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99% Initiative

Dieses Thema im Forum "Initiativen / Abstimmungen / Wahlen" wurde erstellt von Alexander, 4. 10. 2017.

  1. Ginestra

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    Prowas? Dort wo's richtig einschenkt gibt's keine "Progression". Die Progression fickt nur den Mittelstand. In den meisten Kantonen ist bereits bei einer Viertelmillion das Maximum erreicht.
     
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  2. Forteleon

    Forteleon FDP

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    nun wer selber nicht weiter als bis zur primarschulmathematik gekommen ist, betrachtet die welt halt aus dieser perspektive .... bei den meisten Geisteswissenschaftlern der sp ist dies weitestgehend der fall .... wen wunderts!

    die begreifen ja nicht mal, dass die summe von kapitaleinkommen plus Arbeitseinkommen minus die abzüge den Steuersatz bestimmt und dass sie zwei Steuersysteme mit ihrer Idee fordern, von denen das kapitalsteuersatz vom arbeitseinkommenssatz abhängig ist.
    die initiative ist vor allem wieder einmal ausgerichtet auf die Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit nicht verfassungskonform. zwei Steuersubjekte werden mit dem gleichen einkommen nämlich ungleich besteuert .... jener mit dem grösseren Kapitalanteil zahlt im sp System mehr steuern und hat dann weniger einkommen zur verfügung ...

    ausserdem werden die grossen vermögen sofort aus der schweiz verschwinden .... mit dem Effekt dass dann die anderen dummen mehr bezahlen dürfen über das Arbeitseinkommen ......

    dümmer geht's wirklich nümmer ...
     
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  3. Forteleon

    Forteleon FDP

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    schon möglich, aber die Progression sagt eigentlich nur etwas das Wachstum des steueranteils am einkommen aus. jener mit 50'000.- steuerbarem einkommen bezahlt je nach kanton 15-20% seines einkommens steuern. bei über 300'000.- einkommen erreicht man in der schweiz dann durchaus auch 42-47%. sprich die da oben bezahlen dann halt schon auch massiv mehr als die da unten. die abnahme der Progression sagt also nichts über den Anteil der steuern aus, sondern nur wo die grenze zur nächsten steuerklasse nach oben liegt.

    eine steile Progression führt zu einer starken Umverteilung, weil jene die weiter oben sind einen immer grösseren Anteil ihres einkommens dem steuervogt abliefern müssen. ob dann deren Progression dort oben eher flach ist, ist eigentlich irrelevant. offenbar begreifst du die Wirkung der Progression und warum sie verteilungspolitisch von deiner warte aus unten steil sein muss, gar nicht .....
     
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  4. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Teilweise, teilweise zahlen sie deutlich weniger, weil sie ihre Kapitalerträge nur im Umfang von 60% (Bundesebene) oder noch weniger (verschiedene Kantone) zu besteuern haben. (Die Bedingungen wurden bereits mehrfach genannt in diesem Thread.)
    D.h. diejenigen die hiervon profitieren versteuern eben nur einen Teil ihrer Kapitalerträge (gem. Progression), während der andere Teil komplett steuerfrei bleibt.
    Damit sind sie besser gestellt als jene welche ihre Erträge in Form von Arbeitseinkommen erwirtschaften, was relativ absurd ist.


    Das von dir Geschriebene ist weder nachvollziehbar noch lässt es sich aus dem Initiativtext ablesen.
    Arbeitssteuer gleich 0 mal Einskommafünf...?! keine Ahnung wovon du sprichst...

    Meine Interpretation wäre folgende (keine Ahnung, ob das der Weisheit letzter Schluss ist bzw. genau der Realität entspricht, aber sie ist jedenfalls nicht so wirr wie deine):

    Vereinfachtes Beispiel: Nehmen wir an, einer bekommt (nach Abzügen) 200'000 als Arbeitseinkommen und weitere 200'000 als Dividende einer Firma, von der er min. 10% der Anteile hält. Also real ein Einkommen von 400'000 .-
    Dann zahlt er bisher, überschlagen, seinen Steuersatz (gem. Progression) auf ein Einkommen von 320'000 .- . Die restlichen 80k hat er steuerfrei.
    Was die Initiative nun fordert, ist, dass er in diesem Fall neu seinen Steuersatz (gem. Progression) auf ein Einkommen von 450'000 .- zahlen würde.
    (200k Arbeitsertrag + 100k Dividendenertrag zum Normalsatz [Freibetrag] + die restlichen 100k Dividendenertrag * 1.5)


    Schon witzig. Die ganze FDP-Fraktion "glänzt" ständig mit offenkundigen Fehlkalkulationen (denken wir an den Avenir Suisse Chefökonomen am Radio, an Rico hier im Forum, der dessen Unsinn nachgeplappert hat, oder an deine Ausfälle im Atom-Thread), hat aber gleichzeitig den Nerv, den anderen vorzuwerfen, dass sie nicht rechnen können...


