein Weilchen auf der Stange halten kann.

    Das heisst wiederum, wenn das Volk glauben würde, dass eine solche Initiative nötig wäre, dann hätte die Regierung versagt, eine Stabilität zu Gunsten des jetzigen Vorgehens für die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Das Volk muss schlucken dass es ärmer wird (oder zumindest ein grosser Teil des Volkes), bis dieser Weg irgendwo auf der Welt den grossen Knall auslöst und alle Staaten mitreisst. Denn eines ist sicher, diesen Weg kann man nicht ewig gehen, und darum gibt es solche Initiativen.
     
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  5. Forteleon

    Forteleon FDP

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    mein lieber schwan, das hat sehr wohl etwas mit der kleinen landbank Aktie zu tun, auch mit der Aktie von Zürich oder so ... das unternehmen hat die Möglichkeit die dividendenzahlung in teilen nicht steuerbar zu machen, seit der usr II wird das vermehrt wahrgenommen, auch für die Kleinaktionäre, macht das etwas aus, nur ein paar franken, aber eben doch ein paar von denen ...

    die initiative will ja, dass die Besteuerung im Minimum voll erfolgt und bei den ganz grossen um 150% ... das im Minimum 100% nun steuerbar sind, trifft den kleinen aktionär sehr wohl ....

    aber eben, die sp ist in der Wahrnehmung dieser Kleinigkeiten immer sehr grosszügig.
     
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  6. Forteleon

    Forteleon FDP

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    das ist ja genau das was ich meine, man kauft die katze im sack, vielleicht sind es dann nicht 100'000.- sondern nur 1000.- oder 100.- je nach dem was dann gerade genehm ist ....
    schliesslich müsste man ja vor und nach der entsprechenden steueranpassung mindestens wieder gleich viel einnehmen. da ein vermögensertrag von 100'000.- auf ein vermögen mit einem zweistelligen Millionenbetrag hinweist, ist es klar, dass weil kapital mobil ist, dieses sich als steuerertrag verflüchtigt, sobald solcher Unsinn beschlossen wird ...
    der Effekt ist, dass es nun nach der Einführung der 99%/150% regel eben weniger in der Steuerkasse hat als vorher, was tun in einem solchen beschissenen Moment, der noch selbst herbeigeführt ist .... richtig die steuern für jene die nicht wegkönnen kontinuierlich erhöhen, ist ja sp Methode, bis die zahl wieder stimmt ...

    gesamteffekt:
    - die superreichen zahlen billig steuern ausserhalb der schweiz, orte dazu gibt es genung
    - die einfachen leute in der schweiz bezahlen mehr steuern

    das ist sp Politik in Reinkultur ... alles ist gerechter (wenigstens für die die vor solchem humbug nicht fliehen können) und vor allem teurer ...
     
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  7. Forteleon

    Forteleon FDP

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    das gesetz definiert was steuerbar ist ....
    wie sich das steuerbare einkommen zusammensetzt, das vom gesetz definiert wird, interessiert eigentlich niemand ... ausser nun die sp, die da unterschiedliche einkommensarten schaffen will, so ganz im sinne der Schaffung von weiteren ungleichheiten
    das steuerbare einkommen definiert die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit .....

    es müsste ja auch dir im klaren sein, dass wenn alle gleich sind, es allen im durchschnitt wesentlich schlechter geht ... weil dann die die eben nicht ganz so gleich sind, nicht mehr hier steuern bezahlen ... deren Steuerzahlungen finanzieren aber ziemlich viele ziemlich gute dinge, sprich die müssen dann von den übrigbleibenden bezahlt werden.

    aus dem grund richtet sich der fokus der Verfassung (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) auf ein kontrollierbares mass ... nämlich das steuerbare einkommen.
    gleichzeitig hat der souverän es bis jetzt verstanden, dass absolute Gerechtigkeit einen zu hohen preis hat und daher hat er die dividendensteuerregeln eingeführt, beziehungsweise beibehalten, weil er sich bewusst war, dass er sich bei einer Anpassung nur ins eigenen fleisch schneidet ...

    der so gerne bemühte Stinkfinger ist eigentlich ein selffisting wenn die Idee so umgesetzt würde, wenn du verstehst was ich damit meine :D:D:D:D:D
     
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