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2. Säule abschaffen!

Dieses Thema im Forum "Vorsorge- und Gesundheitspolitik" wurde erstellt von aristo, 27. 08. 2006.

2. Säule abschaffen! 4.6 5 7votes
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  1. Gast

    Gast

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    @razzar,
    vermutlich, sind sich nur wenige (wenn nicht unmittelbar direkt betroffen) in unserem Land über den Ernst der Lage bewusst. Wenn man den UWS auf Vorrat senkt, um die eigene Pfründe abzusichern, dann muss man sich fragen, ob die Landesregierung sich des sozialpolitischen Sprengstoff im Klaren ist. Es ist abstossend aus Sicht eines Arbeitnehmers und Beitragszahlers keine Chance zu haben, seinen Rentenstand abzusichern. Da sind Renteinbussen in der 2. Säule von über 15% und ein Ende ist nicht Sicht….Wenn der Staat nicht schnell und entschlossen handelt, wird er schon in wenigen Jahren mit einer Welle von Anfragen nach EL und Sozialhilfe überrollt werden – und die Klientel wird die hart arbeitende Bevölkerung sein. Das ist echte VERSTAATLICHUNG!
     
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  2. razzar

    razzar

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    Gebt doch von Anfang an einfach genug, damit die Rentner ihr Dasein noch geniessen können und sämtliche EL- und Sozialverwaltungen gespart werden können. Warum fragt man sich in der reichen Schweiz woher das Geld kommen soll? Vielleicht weil nur immer die Unter- und Mittelschicht für sowas negativ beeinträchtigend auf das Wohlbefinden aufkommen muss? Weil man sich mit dem Lohndumpingsystem zufrieden gibt weil man sonst wirtschaftlich "vernichtet" wird?
    Den Menschen ist doch nicht mehr zu helfen. Die sind am Ende.
     
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  3. Beat

    Beat Parteilos

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    Nun, aufgrund von Forteleons Aussagen, was vermutlich der Haltung der FDP entspricht, ist das finanziell gesehen ganz normal, ein finanziell gesundes System, bei dem man nach Gutdünken am UWS schrauben und damit die Versicherten schröpfen kann. Nach ihm und der FDP ist es nicht die 2.Säule, die an die Wand fährt, sondern die AHV.

    Na ja, wenn die Zukunft unserer Altersvorsorge auf EL und Sozialhilfe basiert, können wir uns damit trösten, dass diese mit Steuergeldern finanziert werden, wobei die besser und höchst Verdienenden dank Progression stärker zur Kasse gebeten werden. Dabei werden, im Gegensatz zu AHV-Prämien, auch die Einkommen aus Kapital (Zinsen, Dividenden) steuerlich beitragen.
    Das sollten sich die Kapitalisten mal auf der Zunge zergehen lassen!
     
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  4. Beat

    Beat Parteilos

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    Ein pikantes Detail zur gegenwärtigen Situation der 2.Säule:

    Der Mindest-UWS betrifft nur den obligatorischen Teil des PK-Kapitals. Die PKs haben die Freiheit, den UWS für den überobligatorischen Teil des PK-Guthabens frei, entsprechend der finanziellen Lage, ihren Bedürfnissen anzupassen. Das nutzen sie denn auch weidlich aus, viele haben diesen UWS bereits auf 5% und darunter gesenkt. Pikanterweise betrifft dies nun aber gerade die höheren Einkommen, jene über ça 84'000 pJ.
    So schröpft denn das kapitalistische PK-System gerade die besser und höchst verdienenden am meisten. Kein Wunder, setzen sie alles in Bewegung, um den obligatorischen Teil des UWS auch zu senken oder ihn ganz von gesetzlichen Vorschriften zu befreien.
    Mit dem Nein zur Gesamtrevision haben sie sich allerdings ins eigene Knie geschossen. Der Mindest-UWS wird nicht gesenkt, was die PKs dazu zwingen wird, den überobligatorischen UWS weiter zu senken, um im finanziellen Gleichgewicht zu bleiben. Somit werden die gut verdienenden noch weiter benachteiligt geschröpft werden.

    Wahrlich - ein perfekt ausgedachtes Abzockesystem!

    Wenn das keine Enteignung ist?
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. 11. 2017
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    Beat, 5. 11. 2017
    Last edited by Beat; at 5. 11. 2017
  5. Beat

    Beat Parteilos

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    So langsam dämmert es auch in der Materie besser gebildeten Leuten:

    Die AHV erfüllt ihren Auftrag nicht vollständig. Als erste Säule der Altersvorsorge müsste sie gemäss Verfassung die Existenz sichern. Heute kann aber selbst ein Einkommensmillionär nicht von der AHV alleine leben – er erhält höchstens die Maximalrente von 2350 Franken. Damit kommt wegen der gestiegenen Mieten und Krankenkassenprämien niemand aus. Pensionierte brauchen auch die Rente aus der zweiten Säule, die es ihnen eigentlich erlauben sollte, ihren Lebensstandard weiterzuführen. Bis jetzt ist das gut gegangen. Aber nun, da die Renten aus der zweiten Säule sinken, wird der Konstruktionsfehler offensichtlich.

    «Sinken die Renten weiter, werden sie nicht mehr zum Leben reichen»

    Die 2.Säule ist und bleibt eine Fehlkonstruktion, ein Flopp, sollte durch existenzsichernde AHV-Vollrente ersetzt werden!
     
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  6. SHANGHAI

    SHANGHAI

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    Die AHV ist schon längst nicht mehr mit Lohnbeiträgen finanzierbar. Es werden immer mehr indirekte Steuern wie MwSt. und Tabaksteuer beigezogen, damit die AHV nicht kollabiert. Reformen sind schier unmöglich, weil die gierigen Alten sich nicht anpassen wollen und glauben sie können das Geld mit ins Totenhemd nehmen. Der Hauptgrund liegt an der Demographie und da ist die 2. Säule besser aufgestellt als die 1. Säule. Insofern ist eine AHV Vollrente nicht besonders sinnvoll, es sei denn, man will die junge Generation und Familien noch mehr rupfen. Das Rentenalter gehört endlich erhöht und den längeren Lebenserwartungen angepasst.
     
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  7. Beat

    Beat Parteilos

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    Die ewig alte Leier.
    Ich bin für Erhöhung des Rentenalters, wollte selber auch, wurde mir aber verweigert. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass 1. die dazu zusätzlich nötigen Arbeitsplätze angeboten werden und 2. die Arbeitgeber auch Greise beschäftigen wollen. Das Ü50-Problem ist allenthalben allgemein bekannt und anerkannt.

    Zur Finanzierung:
    Die korrekteste Finanzierung wäre über die Lohnprozente. Aber die (bürgerlichen) Arbeitgeber wollen das nicht, mit dem Argument der Verteuerung der Arbeit. Das ist aber eigene Augenwischerei, denn Finzierung über Steuern jedweglicher Art belastet die Unternehmer ebenso (zB MWST), dank Steuerprogresseion unter Umständen noch mehr, besonders aber die hohen Einkommen.
    Man bedenke: Lohnabzüge vermindern das steuerbare Einkommen, welches aber der Progression unterliegt. Die Abzüge wirken aber immer im höchsten Segment der jeweiligen Progression.
     
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