    Demnach müsstest du dich ja dringend dafür einsetzen, dass das aktuelle Steuersystem als verfassungswidrig über den Haufen geworfen wird.
    Denn aktuell ist es ja bereits so, dass zwei Steuersubjekte mit dem gleichen Einkommen ungleich besteuert werden können. Einfach in die andere Richtung, als die Initiative es fordert. Nämlich so, dass derjenige mit Arbeitseinkommen mehr Steuern bezahlt als derjenige mit Kapitaleinkommen.
     
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  5. Forteleon

    Forteleon FDP

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    du brichst so aber das in der Verfassung verlangte gebot der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. sprich so wird die Verfassung gebrochen, da ja zwei einkommen von 400'000.- nun unterschiedlich besteuert werden ....

    ausserdem wirkt es ein wenig komisch, wenn kapitalerträge, die ja nichts anderes als erträge aus akkumulierter arbeit sind .... plötzlich höher besteuerst als arbeit selber ...
    rein theoretisch wäre es noch denkbar, kapitalerträge ohne reduktionssatz als einkommen anzurechnen, das wäre ja nachvollziehbar, aber die 1.5 fachregelung bricht wie gesagt die Verfassung selber ...
    da ist das in die wand fahren der initiative vorhersehbar. für den wähler ist hier vor allem nachvollziehbar, dass gerade grosse kapitaleinkommen die schweiz meiden werden. dummerweise sind diese hochmobil, sprich wir bauen gleich noch die arbeitsplätze bei den banken noch stärker ab ... aber eben, zahlen in diesem land, können ja die anderen und die idioten, die zu solchen initiativen ja sagen.
    der gesamteffekt des ganzen wird nämlich sein, dass die steuern aus den Kapitalerträgen sinken und gleichzeitig noch zweckgebunden sind. wo also spart man nun das so entstehende Defizit ein. ich würde sagen etwa 30% bei der Finanzierung der sozialen sicherungssystemen, wenigstens wenn man proportional kürzt ...
    dümmer geht's wirklich nümmer ....
     
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  6. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Wie ich bereits sagte: Falls dies tatsächlich ein Verfassungsbruch wäre, dann besteht dieser Verfassungsbruch bereits heute. Denn dank der Steuergeschenke an Dividendenprofiteure zahlen die auf ihr Einkommen ja weniger als solche mit identischen Einkommen aus Arbeitserträgen. D.h. die unterschiedliche Besteuerung ist heute bereits ein Fakt. Einfach mit anderen Profiteuren als die Initiative es fordert.


    Finde ich eigentlich nicht. Ich finde den umgekehrten Fall - Arbeit höher zu besteuern als Kapitalerträge - viel komischer. Und diese umgekehrte Fall ist ja leider der heutige status quo.


    Das finde ich auch!
    Das wäre nicht nur "nachvollziehbar", sondern es wäre deutlich nachvollziehbarer als die jetzige Situation es ist.
     
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  7. Forteleon

    Forteleon FDP

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    das Problem besteht heute juristisch gesehen so nicht, da ja der nicht steuerbare dividendenanteil auch nicht im steuerbaren einkommen erscheint ....
    dieses Problem wird erst durch die initiative juristisch relevant, indem sie nun die ganze dividende inkludiert ....
    dazu sage ich nur eines, Steuerrecht ist und bleibt eine schwäche der linken, zusammen mit der unangenehmen Tatsache, dass progressionsfunktionen stetig und differenzierbar sein müssen, wenn sie dem gebot der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit entsprechen sollen ....

    nein eben nicht, weil ein teil der kapitalerträge ja nicht zu steuerbaren einkommen zählt ....
    was steuerbar ist, wird alles gleich besteuert, gemäss Progression. dort greift ja das Gleichheitsprinzip, das nun die sp dummerweise mit ihrer initiative gleich ausser kraft setzen will.
    juristisch logischer wäre es gewesen die jetzt nicht vollständig erfassten erträge steuerbar zu machen ... das hat die sp dummerweise dahingehend übertrieben, dass man für eine bestimmte art von erträgen gleich wieder eine sonderregelung einführen musste ..... dumm gegangen, aber guten Juristen und Mathematikern passieren keine solchen grundlagefehler!
     
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